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VfBfairplay, 28. June 2018

"Ein wertvoller Beitrag zur Integration"

Der VfB Stuttgart engagiert sich mit seinem VfBfairplay Projekt "Fußball verbindet" seit 2015 in der Flüchtlingshilfe. Zum Angebot gehören zwei Ballspiel-Angebote für gemischte Gruppen von Flüchtlingskindern, die im Stuttgarter Theaterhaus von Trainern des VfB und der Sportvereinigung Feuerbach angeleitet werden. Staatsrätin Gisela Erler hat das gemeinsame Training besucht.

Seit im Jahr 2015 immer mehr Menschen aus ihrer Heimat vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten, bietet der VfB Stuttgart als größter Verein Baden-Württembergs auf verschiedene Weise seine Hilfe an. "Der Bedarf an Unterstützung für die Menschen, die auf der Flucht alles verloren haben, ist groß und der Fußball hat eine verbindende Kraft. Sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen sind der Spaß und die Freude im Training groß und es stellt eine willkommene Abwechslung dar. Deshalb engagieren wir uns sehr gerne", betont Peter Reichert, einst selbst Bundesligaprofi im Trikot mit dem Brustring und heute VfBfairplay-Beauftragter des Vereins.

Zusammen mit dem Theaterhaus Stuttgart, der Landeshauptstadt Stuttgart sowie der Mercedes-Benz Bank und mit Unterstützung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) haben die Vereinsverantwortlichen 2015 das Projekt "Fußball verbindet" initiiert. Jeden Montag und Mittwoch wird seither in der Sporthalle im Theaterhaus ein Fußballtraining für Flüchtlingskinder angeboten, das gemeinsam von Trainern des VfB und der Sportvereinigung Feuerbach als Kooperationspartner betreut wird. "Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht", sagt Rolf Schneider, der langjährige Präsident der Sportvereinigung Feuerbach, die sich in vielen Bereichen in der Flüchtlingshilfe engagiert und schon viele Neuankömmlinge in das Vereinsleben integriert hat. Ein Beispiel mit Vorbildcharakter.

Bemerkenswert an der Ballstunde im Theaterhaus ist auch, dass sich nicht nur Jungs in der Trainingsgruppe angemeldet haben, sondern auch viele Mädchen mitmischen. Das freut Staatsrätin Gisela Erler besonders. "Wir danken allen Beteiligten herzlich für dieses großartige zivilgesellschaftliche Engagement, das ein wertvoller Beitrag zur Integration dieser Kinder ist", betonte sie bei einem Besuch im Theaterhaus. Dabei hatte sie Gelegenheit, sich mit den Verantwortlichen über deren Erfahrungen auszutauschen und einer Trainingsstunde zuzuschauen.

Wie viel Spaß die Kinder in ihren roten VfB Trikots haben, ist dabei für jeden spürbar, der am Spielfeldrand steht. Dass ein derart durchmischtes Training zustande kommt und regelmäßig angeboten werden kann, ist alles andere als selbstverständlich. Die Flüchtlingskinder sind mit ihren Familien in einem Systembau direkt neben dem Vereinsgelände der Sportvereinigung Feuerbach untergebracht. Sie werden von den Betreuern und Trainern vor dem Training abgeholt und auch wieder gebracht, was in einigen Fällen viel Überzeugungsarbeit und Werben um Vertrauen gekostet hat, wie Rolf Schneider erzählt.     

Die Verantwortlichen setzen in solchen Fällen auf Gespräche, die ein erster, wichtiger Schritt zur Integration sind. Die Kinder selbst sind dabei die besten Botschafter, wenn sie begeistert vom Training erzählen. "Es spricht sich herum, dass jeder willkommen ist und wir viel Spaß zusammen haben können", sagt Rolf Schneider. Die Trainingsgruppen im Theaterhaus werden für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren und für Jugendliche von elf bis 16 Jahren angeboten.