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Profis, 30. January 2020

"Mit dem maximalen Respekt vor jeder Aufgabe"

Bei der Premiere von Pellegrino Matarazzo fährt der VfB dank viel Kontrolle einen ungefährdeten Heimsieg ein und will die überzeugende Leistung auch am Samstag (13:00 Uhr) gegen St. Pauli auf den Platz bringen.

Von einer positiven Anspannung hatte Pellegrino Matarazzo vor seiner Premiere als Cheftrainer beim Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim gesprochen. Als der Schlusspfiff am Mittwochabend kurz nach 20:20 Uhr ertönte und der 42-Jährige für einen Moment beide Fäuste ballte, fiel die Anspannung sichtlich ab – doch die positive Gefühlslage blieb. Während vor dem schwäbischen Nachbarschafts- und zugleich Verfolgerduell des drittplatzierten VfB mit einem Punkt Vorsprung auf den viertplatzierten FC Heidenheim die „Vorfreude auf die Stimmung, die Energie und die Emotionen in der Arena“ überwog, herrschte nach dem 3:0-Auftaktsieg große Freude über „eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein ordentliches Spiel, in dem wir viel Kontrolle ausgeübt haben“.

Wenngleich sich die Mannschaft mit dem Brustring bis in die Schlussviertelstunde gedulden musste, um nicht nur nach Spielanteilen, sondern auch mit dem entsprechenden Spielstand für klare Verhältnisse zu sorgen, war Pellegrino Matarazzos Matchplan gegen die zuvor ligaweit beste Defensive der Heidenheimer voll aufgegangen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der VfB Cheftrainer bei seinem Pflichtspieldebüt vor 52.585 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit den Einwechslungen zweier hocheffektiver und blitzschnell zuschlagender Joker ein glückliches Händchen bewies. Mit Borna Sosa als Vorlagengeber zum 2:0 (76. Minute) und Mario Gomez als Vollstrecker zum 3:0-Endstand (86. Minute) tätigte Pellegrino Matarazzo zwei wichtige Wechsel zum richtigen Zeitpunkt.

Pellegrino Matarazzo wechselt das 2:0 und 3:0 ein

Beide benötigten jeweils nur zwei Minuten, um ihren Einsatz bezahlt zu machen: Borna Sosa flankte mustergültig auf Nicolas Gonzalez, der mit seinem sechsten Saisontor auf 2:0 erhöhte und damit die zwischenzeitliche Drangphase der Gäste von der Ostalb nach dem Seitenwechsel endgültig beendete. Dank seines Torriechers war auch Mario Gomez direkt zur Stelle und machte mit seinem Jokertor nach schöner Vorarbeit von Philipp Förster den Deckel drauf. Nach gut einer halben Stunde hatte Kapitän Marc Oliver Kempf seinen eigenen Kopfball durch entschlossenes Nachsetzen zum 1:0 veredelt und damit den gleichermaßen wichtigen wie überzeugenden, weil zu keiner Zeit gefährdeten Heimsieg eingeleitet. In der Mercedes-Benz Arena hat der VfB nun acht seiner zehn Spiele gewonnen – davon die letzten vier jeweils mit drei eigenen Treffern sowie einer Tordifferenz von mindestens zwei (zwölf Punkte und zwölf zu zwei Tore).

Mit der Regenerations- und Spielersatzeinheit am Donnerstagvormittag richtete sich der Fokus von Pellegrino Matarazzo bereits darauf, diese Leistung schon am Samstag (13:00 Uhr) beim FC St. Pauli auch auswärts auf den Platz zu bringen. „Wir haben schon viele Dinge umgesetzt, von denen wir nicht dachten, dass wir schon so weit sind. Natürlich haben wir noch Luft nach oben. In der zweiten Halbzeit hatten wir zunächst nicht so den Zugriff“, sagte Pellegrino Matarazzo nach dem Heimsieg. „Dass wir in der zweiten Hälfte eine Phase hatten, wo wir nicht mehr ganz so gut standen und auch die Räume nach vorne nicht mehr so gut gefunden haben“, war auch Sven Mislintat nicht entgangen.

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30. Januar 2020
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Zwei Startelfkandidaten für Samstag bei St. Pauli angeschlagen

Nichtsdestotrotz war auch der Sportdirektor mehr als einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Die Pflichtspielpause war lang genug, danach weiß man nie so genau, wo man steht. Noch dazu, wenn es gleich gegen einen Gegner wie Heidenheim geht, der zuvor einen starken Lauf hingelegt hat. Wir hatten eine noch klarere Struktur in der Defensive, waren viel stabiler, haben sehr sauber verteidigt und hatten in keiner Phase die Befürchtung, ein Gegentor zu bekommen. Damit haben wir Heidenheim proaktiv den Wind aus den Segeln genommen“, erklärte Sven Mislintat. Mit Blick auf das anstehende Auswärtsspiel im Millerntor-Stadion forderte der Sportdirektor „den maximalen Respekt vor der nächsten Aufgabe“, bei der der Einsatz zweier Startelfkandidaten jedoch zumindest fraglich scheint: „Nico Gonzalez und Nat Phillips haben einen Schlag abbekommen“. Während der argentinische Stürmer am Schienbein genäht werden musste, erlitt der britische Verteidiger eine Prellung im Kniebereich, sodass ein Einsatz am Samstag für die 22-jährige Leihgabe vom FC Liverpool eng werden könnte.

19. Spieltag: VfB - 1. FC Heidenheim