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Profis, 13. February 2020

Das Comeback fest im Blick

Marcin Kaminski absolviert nach seinem Kreuzbandriss inzwischen immer mehr Teile des Mannschaftstrainings. „Mein Ziel ist, fürs erste Spiel im März richtig bereit zu sein“, sagt er.

Mit einer öffentlichen, 90-minütigen Trainingseinheit haben die VfB Profis die intensive Vorbereitung auf das Auswärtsspiel am kommenden Montag beim VfL Bochum fortgesetzt. Roberto Massimo, der zuletzt wegen einer Faserverletzung in der rechten Wadenmuskulatur ausgefallen war, absolvierte dabei erstmals wieder ein komplettes Mannschaftstraining. Ebenfalls auf dem Platz: Marcin Kaminski. Der 28-Jährige ist nach seinem Ende Juli erlittenen Kreuzbandriss inzwischen bei immer mehr Teilen des Mannschaftstrainings dabei. „Ich freue mich sehr, dass ich wieder auf dem Platz sein kann“, sagt er, „momentan kann ich bei allen Übungen, bei denen es zu keinem Gegnerkontakt kommt, mitmachen und trainiere ansonsten dann individuell. Der nächste Schritt, den ich nun machen muss, ist, dass ich auch bei den Übungen mit Gegnerkontakt mitmache. Ich hoffe, dass ich diesen Schritt kommende Woche machen kann.“

Auf dem Weg dahin steigert Marcin Kaminski aktuell sein Trainingspensum Stück für Stück und bewertet dabei seine Situation jeden Tag aufs Neue. Wie verhält sich das Knie? Ist nach wie vor alles gut oder wird es doch zu viel? Das sind die zentralen Fragen, die der VfB Profi in Absprache mit dem Staff täglich für sich beantwortet – und das ganz ohne Zeitdruck. „Nach sechseinhalb Monaten, die ich jetzt ausgefallen bin, kommt es auf eine Woche hin oder her auch nicht an. Die Hauptsache ist, dass ich dann wieder vollkommen fit bin und mich gut fühle“, verdeutlicht er, „ich brauche noch ein bisschen Zeit. Mein Ziel ist, fürs erste Spiel im März richtig bereit zu sein.“

Mental hat Marcin Kaminski den Kreuzbandriss und seine Folgen längst verarbeitet. Dabei haben ihm nicht zuletzt Gespräche mit seinen ehemaligen Mitspielern Daniel Ginczek und Matthias Zimmermann, die während der gemeinsamen Zeit beim VfB ebenfalls einen Kreuzbandriss erlitten hatten, sehr geholfen, nach der Verletzung die neue Situation anzunehmen und sich auf dem Weg zum Comeback die Zeit zu geben. Zudem hat er beim Blick auf die vergangenen Monate vor allem das im Sinn, was er angesichts der zwangsweise vielen Freizeit alles mit seiner Frau und seiner eineinhalb Jahre alten Tochter erleben durfte, anstatt das, was er auf dem Fußballplatz verpasst hat. Und so blickt er nun wieder voller Ehrgeiz nach vorne. „Ich weiß noch genau, wie wir 2017 den Aufstieg gefeiert haben. Es war unfassbar, wie viele Leute damals auf dem Wasen waren. Solche Erlebnisse bleiben im Kopf“, sagt er, „mein Ziel ist, wieder auf dem Platz zu sein und der Mannschaft zu helfen, damit wir wieder aufsteigen.“