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Junge Wilde 21. Mai 2026

„Wollen etwas Großes erreichen“

Die U19 greift im DFB-Pokalfinale der Junioren am Freitagabend in Potsdam nach dem Titel. Mit dem VfL Wolfsburg wartet ein starker Gegner.

Der Pokalfinal-Doppelpack steht an! Die U19 macht mit dem Endspiel des DFB-Pokals der Junioren am Freitag (17 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion, live bei Sky Sport und im Stream bei WOW und YouTube) gegen den VfL Wolfsburg den Anfang und will mit einem Titel vorlegen, ehe die VfB-Profis am Samstagabend im „großen“ DFB-Pokalfinale nachziehen können. Es ist die sechste Finalteilnahme für die Jungen Wilden, die die Chance auf den fünften Titel haben.

Am Donnerstag reiste das Team per Flugzeug nach Berlin, anschließend stehen das Abschlusstraining im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion und das obligatorische DFB-Bankett mit beiden teilnehmenden Mannschaften an. Ein besonderer Rahmen für ein besonderes Wochenende, das seine Schatten innerhalb der Mannschaft bereits vorauswirft. Vorfreude? Anspannung? Oder gar Nervosität? „Es ist ein Mix aus allem. Durch den Sieg im wfv-Pokalfinale haben wir noch mehr Lust auf einen weiteren Titel bekommen. Die Jungs sind heiß, das spürt man in jeder Einheit. Wir sind bereit und wollen etwas Großes erreichen“, sagt U19-Trainer Tobias Rathgeb, der personell bis auf die Langzeitverletzten den gesamten Kader zur Verfügung hat.

Im Spiel wollen seine Jungs alles in die Wagschale werfen. „Wir kennen solche besonderen Spiele schon aus der vergangenen Saison in der Youth League. Es geht dabei entweder darum, die gesammelte Erfahrung auf den Platz zu bringen, oder neue Erfahrungen zu sammeln und daran zu wachsen.“ Dabei steht mit dem VfL Wolfsburg ein starker Gegner gegenüber. „Es ist eine sehr gute, kompakte Mannschaft. Wir wissen, was auf uns zukommt und haben einen entsprechenden Matchplan entwickelt.“

Mit acht Siegen bei zwei Niederlagen spielte der VfL Wolfsburg in der DFB-Nachwuchsliga die beste Hauptrunde aller 24 Mannschaften, verlor allerdings im anschließenden Achtelfinale der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gegen den späteren Halbfinalisten SC Paderborn überraschend deutlich mit 1:5. Somit hatten auch die Wölfe mehrere Wochen Vorbereitungszeit auf das Pokalfinale. Am vergangenen Freitag setzte sich das Team von Trainer Niklas Bräuer in einem Testspiel gegen BFC Dynamo Berlin mit 3:0 durch. Bester Angreifer der Niedersachsen ist Karlo Simic, der wettbewerbsübergreifend auf 22 Saisontore kommt. Mit Darwin Soylu, der wie Simic zur kommenden Saison zu Werder Bremen wechseln wird, und Trevor Benedict hat das Offensiv-Arsenal des VfL weitere gefährliche Waffen. Außenverteidiger Jan Bürger (sieben Bundesliga-Spiele) und Mittelfeldspieler Pharell Hensel (fünf Einsätze) schafften in dieser Saison zudem den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft der Wölfe.

In der vergangenen Saison traf der VfB gleich dreimal auf den VfL: In der ersten Runde des DFB-Pokals hatte der VfL zwar mit 4:2 nach Verlängerung noch das bessere Ende für sich, in der Nachwuchsliga-Hauptrunde setzte sich dann aber der VfB zweimal durch (3:2 und 2:0). Die letzten drei Junioren-Pokalfinals wurden allesamt erst nach Verlängerung entschieden. Der letzte Sieger nach 90 Minuten war 2022 der VfB.