180 Minuten reguläre Spielzeit hat jeder der 18 Bundesligisten in dieser Saison noch vor sich. Für zahlreiche Teams sind es 180 Minuten zwischen Hoffen und Bangen, 180 Minuten, in denen wechselnde Tabellenkonstellationen die Nerven aller Beteiligter strapazieren – sei es im Kampf um die Meisterschaft, um die internationalen Plätze oder um den Klassenverbleib. Im hinteren Teil der Tabelle wollen vom Tabellen-18. Hertha BSC bis zum Zwölften aus Bremen noch die notwendigen Zähler sammeln, damit sie auch in der Spielzeit 2023/2024 Erstligist sind. Dies gilt auch für den VfB, der als 17. auf die Bundesliga-Zielgerade einbiegt.
29 Zähler hat die Mannschaft mit dem Brustring aktuell auf dem Konto – genauso viele wie zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison. Derzeit beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz, den derzeit der FC Schalke 04 innehat, einen Zähler. Auf den VfL Bochum und somit den ersten Nicht-Abstiegsplatz sind es zwei Punkte. Im Vorjahr ging der VfB als 16. mit einer Hypothek von vier Zählern auf den Nicht-Abstiegsplatz in die beiden verbleibenden Saisonspiele – und bewies, dass Abstiegskampf bis zur letzten Minute gehen kann. Der Kapitän Wataru Endo sicherte seinem Team mit dem 2:1-Siegtreffer in der 92. Minute gegen den 1. FC Köln den Klassenverbleib. Das Team aus Cannstatt meisterte eine schwierige Situation erfolgreich mit großer Leidenschaft, unbändigem Kampf und einem festen Glauben.
All dies werden auch in dieser zweiten Mai-Hälfte dieses Jahres Komponenten sein, die die VfB-Spieler in ihren Begegnungen beim 1. FSV Mainz 05 am Sonntag (im VfB-Liveticker und VfB-Fanradio) und am letzten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim (27. Mai, 15:30 Uhr) in die Waagschale werfen werden müssen. Mut für diese beiden Partien können die VfB-Profis daraus schöpfen, dass sie in fünf der vergangenen sechs Partien gepunktet haben (zwei Siege, drei Unentschieden), dabei Rückstände wie beim 3:3 gegen Dortmund oder auch 1:1 gegen Augsburg aufgeholt haben und gegen Mönchengladbach nach einem späten Ausgleich des Gegners das Spiel noch einmal auf ihre Seite gezogen haben. Auf genau diese Fähigkeit mit Widerständen umzugehen, wird es auch in den Saisonspielen 33 und 34 ankommen – und dann steht im Optimalfall am Ende der Klassenverbleib des VfB.