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Junge Wilde 23. Februar 2026

Zweimal 2:2 am Wochenende

Während die U19 gegen den Hamburger SV starke Moral zeigt und in Unterzahl zu einem Punktgewinn kommt, ärgert sich die U17 über ein spätes Gegentor von Borussia Mönchengladbach.

U21: Wichtige Punkte gegen Mannheim

Die U21 feierte bereits am Freitagabend einen wichtigen Heimsieg gegen den SV Waldhof Mannheim. Beim 3:1 trafen Noah Darvich (2) und Jeremy Arévalo bereits in der ersten Hälfte. Kommenden Samstag geht es beim Tabellennachbarn Viktoria Köln weiter.

U19: Starke Moral, verdienter Punkt

Nach der ärgerlichen 0:2-Niederlage in der Vorwoche beim VfL Bochum war die U19 entschlossen, im Heimspiel gegen den Hamburger SV eine Reaktion zu zeigen. Die Anfangsphase ging dementsprechend auch an die Jungs mit dem Brustring, die mehr Spielanteile und in der fünften Minute mit einem Kopfball von Matthaios Tsigkas den ersten Abschluss der Partie hatten. In Minute zehn musste Torhüter Tom Walz jedoch das erste Mal hinter sich greifen: Mit ihrer ersten Offensivaktion gingen die Gäste durch Liam Akyildiz, der eine Hereingabe verwertete, in Führung. Vier Minuten später verhinderte Tom Walz mit einer guten Parade das 0:2, in Minute 23 trafen die Gäste nur die Latte. Nach diesen Schreckmomenten kam der VfB wieder besser in die Partie und prompt zum Ausgleich: Nach toller Vorarbeit von Collin Schramm traf Enis Redzepi sehenswert per Seitfallzieher, der noch von Matthaios Tsigkas abgefälscht wurde (26.). Das Rathgeb-Team war nun spielerisch überlegen, kam aber gegen die kompakte HSV-Defensive zu selten zu klaren Chancen und kassierte ein bitteres Eigentor von Toni Janjic, der eine Freistoßflanke per Kopf ins eigene Tor verlängerte (43). Zu allem Überfluss sah anschließend Massimo Di Benedetto nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte und brachte seine Mannschaft in Unterzahl (45.+1.). Zuvor hatte Tom Walz mit einem starken Reflex das 3:1 für die Hanseaten verhindert.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Brustring-Talente engagiert zurück auf den Platz. Von einer personellen Unterzahl war nichts zu sehen, stattdessen gestaltete der VfB die Partie ausgeglichen und wurde im Laufe der zweiten Hälfte sogar die bessere Mannschaft. So war dann auch der Ausgleich durch Neno Zezelj in Minute 65 absolut verdient. Der Flügelspieler zog von rechts ins Zentrum und traf sehenswert aus 16 Metern in die Ecke. In Minute 76 wäre der VfB sogar fast in Führung gegangen, als der Drehschuss von Tsigkas nur Zentimeter am Tor vorbeirauschte. Bis in die Schlussminuten blieb die Partie spannend und umkämpft und endete letztlich mit einem leistungsgerechten 2:2.

„Wir sind stolz auf die Jungs, die mit einem Mann weniger einen tollen Fight geliefert haben. Das schönste Gefühl ist für mich, dass die Jungs nach dem Abpfiff nicht zufrieden sind und unbedingt gewinnen wollten. Das Eigentor und die gelb-rote Karte haben gewirkt, umso besser war die Reaktion der Jungs, die diszipliniert gegen den Ball waren und vorne ihre Chancen gesucht haben“, lobte Trainer Tobias Rathgeb seine Mannschaft, die am kommenden Samstag um 12 Uhr beim noch punktlosen SSV Ulm zu Gast ist.

U17: Sieg spät aus der Hand gegeben

Durch ein Gegentor in der Nachspielzeit verpasste die U17 den Sieg gegen Borussia Mönchengladbach und den 13. Erfolg in Serie. Dabei begann die Partie aus VfB-Sicht schlecht: Bereits in der fünften Minute gingen die Gäste durch Noel Trostjanezki nach einer Ecke in Führung. Die Antwort des VfB folgte schnell: Nach feiner Vorarbeit von Brayann Kenmoe schob Malik Mosrati in Minute zehn zum Ausgleich ein. Von nun an hatten die Jungs aus Cannstatt das Spiel im Griff und ließen etwa durch Seva Linnikov (19.), Kian Speidel (30.) oder beim Pfostenschuss von Malik Mosrati (34.) gute Chancen. Erst in Hälfte zwei belohnte sich das Team von Trainer Daniel Jungwirth für seine Überlegenheit: Ali Aydin setzte sich auf rechts durch und bediente Brayann Kenmoe, dessen Schuss zwar noch abgewehrt wurde, Kian Speidel staubte dann aber zum 2:1 ab (60.). Wenig später ließ Konstantinos Karangelis sogar das mögliche 3:1 liegen. Dies rächte sich: In der Nachspielzeit köpfte Gladbachs Rares-Stefan Silitra zum 2:2 ein.

„Wir haben den Gegner zu lange am Leben gelassen. Wir hatten das Spiel im Griff und hätten das 3:1 machen müssen. Die Jungs haben guten Fußball gespielt. Insgesamt haben uns etwas die Energie und die Siegermentalität gefehlt“, resümierte Trainer Daniel Jungwirth. Seine Mannschaft verteidigte dennoch die Tabellenführung in der Hauptrundengruppe B und ist kommenden Sonntag bei Bayer 04 Leverkusen zu Gast.