Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Zunächst Glückwunsch an den FC Porto zum Sieg im Hinspiel. Wir kommen sehr gut ins Spiel, haben eine gute Energie und viele Aktionen in der gegnerischen Hälfte. Leider sprang das Momentum nach dem Lattentreffer von Porto auf die Seite des Gegners – was uns daher ärgert, sind die acht bis zehn Minuten, in denen wir kurzzeitig den Kopf und die Bälle zu schnell verloren haben. Danach haben sich die Jungs rasch geschüttelt, kommen zurück, erzielen den Anschlusstreffer und haben Porto über einen sehr langen Zeitraum richtig Paroli geboten. Ich möchte meiner Mannschaft daher trotz der Niederlage ein Kompliment für einen sehr mutigen Auftritt machen – es war erst das erste von zwei Spielen im Achtelfinale, wir werden in Porto einen großen Fight liefern.“
Atakan Karazor: „Wir haben Wut im Bauch – diese Wut müssen wir im Rückspiel in Energie umwandeln. Wir waren über 80 Minuten die bessere Mannschaft, aber zehn Minuten kosten uns eine deutlich bessere Ausgangslage. Das ist ärgerlich, steht aber für das hohe Niveau in diesem Wettbewerb. Porto war abgezockt und eiskalt. Wir nehmen mit, dass wir auf Augenhöhe mithalten können und dass wir aus den 80 guten Minuten nun 90 sehr gute Minuten machen müssen. Nach Abpfiff hat uns die Kurve nochmal enorme Energie gegeben: Ich habe das Feuer in den Augen eines jeden Mitspielers gesehen, dass wir dieses Achtelfinale noch umbiegen können.“
Jeff Chabot: „Wir gehen heute als Verlierer vom Platz, aber es ist erst die Hälfte des Achtelfinals gespielt. Wir haben die Partie gegen Porto gut begonnen, leider gaben wir das Spiel anschließend aus der Hand und hatten zehn Minuten, in denen wir es dem Gegner zu leicht gemacht haben. Unsere Reaktion war gut, wir erzielten noch vor der Pause den Anschlusstreffer, leider blieb uns in Halbzeit zwei der Ausgleich wegen Abseits verwehrt. Es war ein emotionales, hitziges Spiel, wir müssen einen kühlen Kopf bewahren – das werden wir in Porto ganz besonders brauchen.“
Maximilian Mittelstädt: „Es war ein sehr emotionales und teils hitziges Spiel – das ist aber auch ein Stück weit erwartbar auf internationaler Bühne. Es ist schade, dass wir uns für einen mutigen Auftritt nicht mehr mit dem Ausgleich belohnen konnten. Aber auch wenn wir das heutige Aufeinandertreffen verloren haben: Es ist erst Halbzeit in diesem Achtelfinale.“
Tiago Tomás: „Das Ergebnis ist ärgerlich, aber es ist noch nichts entschieden. Wir hatten zehn Minuten, in denen wir die Kontrolle aus der Hand gaben, ansonsten waren es viele gute Phasen in unserem Spiel. Die Fans haben uns enorm unterstützt und angetrieben, das gibt uns zusätzliche Kraft für das Rückspiel.“
Francesco Farioli, Cheftrainer vom FC Porto: „Die Leistung und insbesondere die Intensität, die wir gezeigt haben, waren der Schlüssel zum Erfolg. Diese Energie ist wichtiger als die Taktik. Wir hatten eine gute Herangehensweise, wenngleich wir zum Ende der ersten Halbzeit besser hätten spielen können. Das Ergebnis bedeutet keinen besonderen Vorsprung für uns und ändert nichts an unserer Herangehensweise gegen eine Top-Mannschaft, ist aber sehr wichtig für das Rückspiel am nächsten Donnerstag.“
Die nächsten Termine:
Bevor das Rückspiel des UEFA Europa League-Achtelfinals absolviert wird, ist der VfB zunächst in der Bundesliga gefordert. Am Sonntag, 15. März 2026, um 19.30 Uhr, empfangen die Jungs aus Cannstatt in der heimischen MHP Arena die Gäste von RB Leipzig. Erst danach richtet sich der Fokus wieder auf den Europapokal – das Rückspiel beim FC Porto findet am Donnerstag, 19. März 2026, um 21 Uhr, im portugiesischen „Estádio do Dragão” statt.