Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Wir sind im Moment über das Ergebnis enttäuscht, wissen aber, das Unentschieden einzuordnen und zu akzeptieren. Grundsätzlich kamen wir gut in das Spiel herein, hatten Schwung und erste Möglichkeiten. Nach dieser Anfangsphase wurde die Partie ausgeglichener. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, noch schneller zu spielen und noch aktiver zu sein, um den Gegner zu bewegen und Lücken zu reißen. Leider sind wir etwas zu nachlässig mit unseren Chancen umgegangen, erzielten aber dennoch die wichtige 1:0-Führung. Danach gelang es uns nicht, wirklich Ruhe in die Partie zu bekommen. Im Gegenteil: Das Spiel blieb offen. Union hat gezeigt, wie stabil und gut sie in dieser Saison unterwegs sind.“
Atakan Karazor: „Es war mehr drin, daher ist im Moment eine gewisse Enttäuschung wahrnehmbar. Wir kommen immer wieder zu Chancen, das ist sehr positiv, hätten heute die eine oder andere Möglichkeit jedoch noch besser und überlegter ausspielen können. Uns hat gefehlt, die Partie mit dem zweiten Treffer zu entscheiden. Union ist unangenehm zu verteidigen, das wussten wir – dennoch haben wir es bis zum Gegentor gemeinsam gut hinbekommen. Die Partie zeigt uns, dass wir bis zum Schluss und in jedem Augenblick konzentriert bleiben müssen. Insgesamt sind wir gut in das neue Jahr gekommen, sind voller Ehrgeiz und das wollen wir auch in den nächsten Spielen abrufen.“
Deniz Undav: „Es war ein schweres und körperbetontes Spiel. Unsere erste Halbzeit war sicherlich nicht optimal und dennoch haben wir viel probiert. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert, wir gehen in Führung, haben den Stand, den wir wollten. Eigentlich verteidigen wir das 1:0 zunächst auch gut, lassen anschließend jedoch leider den Ausgleich zu. Das ärgert uns. Es gilt anzuerkennen, dass es in Summe ein durchaus gerechtes Unentschieden ist. Wir haben insgesamt sieben Punkte aus der ‚Englischen Woche‘ mitgenommen – das ist gut und gibt den Weg für die weiteren Wochen vor.“
Chris Führich: „Es war das erwartet schwierige Spiel. Lange Bälle, viele Zweikämpfe, immer wieder Standardsituationen. Wir haben versucht, zunehmend die Kontrolle an uns zu reißen und den Takt vorzugeben. Die Führung war in der Folge verdient, wir hatten auch die Chance auf das 2:0. Letztlich ist Union aber gefährlich geblieben – ‚Alex‘ (Alexander Nübel, Anm. d. Red.) hält kurz vor Schluss einen Ball überragend. Wir müssen mit dem einen Punkt leben. Persönlich habe ich hart gearbeitet, um wieder in Form zu kommen – und bin froh, dass ich das wieder auf dem Platz zeigen kann. Heute wäre natürlich das Schönste gewesen, wenn wir gemeinsam die drei Punkte bei uns behalten hätten.“
Steffen Baumgart, Cheftrainer Union Berlin: „Wir sind mit dem Punkt nicht unzufrieden – und auch mit der Art und Weise sehr einverstanden. Beide Mannschaften hatten einen überragenden Torwart, beide Mannschaften hatten mehrmals die Chance auf das 1:0. Es war ein Bundesliga-Spiel mit hoher Intensität. Das 1:1 geht für beide Seiten in Ordnung.“
Die nächsten Termine:
Für den VfB geht’s zunächst in der UEFA Europa League weiter. Am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 21 Uhr, findet das Auswärtsspiel bei der AS Rom statt – es wird der siebte von acht Spieltagen im Rahmen der Ligaphase des europäischen Cupwettbewerbs sein. Anschließend folgt die nächste Bundesliga-Begegnung: Die Jungs aus Cannstatt treten am Sonntag, 25. Januar 2026, um 15.30 Uhr, bei Borussia Mönchengladbach an – dies ist zugleich die erste Auswärtspartie in der Rückrunde der Saison 2025/2026.