Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Es ist nicht selbstverständlich, eine Hinrunde mit 32 Punkten zu beenden. Das ist eine schöne Momentaufnahme – aber wir können gleichzeitig einordnen, dass das längst noch nicht genug ist, um etwas zu erreichen und wir in der gleichen Art und Weise weitermachen müssen. In das Spiel gegen Frankfurt sind wir denkbar ungünstig gestartet, liegen zurück, agierten teils fahrig. Danach hat das Ausgleichstor zum 1:1 den Knoten gelöst. Im Anschluss müssen wir uns teils vorwerfen, dass wir gute Möglichkeiten ausgelassen haben, um die Partie vorzuentscheiden oder zumindest die Führung auszubauen. Nachdem Frankfurt das 2:2 erzielte, hat die Mannschaft sensationell reagiert. Die Moral ist da, der Wille ist da. Die Jungs wissen, dass sie sehr oft zurückkommen und etwas kreieren können. Das war auch heute zu spüren und zu sehen – und das ist eine ganz wichtige Basis für den weiteren Saisonverlauf.“
Deniz Undav: „Es war ein sehr wildes Spiel. Ich glaube, dass ich nach dem 2:1 durchaus drei, vier Tore hätte schießen können – dadurch hätten wir das Spiel früher entscheiden und beruhigen können, aber wir haben es spannend gemacht. Gott sei Dank haben wir die Begegnung am Ende auf unsere Seite ziehen können. Dass ‚Niko‘ (Nikolas Nartey, Anm. d. Red.) und ‚Medo‘ (Ermedin Demirovic, Anm. d. Red.) für uns treffen, freut mich für beide sehr und zeigt, dass wir viele torgefährliche Spieler haben. Darüber hinaus haben wir insgesamt gut verteidigt und das sollte uns einen Push für die kommenden Aufgaben geben. Gegen Union müssen wir genauso bereit sein wie heute und in Leverkusen.“
Ermedin Demirovic: „Ich bin sehr dankbar dafür, nach meiner langen Leidenszeit das Vertrauen des Trainers bekommen zu haben und von Anfang an starten zu dürfen. Umso besser ist, dass ich direkt treffen und dem Team helfen konnte. Wir nehmen drei wichtige Punkte mit. Ich habe gar nicht damit gerechnet, direkt zu treffen, sondern wollte vor allem fit aus dem Spiel herausgehen. Es ist ein unglaublicher Abend und ganz sicher ein besonders schöner Tag in meiner Karriere.“
Nikolas Nartey: „Es war ein grandioses Gefühl, mein erstes Bundesliga-Tor erzielt zu haben – ich habe kurz gejubelt, danach aber sofort geschaut und gehofft, dass es keine Abseitsposition war. Der Sieg ist sehr schön und wichtig, er ist auch verdient. Ich habe nach all den Rückschlägen stets hart gearbeitet und immer an mich geglaubt – hinzu kommt, dass ich Teil einer starken Mannschaft bin, die mir hilft und ich ein Trainerteam vorfinde, das mir Vertrauen schenkt. Ich bin sehr dankbar, dass ich gesund und fit bin sowie mit Leistung etwas zurückgeben kann.“
Dino Toppmöller, Cheftrainer Eintracht Frankfurt: „Glückwunsch an den VfB, Glückwunsch an Sebastian (Hoeneß, Anm. d. Red.). Es war ein packendes und spannendes Fußballspiel, in dem wir die ersten 25 Minuten gut gestaltet haben. Danach übernahm der VfB und war bis zur Halbzeit das bessere Team. In der zweiten Hälfte war die Partie offener, wir hatten nach unserem 2:2-Ausgleich sogar die Möglichkeit auf den Siegtreffer. Letztlich läuft das Spiel anders, wobei der Gegentreffer zum Sieg zu einfach fällt und wir diese Situation besser verteidigen müssen. Wir nehmen die ‚Challenge‘ in der aktuellen Situation an und wollen uns endlich wieder belohnen für den Aufwand, den wir betreiben.“
Die nächsten Termine:
Die „Englische Woche“ beenden die Jungs aus Cannstatt mit einem Heimspiel. Am Sonntag, 18. Januar 2026, um 15.30 Uhr, empfangen sie den 1. FC Union Berlin. Diese Begegnung ist zugleich der erste Termin in der Rückrunde der Saison 2025/2026. Anschließend geht’s in der UEFA Europa League weiter: Am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 21 Uhr, tritt der VfB beim AS Rom in Italien an. Dies wird der siebte Spieltag in der Ligaphase des europäischen Clubwettbewerbs sein.
Für das Bundesliga-Heimspiel gegen Union Berlin gibt’s noch Tickets