Hier geht es zur neuen Ausgabe der stadion aktuell. Ebenfalls enthalten: Ein Doppelinterview mit Jana Beuschlein und Atakan Karazor.
Hallo, Meike. Als Wahlkölnerin erlebst du dieser Tage die sogenannte „fünfte Jahreszeit“. Ist Karneval etwas für dich?
Meike: „Ja, total! In Köln fiebert man auf die ‚fünfte Jahreszeit‘ hin. Es sind mit die wichtigsten Feiertage im Jahr. Menschen kommen aus der ganzen Welt, um den Kölner Karneval kennenzulernen. Jeder ist willkommen und man hat gemeinsam eine gute Zeit.“
Zusammen mit ein paar Mädels aus der Mannschaft haben wir uns am ‚Schmotzigen Donnerstag‘ das traditionelle ‚Kübelesrennen‘ in Cannstatt angeschaut. Der VfB hat auch eine Truppe gestellt. Mir hat es gefallen!
Das Interview führen wir im Cannstatter „mon petit café“ in der Küblergasse, die an Karneval Kopf steht. Hast du die „Stuttgarter Fasnet“ schon kennengelernt?
Meike: „Früher haben wir zuhause in Singen auch Fasnacht gefeiert. Es ist aber kein Vergleich zum Kölner Karneval. Zusammen mit ein paar Mädels aus der Mannschaft haben wir uns am ‚Schmotzigen Donnerstag‘ das traditionelle ‚Kübelesrennen‘ in Cannstatt angeschaut. Der VfB hat auch eine Truppe gestellt. Mir hat es gefallen!“
Du nimmst jede Woche den Weg von Köln nach Stuttgart mehrfach auf dich – wie groß ist der Aufwand für dich?
Meike: „Ich arbeite Montag bis Mittwoch in Köln. Montags trainiere ich individuell, dienstags haben wir trainingsfrei. Ab Mittwochnachmittag bin ich dann im Normalfall den Rest der Woche in Stuttgart. Der Aufwand ist sehr groß. Man hat sehr wenig Privatleben. Ich bin teilweise im Hotel, aber auch jeder Teamkollegin dankbar, bei der ich übernachten darf. (lacht)“
Bei wem kann man am besten „Couchsurfen“?
Meike: „Aktuell bei Nici. Sie hat eine richtig coole und gemütliche Schlafcouch. Aber ich bin total flexibel und den Mädels einfach nur dankbar.“
Hast du bei deinen Zugfahrten schon etwas Besonderes erlebt?
Meike: „Als ich vergangene Saison noch zusammen mit Mandy (Anm. d. Red.: Islacker) gependelt bin, hat uns damals ein Schalke-Fan angesprochen und wollte Autogramme. Es ist immer witzig, wenn man im Zug auf Fußballfans trifft. Ein Zugführer hat mir mal angeboten, dass wenn wir uns das nächste Mal sehen, es einen Kakao ‚aufs Haus‘ gebe. Er hat es eingehalten.“
Ich schätze meine Zeit in Stuttgart sehr. Ich mag die Menschen und die Stadt und fühle mich wirklich sehr wohl – auch durch die Nähe zu meiner Familie.
Was bedeutet dir Köln?
Meike: „Es gibt schon einen Grund, warum ich mich dazu entschieden habe, in Köln wohnen zu bleiben. Ich habe mir über zehn Jahre etwas aufgebaut, mag meinen Job und meine Wohnung nicht missen. Köln ist eine sehr offene Stadt, man ist nie alleine. Dennoch schätze ich meine Zeit in Stuttgart sehr. Ich mag die Menschen und die Stadt und fühle mich wirklich sehr wohl – auch durch die Nähe zu meiner Familie. Je nachdem ob wir am Wochenende zuhause oder auswärts spielen, schaue ich auch bei ihnen am Bodensee vorbei – das ist mir sehr wichtig.“
Du besuchst aber auch regelmäßig die Spiele der Profis im Stadion – was fasziniert dich daran?
Meike: „Seit ich selbst bei größeren Clubs spiele, ist es für mich ein großes Privileg und nicht selbstverständlich, dass wir zu den Profis ins Stadion gehen können. Mir ist es wichtig. Ich freue mich, wenn wir unsere Jungs unterstützen können und es macht einfach mega Spaß!“
Das direkte Aufeinandertreffen beider Teams verpasst du. Ihr seid bereits auf der Reise zu Viktoria Berlin.
Meike: „Das stimmt. Ich wäre total gerne im Stadion. Aber für uns geht es am Sonntag auswärts in Berlin um drei wichtige Punkte. Da liegt unser Fokus darauf. Wir werden das Spiel der Profis aber bestimmt zusammen anschauen.“
Sportlich gesehen sind wir mit 35 Punkten wieder am SC Sand vorbeigezogen und stehen an der Tabellenspitze. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?
Meike: „Wir stehen ganz oben und haben alles in der eigenen Hand – unsere Ausgangslage ist positiv. Es geht an der Tabellenspitze jedoch sehr eng zu und erfordert Woche für Woche harte Arbeit. Wir machen es gut, aber es kommen noch einige Herausforderungen auf uns zu.“
Wie blickst du auf deine momentane Joker-Rolle?
Meike: „Ich nehme die Situation an. Es war klar, dass durch den Aufstieg weitere Spielerinnen dazukommen. Am Ende stehen wir als Team auf dem Platz – jede ist wichtig, alle müssen im Training Gas geben. Nur so können wir unser Ziel erreichen. Wenn der Trainer mich braucht, bin ich da.“
Abseits des Platzes bist du auch gern mal für einen Spieleabend zu haben. Was kommt auf den Tisch?
Meike: „Aktuell ist ‚Flip 7‘ ganz hoch im Rennen – auch auf Auswärtsfahrten. Ansonsten gehen ‚Wizard‘ und ‚Stadt, Land, Vollpfosten‘ immer. Mir machen sie Spaß und lenken einfach etwas vom Alltag ab.“
Wer ist mit dabei?
Meike: „Aktuell tragen Eve, Nici, Julia, Joy, Kathi und ich die Matches gegeneinander aus.“
Kannst du verlieren oder fliegt das Kartendeck auch mal durch die Gegend?
Meike: „Sieg oder Spielabbruch! (lacht) Ich bin wirklich leider eine schlechte Verliererin – aber versuche mich zu bessern.“