Hallo, Linette. Vergangene Saison bist du mit den VfB Frauen in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Heute hängt jenes Aufstiegstrikot in der VfB-Trikotausstellung im Schauspiel Stuttgart. Was geht dir durch den Kopf, wenn du davor stehst?
Linette: „Ich denke vor allem an das Spiel gegen die TSG Hoffenheim II, bei dem wir den Aufstieg klargemacht haben. Wir hatten einen guten ‚Drive‘ in der Mannschaft, der Prozess über die gesamte Saison hinweg und jede Trainingseinheit haben uns zu dem Ziel geführt. Am Ende haben wir es auch schön gemeinsam ausklingen gelassen und eine gute Aufstiegsparty gefeiert. (schmunzelt)“
Wann hatte sich der Aufstieg erstmals angedeutet?
Linette: „Wir sind mit großen Ambitionen in die Saison gegangen. In der TSG Hoffenheim II hatten wir jedoch einen sehr guten Konkurrenten und haben die Punkte ziemlich parallel gesammelt, sodass es bis zum Ende spannend war. Wir mussten stets an unser Maximum gehen, durften nicht nachlassen. Der Aufstieg war erst am Ende klar, um so schöner war der Erfolg.“
Ein Erfolg, der auch für die Region wichtig und besonders war.
Was hat dir der Weg persönlich bedeutet?
Linette: „Es war eine besondere Erfahrung, weil wir es als Team gemeinsam erleben durften. Das ist das Schöne am Mannschaftssport. Alle Arbeit hatte sich am Ende ausgezahlt. Ein Erfolg, der auch für die Region wichtig und besonders war.“
Deine Statistik umfasste am Ende der Saison 20 Einsätze, davon 17 Partien von Beginn an und drei Tore. Welches Spiel hast du in Erinnerung behalten?
Linette: „Ein sehr besonderes Spiel war für mich das Duell in Hoffenheim. Es ging gegen meine ehemalige Mannschaft, mein Opa hat zugeschaut. Das war richtig schön, er hatte lange kein Spiel mehr von mir gesehen. Vor vielen Freunden, Bekannten und Verwandten habe ich dort auch noch eines meiner drei Tore geschossen. Ein rundum gelungener Moment.“
Bei den Tennessee Lady Volunteers wurde viel Wert auf die Körperlichkeit und Athletik gelegt, das hat mich weitergebracht.
Zwischen Hoffenheim und Stuttgart hast du ein Jahr bei den Tennessee Lady Volunteers (USA) verbracht. Was hat dir die Erfahrung gebracht?
Linette: „Für meine persönliche Entwicklung war es total wichtig, weil ich damals zum ersten Mal von Zuhause weg bin – und das nicht nur zwei Stunden, sondern über den gesamten Ozean. Ich war erstmals auf mich alleine gestellt, habe mein Englisch verbessert und auch der Fußball war ein ganz anderer. Es wurde viel Wert auf die Körperlichkeit und Athletik gelegt, das hat mich weitergebracht.“
Wofür bist du im Team bekannt?
Linette: „Ich bin ein sehr aktiver Charakter und unternehme auch nach dem Training gerne etwas mit den Mädels. Ob es auf eine Kulturveranstaltung oder zusammen in den Park geht – da bin ich ganz offen.“
Auf welchen Kulturveranstaltungen bist du anzutreffen?
Linette: „In der Schulzeit hatte ich eine kleine Gruppe, mit der ich öfters ins Theater gegangen bin. Zuletzt haben wir Comedy für uns entdeckt. Mit ein paar Mannschaftskameradinnen war ich letztens beim Stand-up. Das war richtig gut. Im Kunstbereich wartet die eine oder andere Ausstellung sicherlich noch auf mich, hier habe ich noch nicht allzu viel gesehen. Ich bin generell total offen für die kulturellen Angebote, die Stuttgart zu bieten hat.“
Zum Clubzentrum selbst hast du mit den kürzesten Anreiseweg aus Cannstatt. Dafür schnappst du dir meistens das Fahrrad. Bist du auch sonst für eine Tour zu haben?
Linette: „Auf jeden Fall. Ich bin schon seit meiner Kindheit viel und gerne mit dem Rad unterwegs. Ich nutze es jedoch eher, um von A nach B zu kommen, eher weniger für Ausflüge. In Stuttgart kann man beispielsweise richtig schön durch den Schlossgarten radeln, um in die Stadt zu gelangen.“
Die eine oder andere Teamkollegin stand auch schon spontan bei dir vor der Tür, oder?
Linette: „(lacht) Ich wohne wirklich sehr nahe am Stadion. Rosa kreuzt beispielsweise gerne einfach so bei mir auf. Das freut mich natürlich, wir kochen zusammen oder trinken einen Kaffee. Es ist einfach ein praktischer Treffpunkt bei mir. Ich bin offen für Spontanbesuche und freue mich über jede Mannschaftskollegin, die vorbeikommt.“
Wie sieht dein Alltag neben dem Fußball aus?
Linette: „Ich studiere nebenbei Bewegungswissenschaft in Stuttgart-Vaihingen. Vor oder nach dem Training geht es für mich daher oftmals direkt an den Campus. Es ist total interessant und macht mir sehr viel Spaß. Wenn dann noch Zeit bleibt, verbringe ich sie gerne mit der Familie und meinen Freunden.“
Mein absoluter Lieblingsort ist das Café ‚Zeit für Brot‘. Dort gibt es sehr leckere Zimt- und Schokoschnecken.
Was sind deine Lieblingsorte in Stuttgart?
Linette: „Mein absoluter Lieblingsort ist das Café ‚Zeit für Brot‘. Dort gibt es sehr leckere Zimt- und Schokoschnecken. (schmunzelt) Nach einer anstrengenden Woche ist das eine kleine Belohnung. Ansonsten bin ich gerne auf dem Rotenberg. Von der Grabkapelle aus hat man einen wunderschönen Blick auf unser Stadion und auf Stuttgart allgemein.“
Ausstellung noch bis Sonntag, 10. Mai 2026, besuchen
Ort: Die Ausstellung befindet sich im Schauspiel Stuttgart. Die Adresse lautet: Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart.
Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. An Samstagen ist sie von 10 Uhr bis 14 Uhr besuchbar. Abweichungen gibt es am 20. April 2026 und am 24. April 2026. Hier ist die Ausstellung, aufgrund von Parallelveranstaltungen, erst ab 12 Uhr geöffnet. Zudem ist die Ausstellung am 22. April 2026 nur von 10 Uhr bis 14 Uhr geöffnet.
Eintritt: Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Eine Spende zugunsten der VfB‑Stiftung „Brustring der Herzen“ ist vor Ort möglich.