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VfB-Frauen 12. Januar 2026

Unzertrennlich, seit den Bambinis

Lene und Emma. Emma und Lene. Und das seit Kindertagen. Kennengelernt beim TSV Sondelfingen führte der Weg von Emma Babic und Lenelotte Müller über den VfL Pfullingen bis in die U17 des VfB, von wo aus sie im Mai 2024 den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben. Gemeinsam blicken die beiden U-Nationalspielerinnen im Interview in der stadion aktuell auf eine besondere Freundschaft mit und durch den Fußball.

Hallo Emma, hallo Lene. Wie war die Umstellung von der U17 zur ersten Mannschaft für euch?

Emma: „Das fußballerische Niveau war natürlich eine Umstellung, die Schnelligkeit im Training eine andere. Der Aufwand und der Trainingsumfang stieg an, es wurde ein Stück weit professioneller als bei der der U17.“

Lene: „Wir haben jetzt mehr Verantwortung, weil wir nun in einer Frauen- und nicht mehr in einer Juniorinnenmannschaft spielen. Demenentsprechend muss man sich auch anders verhalten.“

Ihr macht dieses Jahr euer Abitur, verpasst aber dennoch nahezu keine Einheit. Wie regelt ihr das?

Lene: „Zweimal pro Woche haben wir eine doppelte Einheit. Das Vormittagstraining am Mittwoch findet für gewöhnlich im Kraftraum statt – das absolvieren wir dann eigenständig rund um den Schulalltag. Die Einheit am Donnerstagvormittag ist die einzige, bei der wir nicht dabei sind.“

Haben jüngere Spielerinnen im Team besondere Aufgaben beim VfB?

Emma: „Bei Aufwärmspielen müssen die Jüngsten immer in die Mitte. Aber das ist nicht schlimm. Ansonsten ist es gerne gesehen, wenn die jüngeren im Team das Tor tragen und einfach mit anpacken.“

Lene: „Es sind eher so ungeschrieben ‚Regeln‘, die für uns selbstverständlich sind.“

Zuletzt wart ihr beide oft mit euren jeweiligen Nationalteams auf Reisen. Welche Erfahrungen habt ihr im kroatischen (Emma) und deutschen (Lene) Nationaltrikot gesammelt?

Lene: „Mein Ziel ist es, so lange wie möglich dabei sein zu können, sich weiterentwickeln und zeigen zu können. Die Zeit in den Abstellungsperioden ist oft kurz. Man muss sie nutzen, um so viel wie möglich umsetzen zu können.“

Emma: „In der Nationalmannschaft sammelt man nochmal andere Erfahrungen als im Vereinsfußball. Es ist besonders, im Nationaltrikot auf andere Teams in anderen Ländern zu treffen. Ich fühle mich geehrt und möchte noch so lange wie möglich für Kroatien spielen können.“

Euch verbindet aber nicht nur der Fußball – er war aber der Schlüssel zu eurer Freundschaft, oder?

Lene: „Das kann man so sagen. Wir sind seit den Bambinis befreundet. Der TSV Sondelfingen war unser erster Verein und der Beginn unserer Freundschaft. Wir gehen zusammen zur Schule, haben denselben Freundeskreis, dieselben Hobbies – eigentlich kennt man uns nur als Duo. (schmunzelt)“

Emma: „Wir haben immer zusammengespielt. Von Sondelfingen ging es für uns nach Pfullingen, um auf einem etwas höheren Niveau spielen zu können. Der Weg zum VfB hat sich dann durch ein Probetraining ergeben.“

Ging hier ein kleiner Traum für euch in Erfüllung?

Lene: „In gewisser Weise ja. In meiner Familie sind alle VfB-Fans. Ich hatte eigentlich gar keine Wahl, zur Taufe wurde ich VfB-Mitglied. Ich war schon immer VfB-Fan.“

Emma: „Bei einem Turnier hat uns Sascha Glass dann zusammen gesichtet – so ging unser Weg weiter bis in die erste Mannschaft.“

Wie lauten eure Ziele für 2026?

Lene: „Wir machen unser Abitur. Ansonsten freue ich mich auf meine weitere Entwicklung beim VfB und in der Nationalmannschaft.“

Emma: „Erfolgreichen Fußball spielen, mich weiterentwickeln und vor allem auch viel dazulernen – vom Trainerteam und den erfahrenen Spielerinnen im Team.“