Als Sebastian Hoeneß über das Spiel sprach, fasste er die Gemütslage vieler Beteiligten in Weiß und Rot treffend zusammen. „Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, aus ‚gut‘ und ‚okay‘ wieder ‚top‘ zu machen“, analysierte der Chefcoach. Viel hatte seine Mannschaft am Samstagabend, 19. September 2026, gegen Borussia Dortmund (0:1), den neuen Liga-Spitzenreiter, probiert und wenig konnte sie sich vorwerfen. Doch nach einer intensiven Begegnung – mehr als 100 direkte Zweikampfduelle wurden in den 90 Minuten geführt – verpassten die Jungs aus Cannstatt etwas Zählbares. Ein Ausgang, der sie ärgerte.
Mal der letzte ‚Punch‘, mal das Entscheidungsverhalten
„Wir verzeichnen viele Ansätze und haben gegen den BVB in Summe wenig zugelassen, allerdings konnten wir diesmal zu selten wirklich zwingende Chancen kreieren“, sagte der 44-Jährige. Die Schüsse von Deniz Undav und Bilal El Khannouss, der Kopfball von Grischa Prömel, das Dribbling von Josha Vagnoman – immer wieder stellte der VfB die Dortmunder vor Probleme, doch mal fehlte der letzte ‚Punch‘ und mal tat sich das Team mit dem roten Brustring im Entscheidungsverhalten im letzten Drittel schwer. Auf der Gegenseite leistete sich die über viele Phasen der Partie diszipliniert verteidigende Defensivreihe eine kleine Unaufmerksamkeit – und der BVB konnte in der 70. Minute das „Tor des Abends“ erzielen.
„Es war über weite Strecken eine Begegnung auf Augenhöhe“, sagte Sebastian Hoeneß und ergänzte: „Unser Anspruch ist, solche Partien für uns zu entscheiden, doch dazu braucht es eine Top-Leistung – und das ist unser Auftrag, dort wieder hinzukommen.“ Es sind Nuancen, die – wie schon am vergangenen Samstag, 12. September 2026, bei der TSG Hoffenheim (1:2) – derzeit den Unterschied machen. Nach vier Bundesliga-Spieltagen ist eine Tabellensituation eingetreten, die sich der VfB keineswegs gewünscht hatte, die aber aufgrund der gespielten Gegner und der gezeigten Leistungen realistisch eingeordnet werden kann. Und die Motivation genug ist, das Momentum wieder auf die eigene Seite zu ziehen.
Arbeit in der Länderspiel-Phase
Die guten Phasen ausbauen, offensiv wie defensiv noch entschlossener werden. Die Länderspiel-Phase, die für einzelne Akteure des Kaders bis Dienstag, 6. Oktober 2026, dauern wird, bietet die Gelegenheit, daran zu arbeiten. Viele Aspekte hat der VfB gegen starke Gegner direkt seit Saisonbeginn zielstrebig umgesetzt, nun soll das auch nachweislich zu noch mehr Ertrag führen. Das Ziel hat Sebastian Hoeneß treffend formuliert: den Schritt von ‚gut‘ auf ‚top‘ wieder hinbekommen.
Die nächsten Termine:
Zunächst beginnt ab der neuen Woche die erste Länderspiel-Phase der Saison 2026/2027. Der VfB wird in dieser Zeit zwei Testpartien absolvieren – am Freitag, 25. September 2026, um 16.30 Uhr, in Weinstadt gegen den 1. FC Heidenheim sowie am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 17.30 Uhr, in Großaspach gegen die SpVgg Greuther Fürth. Das nächste Pflichtspiel findet am Samstag, 10. Oktober 2026, um 15.30 Uhr, beim SC Paderborn statt – es wird der fünfte Bundesliga-Spieltag sein.