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Profis 8. März 2026

Spiel für Drama-Liebhaber

In Mainz holt der VfB dank seiner Comeback-Qualität den 15. Punkt nach Rückstand. Das hängt auch mit seinem Sturmduo zusammen.

Es lief die 76. Minute in Mainz, als der VfB am Samstagnachmittag einmal mehr seine Comeback-Qualitäten zeigte. Erst schoss Ermedin Demirovic das 1:1, nur 60 Sekunden später traf Deniz Undav zum 2:1. Binnen einer Minute hatten die Jungs aus Cannstatt die Begegnung beim 1. FSV Mainz 05 (2:2) gedreht. Dass der beherzt aufspielende Gastgeber seinerseits ebenso noch eine Antwort fand und in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte, passte zur Dramaturgie dieses höchst abwechslungsreichen Bundesliga-Aufeinandertreffens.

Sebastian Hoeneß: „Wildes Spiel gesehen“

„Wir haben ein wildes Spiel gesehen“, fasste Sebastian Hoeneß zusammen. Der Cheftrainer sah, wie seine Mannschaft sehr gut in die Partie kam und „20, 25 Minuten so agierte, wie wir es uns vorgenommen hatten“. Einziges Manko: Das Führungstor für den VfB blieb aus. Dieses erzielte wiederum Mainz und hatte im weiteren Verlauf gar Chancen, einen zweiten Treffer nachzulegen. Die Jungs aus Cannstatt kämpften sich mit zunehmender Dauer des zweiten Abschnitts zurück ins Match. „Gefühlt lag das Spiel nach dem Doppelschlag in unserer Richtung“, sagte Sebastian Hoeneß: „Wir verteidigen das 2:1 lange Zeit, umso bitterer ist der späte Ausgleich.“ In Summe sei es jedoch „ein gerechter Endstand“, wie der Chefcoach bilanzierte.

25. Spieltag: 1. FSV Mainz 05 - VfB

Widerstände annehmen, Moral beweisen, Rückstände aufholen. Es ist eine Qualität, die das Team mit dem roten Brustring auszeichnet. Exakt 13-mal lag sie in der bisherigen Bundesliga-Saison zurück – daraus gelangen noch vier Siege sowie drei Remis, wie etwa am Samstag in Mainz. Macht zusammengerechnet 15 Punkte nach Rückstand. Ligaweit verwandeln nur der FC Bayern (18 Zähler) und der SC Freiburg (16 Zähler) eine solche Ausgangslage noch häufiger in Punkte.

Sturmduo zeigt sich treffsicher

Dass der VfB auch in Mainz zurückkam, hing diesmal unter anderem mit seinem Sturmduo zusammen. „Deniz (Undav, Anm. d. Red.) und ‚Demi‘ (Ermedin Demirovic, Anm. d. Red.) sind mit ihrer Qualität in der Lage, aus dem Nichts gefährlich werden zu können“, lobte Fabian Wohlgemuth. Auch der Vorstand Sport des VfB bewertete das Unentschieden – genau wie Sebastian Hoeneß – insgesamt als gerecht, „wenngleich es natürlich ärgerlich ist, dass wir die 2:1-Führung nicht über die Ziellinie drücken konnten“. Mit ihren Toren sorgten die Stürmer zugleich für statistische Erwähnungen.

Deniz Undav gelang zum neunten Mal Tor und Assist in einem Bundesliga-Spiel – das ist eingestellter Vereinsrekord seit Datenerfassung 2004/2005 durch Mario Gomez. Ermedin Demirovic erzielte im ausgerechnet 50. Bundesliga-Einsatz für den VfB seinen 23. Bundesliga-Treffer für die Jungs aus Cannstatt – nach einer solchen Spieleanzahl trafen in der Vereinshistorie nur Serhou Guirassy, Vedad Ibisevic, Fredi Bobic, Hermann Ohlicher und eben Deniz Undav häufiger. Weitere Stürmertore sind willkommen, um als Mannschaft in der Erfolgsspur zu bleiben. Sowohl am Donnerstag, 12. März 2026, in der UEFA Europa League gegen den FC Porto als auch am Sonntag, 15. März 2026, in der Bundesliga gegen RB Leipzig stehen herausfordernde Aufgaben bevor. Und Aufgaben, in denen die Jungs aus Cannstatt einmal mehr Widerstände bezwingen müssen.

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