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Profis 8. Februar 2026

„Wollen unsere Lehren ziehen“

Erstmals in diesem Kalenderjahr verliert der VfB in der Bundesliga. Nach einem anstrengenden Pflichtspiel-Block steht den Jungs aus Cannstatt nun eine ganze Woche zum Trainieren und Regenerieren bevor.

Es gibt Tage, an denen vieles zusammenläuft. Solche erlebte der VfB in den vergangenen Wochen häufig, etwa bei den Auswärtssiegen in Leverkusen und Mönchengladbach. Es gibt aber auch Tage, an denen einem einfach das Glück fehlt. So auch der gestrige Samstag in Hamburg, an dem die Jungs aus Cannstatt eigentlich verheißungsvoll in die Partie am Millerntor gestartet waren, gegen einen gut organisierten Gegner aber kein durchschlagendes Mittel fanden.

Den Jungs aus Cannstatt fehlt die Power

Als Chris Führich nach etwas mehr als zehn Minuten aus wenigen Metern an St. Paulis Torhüter Nikola Vasilj scheiterte, hätte das Spiel einen anderen Verlauf nehmen können. Stattdessen blieb die Begegnung im Anschluss offen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit gingen die Hausherren schließlich in Führung und erhöhten nach dem Seitenwechsel in die Drangphase des VfB hinein auf 2:0. Dass ausgerechnet der auffällige Chris Führich unglücklich einen Handelfmeter verschuldete, passte ebenso zum „gebrauchten Nachmittag“, wie Cheftrainer Sebastian Hoeneß ihn nannte, wie die Lupfer-Chance von Deniz Undav auf den Anschlusstreffer kurz nach dem 0:2, der nur auf dem Tornetz landete. Der Anschlusstreffer von Jamie Leweling, der mit dem Ablauf der regulären Spielzeit fiel, kam letztlich zu spät. Der VfB tat sich nach anstrengenden Wochen sichtlich schwer, die Braun-Weißen hingegen nutzten die Schwachpunkte aus und gewannen das Spiel vor allem über den Kampf. „Die mentale Frische und die Handlungsschnelligkeit haben heute gefehlt“, so Sebastian Hoeneß. „Wir wollen Lehren aus der Niederlage ziehen, weil wir hoffentlich weiterhin viele Spiele haben werden und so erneut in solche Phasen der Belastung kommen.“

21. Spieltag, FC St. Pauli - VfB

Erste volle Trainingswoche seit Januar

Nach nunmehr neun Partien in vier Wochen bildete das Auswärtsspiel auf St. Pauli den Abschluss des ersten großen Pflichtspiel-Blocks im neuen Jahr. Die Bilanz von sechs Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen kann sich dabei durchaus sehen lassen und wird den Jungs aus Cannstatt Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben. Bevor diese mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am nächsten Samstag ihren Anfang nehmen, steht Sebastian Hoeneß und seiner Mannschaft erstmals seit Anfang Januar wieder eine ganze Trainingswoche zur Verfügung, in der an Feinheiten gearbeitet und vor allem Kraft getankt werden kann. Denn der Februar wird mit noch zwei Englischen Wochen bis Monatsende ähnlich intensiv wie der Januar. Ermedin Demirovic zeigte sich jedoch schon kurz nach dem Abpfiff am Millerntor hochmotiviert für die kommenden Wochen: „Wir wollen zeigen, dass das heute ein Ausrutscher war.“