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Profis 23. März 2026

Das Wir gewinnt

Der VfB hat beim FC Augsburg eine klare Antwort auf das Aus in der UEFA Europa League gegeben. Als geschlossene Einheit und mit aller Überzeugung gelingt der nächste Bundesliga-Sieg.

Drei Tage nach dem Aus in der UEFA Europa League hat der VfB in der Bundesliga zurückgeschlagen – und wie. Erstmals in dieser Saison gelangen den Jungs aus Cannstatt fünf Treffer, erneut traf der VfB mindestens dreimal in einem Auswärtsspiel. In Augsburg war das bereits zum siebten Mal in 14 Partien der Fall. Das Wir-Gefühl entpuppte sich dabei einmal mehr als großer Trumpf.

Keine Spur mehr von der Enttäuschung, die der Mannschaft von Sebastian Hoeneß nach dem Ausscheiden in Porto anzumerken war. Stattdessen drückte der VfB dem Spiel in Augsburg früh seinen Stempel auf, verteidigte im Verbund und trat entschlossen vor dem Tor der Gastgeber auf. Wenig überraschend hoben die Protagonisten nach dem 5:2-Sieg, dem 13. Spiel ohne Niederlage in den vergangenen 14 Liga-Partien, die mannschaftliche Geschlossenheit hervor. „Wir sind am Donnerstag aus der Europa League ausgeschieden, waren geknickt – und sind heute bemerkenswert aufgetreten“, befand Cheftrainer Sebastian Hoeneß.

Schnelle Reaktionen auf Gegentore lassen Zweifel verpuffen

Auch als die Augsburger zwischenzeitlich auf 1:3 beziehungsweise 2:4 verkürzten, geriet der VfB nicht aus dem Tritt. Die Jungs aus Cannstatt blieben bei sich und vertrauten auf ihre Abläufe. „Wir mussten mit hoher Intensität dagegenhalten und haben es gut gemeistert. Wir hatten eine gute Struktur auf dem Rasen und sind selbst immer wieder zu Chancen gekommen“, hob Jeff Chabot hervor.

FC Augsburg - VfB Stuttgart, 27. Spieltag

„Durch die Gegentreffer ist’s nochmal unnötig spannend geworden – aber es war super, wie wir als Mannschaft darauf reagiert haben und immer eine Antwort parat hatten, indem wir ruhig geblieben sind und selbst weitere Tore nachlegen konnten“, so Deniz Undav nach dem Spiel gegen den FCA, in dem er im siebten Bundesliga-Spiele in Folge traf und gleich noch ein weiteres Tor für Ermedin Demirovic auflegte. „Andere Spieler hätten selbst geschossen, um das dritte Tor zu schießen. Das Teamgefühl ist aber wichtiger. Wenn du die anderen einsetzen und selbst treffen kannst, was gibt es Besseres?", sagte der Stümer nach dem Abpfiff.

Nach 19 Pflichtspielen in den vergangenen zehn Wochen steht für den VfB nun die erste Länderspielpause des Jahres an. Es gilt, die Zeit zum Kräftesammeln für die heiße Phase der Saison zu nutzen – um dort wieder geschlossen die mannschaftlichen Ziele zu verfolgen.