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Profis 27. August 2025

Ein Abend, viele Geschichten

Der VfB zieht am Ende eines denkwürdigen Abends in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Aus Sicht des Cheftrainers gibt es mehr als einen Matchwinner.

Comeback-Qualitäten, Nervenstärke, unbändiger Wille – im Anschluss an das DFB-Pokal-Erstrundenduell mit Eintracht Braunschweig überwogen bei Cheftrainer Sebastian Hoeneß vor allem Erleichterung und Stolz. „Es war ein krasser Pokalfight. Die Jungs haben wiederholt Moral und Kampfgeist bewiesen. Im Elfmeterschießen standen wir mehrmals mit dem Rücken zur Wand und haben den Widerständen getrotzt.“

Mit dem verwandelten finalen Elfmeter, ausgeführt von Startelf-Debütant Lorenz Assignon, sank mancher Spieler erleichtert zu Boden. Am Ende eines spektakulären Schlagabtauschs mit zahlreichen Wendungen ging es nicht mehr darum, möglichst glanzvoll in die nächste Runde zu gelangen, sondern nur ums Überleben. Vier Schützen des VfB – Ermedin Demirovic, Ramon Hendriks, Josha Vagnoman und Atakan Karazor – hatten jeweils vom Punkt treffen müssen, um den VfB im Spiel zu halten. Alle vier versenkten den Ball sicher im Tor. Dass auf beiden Seiten insgesamt zehn Schützen antraten, war vor allem auch Alexander Nübel zuzuschreiben, der drei Elfmeter der Gastgeber hielt und so zum Helden des Spiels wurde. Aber nicht zum einzigen, wie Sebastian Hoeneß im Nachgang betonte: „Man kann hier einige nennen. Tiago Tomas zum Beispiel, der uns mit seiner Aktion zu Beginn der Verlängerung in Führung bringt oder auch Ramon Hendriks, der in der Verlängerung eigentlich gar nicht mehr laufen konnte und trotzdem auf die Zähne gebissen hat.“

In drei Tagen wartet das erste Heimspiel

Oder Ermedin Demirovic, zweieinhalbfacher Torschütze am Dienstagabend, der nach dem Spiel angab, noch nie ein großer Fan des Elfmeterschießens gewesen zu sein. Eine frische Erkenntnis hatte die Partie dennoch für den Stürmer: „Es war ein sehr schwieriges und unangenehmes Spiel voller Ups und Downs. Aber ich glaube, dass uns dieser Abend als Mannschaft extrem zusammenschweißen kann.“

Für den weiteren Saisonverlauf kann die Erfahrung aus Braunschweig sicher helfen, auch wenn das intensive Spiel viel Kraft gekostet hat. In den kommenden Tagen wird es für die Mannschaft von Sebastian Hoeneß vor allem darum, schnell zu regenerieren, denn schon am Samstag stehen die Jungs aus Cannstatt wieder auf dem Platz. Dann gastiert für das erste Bundesliga-Heimspiel Borussia Mönchengladbach von 15.30 Uhr an in der MHP Arena. „Wir fokussieren uns voll auf Gladbach und wollen den ersten Bundesligasieg einfahren, so „Man of the Match“ Alexander Nübel.