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Profis 16. März 2026

Ein Statement des Willens

Zwischen den Achtelfinal-Spielen gegen Porto schafft es der VfB, den Fokus komplett auf Leipzig zu richten. Ein beherzter Auftritt in Defensive und Offensive ist der Schlüssel zu drei Punkten.

Ramon Hendriks lief Leipzigs Yan Diomande ab, Finn Jeltsch und Luca Jaquez suchten die Kopfballduelle – und Deniz Undav sowie Ermedin Demirovic störten den Gegner immer wieder beim Spielaufbau. Es sind ausgewählte Szenen, die zeigen: Defensive und Offensive verdienten sich den Bundesliga-Heimerfolg am Sonntagabend gegen RB Leipzig (1:0) gemeinsam. Nur drei Tage nach dem kräftezehrenden Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League gegen den FC Porto (1:2) lieferten sich die Jungs aus Cannstatt insgesamt 112 Zweikämpfe mit den Gästen aus Sachsen – und entschieden 59 Prozent der Duelle für sich. Wille und Entschlossenheit ebneten den Weg zu diesem Mannschaftserfolg.

Sebastian Hoeneß: „Mannschaft hat extrem gefightet“

„Es ging hin und her in diesem Spiel“, sagt Sebastian Hoeneß und ordnet ein: „Wir waren aktiv, gewannen vor allem ‚zweite Bälle‘ und agierten in sämtlichen Situationen hellwach.“ Auf diese Weise konnte der VfB auch einen Fehler im Leipziger Spielaufbau nutzen und in der 56. Minute den entscheidenden Treffer erzielen. Die beiden an diesem Tor beteiligten Akteure konnten damit ihre eigene Statistik aufwerten. Für Vorlagengeber Chris Führich war es bereits der sechste Assist in der laufenden Bundesliga-Saison, zudem kam er am Sonntagabend zu seinem 150. Erstliga-Einsatz für den VfB. Torschütze Deniz Undav traf erstmals in fünf Liga-Spielen in Folge. Mit nunmehr 16 Treffern ist er zweitbester Torschütze dieser Bundesliga-Saison.

26. Spieltag: VfB - RB Leipzig

„Wir hatten eine Mannschaft auf dem Rasen, die extrem gefightet hat“, lobt Sebastian Hoeneß: „Es ging um keinen Schönheitspreis, sondern darum, das Spiel mit aller Konsequenz auf die eigene Seite zu ziehen.“ Damit verdiente sich der VfB als Tabellenvierter am 26. Spieltag die Bundesliga-Punkte 48, 49 und 50 – und setzte sich um drei Zähler zu den bis dato punktglichen Leipzigern ab. Das würdigt auch Fabian Wohlgemuth.

Fabian Wohlgemuth: „Ein sehr wichtiger Sieg“

„Es ist stets ein gewisses Ausrufezeichen, wenn gegen direkte Konkurrenten gewonnen wird“, sagt der Vorstand Sport und ergänzt: „Die Mannschaft hat einen sehr wichtigen Sieg eingefahren. Es war von Anfang ein Spiel ohne Atempause, mit hoher Intensität. Wir haben uns die Deutungshoheit über die Partie erarbeitet.“ Zeit, den Heimsieg auszukosten, ist kaum vorhanden. Und das aus mehreren Gründen.

Einerseits stellte die Begegnung allemal eine Zwischenetappe in der „Crunchtime“ der Liga dar, weitere herausfordernde Aufgaben warten auf die Jungs aus Cannstatt. Andererseits richtet sich der Fokus bereits auf das Achtelfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League am Donnerstag beim FC Porto. Der VfB möchte das 1:2 aus dem Hinspiel aufholen. Mit dem Willen und der Entschlossenheit aus dem Leipzig-Auftritt ist das Team mit dem roten Brustring gut gerüstet.

Die nächsten Termine:

Vor der Länderspiel-Phase zum Ende des Monats März 2026 erwarten die Jungs aus Cannstatt noch zwei Pflichtspiele. Am Donnerstag, 19. März 2026, absolviert der VfB das Achtelfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League – der Anpfiff ertönt um 21 Uhr beim FC Porto im „Estádio do Dragão“. Danach wird wieder in der Bundesliga gespielt: Am Sonntag, 22. März 2026, tritt der VfB beim FC Augsburg an – los geht’s ab 19.30 Uhr in der „WWK Arena“.