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Gegen den SC Freiburg feierte der VfB im April 2013 zwei Siege in wenigen Tagen – und zog unter anderem ins DFB-Pokalfinale ein.
Am bislang letzten „Doppel-Spieltag" verlor der VfB im Oktober 2019 zunächst in der 2. Bundesliga mit 2:6 beim HSV, revanchierte sich im Pokal an gleicher Stelle aber kurz darauf.
Profis 28. Oktober 2025

Doppelt hält besser

Wenige Tage nach dem Bundesliga-Duell in der MHP Arena tritt der VfB am Mittwochabend im DFB-Pokal bei Mainz 05 an. Den Jungs aus Cannstatt bietet sich dabei die Gelegenheit, die eigene Bilanz in Sachen „Doppel-Spieltage“ etwas aufzuhübschen.

Kaum haben sich die Wege getrennt, steht man sich schon wieder gegenüber: Dass zwei Clubs innerhalb einiger Tage in verschiedenen Wettbewerben aufeinandertreffen, kommt zwar selten vor, ist aber keineswegs ungewöhnlich. Wenn der VfB am Mittwochabend zur zweiten Runde im DFB-Pokal in der Mainzer Mewa Arena antritt, ist drei Tage nach dem Bundesliga-Duell in Stuttgart genau das der Fall.

Bis 1983/1984 an „Doppel-Spieltagen“ nichts zu holen

Bereits 16-mal bestritt der VfB in seiner Vereinsgeschichte solche „Doppel-Spieltage“, an denen er in zwei aufeinanderfolgenden Pflichtspielen und in verschiedenen Wettbewerben gegen ein und denselben Gegner spielte. Erstmals war das im Januar 1965 der Fall, als die Jungs aus Cannstatt innerhalb von sieben Tagen zweimal auswärts beim FC Schalke 04 antraten. Doch sowohl im Bundesliga-Spiel (1:3) als auch im DFB-Pokalduell (2:4) zog der VfB damals den Kürzeren. Auch ziemlich genau ein Jahr später, als es zweimal gegen den MSV Duisburg ging, war für die Elf im Brustringdress weder in der Liga (2:5) noch im Pokal (0:2) etwas zu holen.

Tatsächlich dauerte es bis zum September 1978, ehe für den VfB nach zuvor vier ertraglosen „Doppel-Spieltagen“ erstmals etwas drin war. Nach dem Ausscheiden im Pokal (2:3) revanchierte sich die damals von Jürgen Sundermann trainierte Elf eine Woche später mit einem 3:2-Bundesliga-Auswärtssieg beim FC Schalke. In der Saison 1983/1984 blieb der VfB erstmals ungeschlagen in einem solchen Duell. Zunächst gewann er sein Bundesliga-Gastspiel beim Hamburger SV mit 2:0 im letzten Spiel vor der Winterpause, in der ersten Partie danach gab es ein 1:1 im DFB-Pokal. Das fällige Nachholspiel zogen die Jungs aus Cannstatt wiederum zwei Wochen später mit 4:3 n.V. auf ihre Seite und sorgten so, wenn auch im „Nachsitzen“, für den ersten rundum erfolgreichen „Doppel-Spieltag“.

Bessere Ergebnisse seit der Jahrtausendwende

Ungeschlagen blieb der VfB darüber hinaus in drei weiteren dieser „Doppel-Duelle“: Ende 2000 gab es gegen den SC Freiburg in zwei Heimspielen ein torloses Bundesliga-Remis sowie einen 2:1-Sieg im DFB-Pokal. Ähnlich verliefen auch die beiden in Stuttgart ausgetragenen Duelle mit Hertha BSC im Februar 2007, als das Bundesliga-Spiel ebenfalls ohne Tore endete und der VfB im Pokal-Viertelfinale mit 2:0 gewann. Sechs Jahre später gelang dem VfB unter Bruno Labbadia ein Novum, als sich die Jungs aus Cannstatt gegen den SC Freiburg sowohl im DFB-Pokal-Halbfinale als auch in der Bundesliga mit 2:1 durchsetzten.

Seinen letzten „Doppel-Spieltag“ bestritt der VfB während der Zweitliga-Saison 2019/2020. Gegen den Hamburger SV musste der damals von Tim Walter trainierte Club zunächst eine schmerzhafte 2:6-Niederlage in der Hansestadt einstecken, revanchierte sich wenige Tage danach aber ebenfalls auswärts mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung im DFB-Pokal. Gegen Mainz 05 gilt es nun, weitere Argumente für eine positive Bilanz dieser Serie zu liefern.