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Profis 12. Februar 2026

Die Jecken kommen

Am Faschings-Wochenende gastiert der 1. FC Köln in der MHP Arena. Die Rheinländer belegen derzeit einen Mittelfeldplatz und haben einige Topwerte vorzuweisen. Der Gegner im Check:

Die Ausgangslage

Der 1. FC Köln erspielte sich im bisherigen Saisonverlauf 23 Zähler und belegt mit einem Vorsprung von vier Punkten auf den Relegationsrang derzeit Platz zehn. Seit dem Ausscheiden in der zweiten DFB-Pokalrunde gegen den FC Bayern (1:4) Ende Oktober 2025 verbuchten die Rheinländer in der Bundesliga jeweils drei Siege und Remis sowie sieben Niederlagen. In den vergangenen fünf Auswärtsspielen holte der FC zwei Punkte.

Der Trainer

Nach sieben Jahren als Trainer der badischen Amateurclubs OSV Rastatt und TSV Reichenbach wagte Lukas Kwasniok im Jahr 2014 den Sprung in die Jugendabteilung des Karlsruher SC, von wo er sich schrittweise bis in die Bundesliga hocharbeitete. Über die U17 und U19 sowie einen Kurzeinsatz als Interimstrainer der KSC-Profis ging es zum FC Carl Zeiss Jena in die dritte Liga, in welche er später mit seinem nächsten Club, dem 1. FC Saarbrücken, aufstieg. Im Anschluss folgte eine erfolgreiche vierjährige Amtszeit beim SC Paderborn, welche mit dem Wechsel zum 1. FC Köln im Sommer 2025 endete.

Auf die Entwicklung seiner Mannschaft seit dem Saisonstart ist der in Polen geborene Cheftrainer stolz: „Für uns gilt es, immer an unserem absoluten Maximum zu agieren. Wir können mittlerweile mit unserem Leistungsmaximum gegen die Großen auf Augenhöhe agieren, das Spiel gegen Leipzig war ein weiterer Step in diese Richtung", so Lukas Kwasniok vor dem Spiel in Stuttgart.

Der Sprinter und Dauerbrenner

Jakub Kaminski ist für den 1. FC Köln so etwas wie der Königstransfer des vergangenen Sommers. Mit einer Gesamt-Distanz von 241,3 zurückgelegten Kilometern gehört er ebenso zur Ligaspitze (Platz fünf) wie auch in puncto Sprints (458) und „intensive Läufe“, also Läufe mit einer Geschwindigkeit zwischen 20 und 25 km/h (1.645, jeweils Platz drei). Außerdem ist er der Kölner mit der meisten Einsatzzeit und verpasste lediglich 19 Minuten an den bisherigen 21 Spieltagen.

Das Kopfball-Monster

Auch Stürmer Ragnar Ache, der sich dem FC im Sommer 2025 vom 1. FC Kaiserslautern kommend angeschlossen hatte, gehört in einer Rubrik zu den Führenden in der Bundesliga. Mit 101 gewonnenen Kopfballduellen muss sich der 27-Jährige nur hinter Union Berlins Leopold Querfeld einsortieren, der mit 106 gewonnenen Luft-Zweikämpfen den Spitzenplatz belegt.

Der Rückhalt

Dass der 1. FC Köln auch im Tor über Qualität verfügt, untermalen die Statistiken von Schlussmann und Kapitän Marvin Schwäbe. Der 30-Jährige, der seit etwas mehr als vier Jahren als Stammtorhüter der Geißböcke fungiert, parierte in der laufenden Spielzeit bereits 71 Bälle, was nur Moritz Nicholas (Borussia M‘Gladbach, 86 gehaltene Schüsse) und Kamil Grabara (VfL Wolfsburg, 74) überbieten.

Der Top-Torschütze

Bester Torjäger der Kölner und ganz sicher eine der Entdeckungen der bisherigen Saison: der 21 Jahre alte Shootingstar Said El Mala, der vor allem in der Hinrunde mit seiner unbeschwerten Spielweise für Furore sorgte. Alle seiner zehn Scorerpunkte (sieben Tore und drei Vorlagen) steuerte der Linksaußen bis zum 16. Spieltag bei. Zwar kam seit Mitte Januar 2026 kein weiterer Scorer hinzu, mit seiner bisherigen Ausbeute belegt Said El Mala aber weiterhin den ersten Platz in der internen Scorer-Liste.

Die „fünfte Jahreszeit“

Klar, Köln ist bekannt als Karnevalshochburg. Und genau in dieser „fünften Jahreszeit“ findet das Aufeinandertreffen mit den Domstädtern statt. Dabei reist der 1. FC Köln nicht zum ersten Mal am Faschings-Wochenende nach Bad Cannstatt. Bereits vor drei Jahren, im Februar 2023, war das der Fall gewesen. Der VfB gewann nach Toren von Gil Dias, Borna Sosa und Tanguy Coulibaly mit 3:0 und feierte einen verdienten Heimsieg.