Die Ligaphase
Der FC Porto qualifizierte sich als Tabellenfünfter der UEFA Europa League-Ligaphase mit 17 Punkten aus den acht Partien direkt für die Runde der letzten 16 Teams. Lediglich das Auswärtsspiel bei Nottingham Forest verlor der Club am 3. Spieltag mit 0:2. Neben zwei 1:1-Unentschieden in Utrecht und bei Viktoria Pilsen gewannen die Blau-Weißen bei RB Salzburg (1:0) sowie alle ihre vier Heimspiele gegen Roter Stern Belgrad (2:1), Nizza (3:0), Malmö (2:1) und die Glasgow Rangers (3:1).
Die nationale Meisterschaft
In der heimischen Liga Portugal führt der FC Porto aktuell mit 62 Punkten aus 23 Partien das Klassement vor den beiden Lissaboner Clubs Sporting und Benfica an. Somit besteht eine durchaus realistische Chance, erstmals seit der Saison 2021/2022 wieder die Meisterschaft gewinnen zu können. In den zurückliegenden drei Spielzeiten zog Porto im Vergleich mit Benfica und Sporting jeweils den Kürzeren.
Die Historie
Die erfolgreichste Phase des FC Porto in der heimischen Liga waren die 1990er Jahre mit insgesamt sieben Meisterschaften sowie weiteren neun Titeln zwischen 2003 und 2013. Mit insgesamt 30 nationalen Meisterschaften liegt der FC Porto auf Rang zwei hinter Benfica Lissabon (38). Dazu kommen 20 Pokalsiege und – als größter Erfolg der Vereinsgeschichte – der Gewinn der UEFA Champions League 2004 sowie des Vorgänger-Wettbewerbes, des Europapokals der Landesmeister, in der Spielzeit 1986/1987. Zudem gewann der FC Porto in der Saison 2010/2011 auch einmal die UEFA Europa League.
Der Trainer
Gecoacht wird der FC Porto seit Beginn dieser Saison von dem erst 36 Jahre alten Italiener Francesco Farioli. Trotz seines jungen Alters konnte Francesco Farioli bereits jede Menge internationale Erfahrung sammeln. In seiner italienischen Heimat arbeitete er zunächst als Torwarttrainer für Benevento und Sassuolo und anschließend als Chefcoach in der Türkei für Fatih Karagümrük und Alanyaspor. Es folgte ein Wechsel zu OGC Nizza in Frankreich sowie danach ein Engagement beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam. Einen Titel konnte Farioli mit seinen Teams bislang noch nicht gewinnen.
Die Stars
Der Kader des FC Porto ist gespickt mit zahlreichen Top-Spielern. Kapitän der Mannschaft ist Torhüter und Nationalkeeper Diogo Costa. Neben ihm gehören der von Arsenal London geliehene polnische Innenverteidiger Jakub Kiwior, der argentinische Mittelfeldspieler Alan Varela, Dänemarks Auswahlspieler Victor Froholdt sowie das erst 18-jährige Eigengewächs Rodrigo Mora zu den wichtigsten Akteuren. Mit 20 Saisontreffern ist der spanische A-Nationalspieler Samu Aghehowa der mit Abstand beste Schütze des Teams, der Porto aber aufgrund eines Kreuzbandrisses über Monate nicht zur Verfügung stehen wird. Deshalb müssen andere in die Bresche springen – wie etwa die Offensivkräfte William Gomes (8 Tore), Borja Sainz (7) oder Deniz Gül (4).
Der Bundesliga-Bezug
Im Kader des FC Porto steht mit dem Niederländer Luuk de Jong auch ein ehemaliger Bundesliga-Profi. Vor etwas mehr als zehn Jahren heuerte er bei Borussia Mönchengladbach an und absolvierte insgesamt 36 Bundesliga-Spiele für die Elf vom Niederrhein. Im Herbst seiner Karriere kann er aktuell jedoch keine Hilfe für die Portugiesen sein, da er wie Sturmkollege Samu an einem Kreuzbandriss laboriert. Das Duell zwischen Porto und dem VfB ist indes der erste Vergleich überhaupt. Noch nie zuvor sind sich die Clubs auf internationalem Terrain begegnet.
Die Stadt
Mit circa 230.000 Einwohnern ist Porto nach der Hauptstadt Lissabon die zweitgrößte „Metropole“ des Landes. Der Name „Porto“ heißt im Deutschen übersetzt „Hafen“. Die im Nordwesten Portugals gelegene Stadt an der Douro-Mündung zum Atlantik gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und hat einiges zu bieten. Porto ist ein Paradies für Genießer und Weinkenner. Bekannt als Heimat des Portweins, der in „Vila Nova de Gaia“ reift, prägen die Altstadt „Ribeira“, barocke Kirchen und die imposante Brücke „Ponte Dom Luís I“ das Stadtbild.