Im Achtelfinale der UEFA Europa League kommt es zu einer Premiere. Erstmals überhaupt wird sich der VfB mit dem portugiesischen Top-Team FC Porto messen. Porto gehört zu den großen Clubs in Europa, sodass in der MHP Arena fast schon „Königsklassen“-Flair aufkommen wird. Da in der Vorsaison in der Liga Portugals nur Platz drei hinter den beiden Lissaboner Clubs Sporting und Benfica gelang, muss sich das Team des italienischen Cheftrainers Francesco Farioli aktuell mit dem zweitgrößten europäischen Wettbewerb begnügen. Dort konnten die Blau-Weißen jedoch einige Ausrufezeichen setzen.
Sieg in der UEFA Champions League im Jahr 2004
Die Portugiesen kamen weitgehend unbeschadet durch die Ligaphase und qualifizierten sich souverän und auf direktem Wege für die nun anstehende Runde der letzten 16 Mannschaften. Damit untermauerte der FC Porto seine Ambition auf internationaler Bühne. Schließlich konnte der Verein vor 15 Jahren die UEFA Europa League bereits gewinnen, im rein portugiesischen Finale gegen Braga setzte sich der FC Porto damals mit 1:0 durch. Ein weiterer, großer Triumph gelang am 26. Mai 2004 in der Arena auf Schalke: Im Finale der UEFA Champions League besiegte die seinerzeit von José Mourinho gecoachte Mannschaft die AS Monaco klar mit 3:0 und holte sich den Titel. Das Team aus den frühen 2000er Jahre gehört zu den besten Mannschaften in der Geschichte des FC Porto, was nicht nur der “Königsklassen“-Titel unterstreicht, sondern auch neun nationale Meisterschaften zwischen 2003 und 2013. Spieler wie Torhüter Vitor Baia, die späteren Chelsea-Legionäre Paulo Ferreira und Ricardo Carvalho, Kapitän und Abwehrchef Jorge Costa, die Mittelfeldstrategen Costinha und Deco, der wie Ferreira mit Chelsea später auch mit Barcelona die Königsklasse gewinnen konnte, oder die einstigen Bundesliga-Profis Maniche (1. FC Köln) und Carlos Alberto (Werder Bremen) wurden zu wahren Club-Legenden. Ob einer aus dem aktuellen Porto-Team das Zeug zur Legende hat, wird sich erst noch zeigen müssen.
Klar ist aber schon jetzt, dass mit dem erst 18-jährigen Rodrigo Mora das nächste Top-Talent in den Startlöchern steht. Er ist die aktuell wohl heißeste Aktie und setzt damit die lange Tradition von selbst ausgebildeten Klasse-Spielern fort. Denn Rodrigo Moras Vorgänger waren beispielsweise der heutige Juventus-Turin-Profi Francisco Conceição, der von Arsenal an den Hamburger SV ausgeliehene Fabio Vieira, Dortmund-Stürmer Fabio Silva, die Nationalspieler Diogo Dalot und Ruben Neves oder PSG-Star Vitinha, die allesamt in der Akademie der Blau-Weißen ausgebildet wurden.
FC Porto spielt meist im 4-3-3-System
Dasselbe gilt auch für den Kapitän der aktuellen Porto-Mannschaft, Nationalkeeper Diogo Costa. Er ist unumstritten und im 4-3-3-System ein sicherer Rückhalt. Im Abwehrzentrum bilden meist die beiden Polen Jakub Kiwior und Jan Bednarek ein Bollwerk. Der von Arsenal geliehene Jakub Kiwior war zuletzt jedoch länger angeschlagen, weshalb auch der junge Kroate Dominik Prpic eine Option sein könnte. Der Argentinier Nahuen Perez fehlt verletzungsbedingt (Achillessehnenriss) und Routinier Thiago Silva kommt im hohen Alter von 41 Jahren nur noch sporadisch zum Zug. Rechts dürfte Alberto Costa verteidigen, da Martim Fernandes (Fersensporn) zuletzt länger fehlte. Auf der linken Seite hat Francisco Moura normalerweise die Nase vorn im Duell mit Zaidu Sanusi.
Der Argentinier Alan Varela ist auf der Sechs gesetzt. Sein Ersatzmann heißt Pablo Rosario. Erste Wahl auf den beiden Halbpositionen sind der Däne Victor Froholdt und Talent Rodrigo Mora. Optional stehen der Spanier Gabi Veiga und der von Rennes geliehene Seko Fofana zur Verfügung. Da sowohl Routinier Luuk de Jong als auch Top-Stürmer Samu (beide Kreuzbandriss) ausfallen, streiten sich Deniz Gül und der aus Nizza geliehene Nigerianer Terem Moffi um die Mittelstürmerposition. Und auf Außen stehen mit den Brasilianern Pepe und William Gomes sowie dem Spanier Borja Sainz drei Mann für zwei Plätze zur Verfügung. Das erst kürzlich verpflichtete 17-jährige polnische Top-Talent Oskar Pietuszewski hat derweil noch keine Spielberechtigung.
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