Die Ausgangslage
Der 1. FC Heidenheim belegt derzeit den 18. Platz der Bundesligatabelle. Seit dem 19. Spieltag stehen die Heidenheimer am Tabellenende und haben mittlerweile sechs Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16. Seit Jahresstart gingen fünf von sieben Spielen verloren, hinzu kommen zwei Remis. Ihren bislang letzten „Dreier“ fuhr die Elf von Cheftrainer Frank Schmidt Anfang Dezember 2025 gegen den SC Freiburg ein (13. Spieltag, 2:1).
Der Trainer
Trotz der aktuellen sportlichen Lage genießt Frank Schmidt weiterhin volles Vertrauen beim FCH. Der 52-jährige gebürtige Heidenheimer, der seit September 2007 an der Seitenlinie der Ost-Württemberger steht, bestreitet am Sonntag bereits sein 734. Pflichtspiel als FCH-Coach. Im Abstiegskampf gibt sich der dienstälteste Cheftrainer der Bundesliga kämpferisch: „Es ist wichtig, dass wir zusammenhalten und widerstandsfähig bleiben. Das Entscheidende ist ein unabdingbarer Zusammenhalt, wo sich keiner aufgibt, wo jeder weitermacht, und seine Energie teilt. Wir dürfen nicht so viel nachdenken, sondern uns sagen, dass es wieder Zeit wird, dass wir mal wieder ein Spiel gewinnen."
Der Top-Torjäger
Nachdem er in den beiden vorangegangenen Bundesliga-Saisons keinen Treffer erzielen konnte, durfte Stefan Schimmer in der laufenden Spielzeit bereits fünfmal jubeln. Mit seiner aktuellen Trefferausbeute (dazu eine Vorlage) ist Stefan Schimmer der Top-Torschütze (und -Scorer) des FCH. Im Schnitt erzielt er alle 119 Minuten einen Bundesligatreffer und liegt mit dieser Quote in etwa gleichauf mit Ermedin Demirovic (sieben Tore, 117 Minuten) und Deniz Undav (zwölf Tore, 113 Minuten).
Der Sprinter
Kein Feldspieler setzte in der laufenden Bundesliga-Saison häufiger zu Sprints an als Heidenheims Arijon Ibrahimovic. Der 20-jährige Leihspieler des FC Bayern kommt auf 496 Sprints (Läufe mit mindestens 25 km/h Geschwindigkeit) und damit sechs mehr als der Zweitplatzierte Vladimir Coufal (TSG Hoffenheim).
Das Wiedersehen
Am Sonntag könnte es zum Wiedersehen mit VfB-Leihgabe Leonidas Stergiou kommen. Der 23-jährige Schweizer Nationalspieler, der sich den Jungs aus Cannstatt im Sommer 2023 zunächst als Leihspieler des FC St. Gallen angeschlossen hatte, wechselte zum Rückrundenstart nach Ost-Württemberg. Nach zwei Einsätzen gegen den VfL Wolfsburg und RB Leipzig fiel er für zwei Spiele aufgrund einer Adduktorenverletzung aus, ehe er vergangene Woche zumindest wieder auf der Bank saß.
Der Rückhalt
Nur Gladbachs Moritz Nicholas (120) bekam in der laufenden Saison mehr Schüsse auf das Tor als Heidenheims Diant Ramaj (117). 73 dieser Schüsse konnte der 24-Jährige parieren, eine Weiße Weste war ihm jedoch noch nicht vergönnt. Der in Stuttgart geborene Schlussmann verbringt die aktuelle Saison als Leihspieler des BVB in Heidenheim. Bereits in der Jugend hatte er das rot-blaue Trikot des FCH getragen, ehe es ihn zu Eintracht Frankfurt zog.
Der Unkaputtbare
Als einer von nur fünf Feldspielern absolvierte Heidenheims Defensivspieler Patrick Mainka jede einzelne Spielminute in der laufenden Saison. Das hat er auch schon in der Vorsaison geschafft. Und auch in der Saison davor. Dass er trotzdem ein Mensch und keine Maschine ist, bewies der Kapitän in der Aufstiegssaison 2022/2023 der Heidenheimer. Damals verpasste er über die Saison hinweg acht Spielminuten.