Für die Borussia startete die neue Pflichtspielsaison vor zwei Wochen mit dem DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den niedersächsischen Oberligisten SV Atlas Delmenhorst. Zwar gewannen die Gladbacher das Spiel mit 3:2, gaben dabei aber zweimal die eigene Führung her und mussten lange ums Weiterkommen zittern. In der Bundesliga ließen die Rheinländer trotz deutlichen spielerischen Übergewichts ein torloses Remis gegen den Hamburger SV folgen. Es war das achte Ligaspiel in Serie, dass Borussia Mönchengladbach nicht gewann. Letztmals fuhr der Club im Heimspiel gegen RB Leipzig Ende März einen Sieg ein.
Neuzugänge in vielen Mannschaftsbereichen
Im Sommer verstärkte sich die Borussia punktuell in einigen Mannschaftsbereichen. Für die Abwehr wurde der in den Niederlanden geborene und aufgewachsene indonesische Nationalspieler Kevin Diks an den Niederrhein gelotst. Mittelfeldspieler Jens Castrop schloss sich den „Fohlen“ vom 1. FC Nürnberg kommend an und von Borussia Dortmund kam außerdem Kreativspieler Giovani Reyna nach Gladbach. Auch in der Offensive legte der Club nach: In Haris Tabakovic (TSG Hoffenheim) und Shuto Machino (Holstein Kiel) wurden zwei Angreifer verpflichtet, womit auch der verletzungsbedingte Ausfall des neuen Kapitäns Tim Kleindienst aufgefangen werden soll. In Mittelstürmer Grant-Leon Ranos (1. FC Kaiserslautern) und Mittelfeldspieler Oscar Fraulo (FC Utrecht) kehrten zwei Leihspieler nach Gladbach zurück.
Ein Geschenk zum Geburtstag
Kurz vor dem Pflichtspielstart beging die Gladbacher Borussia ihr 125. Vereinsjubiläum. Am 2. August siegte die „Fohlenelf“ mit 2:0 gegen den spanischen Erstligisten FC Valencia. Ihren Beinamen bekam der im Jahr 1900 gegründete Club in den 1970er-Jahren verliehen, der erfolgreichsten Zeit der Vereinsgeschichte. Mit einer explosiven Offensive und zahlreichen jungen Spielern wie Jupp Heynckes, Günter Netzer und Berti Vogts dominierte Borussia Mönchengladbach in jenem Jahrzehnt die Bundesliga (fünf Meisterschaften und zwei Vizemeisterschaften) und sorgte auch international für Furore (zwei UEFA-Cup-Siege, zwei weitere Finalteilnahmen sowie eine Teilnahme am Pokalfinale der Landesmeister).
Zum 125. Geburtstag beschenkte der Club sich und seine Fans nun selbst: So wurde vor dem Borussia-Park eine 4,50 Meter hohe und 6,5 Tonnen schwere Bronzestatue in Form eines Fohlens enthüllt, auf der sich bis zu 1900 Vereinsmitglieder – angelehnt an das Gründungsjahr – auf einer Plakette verewigen können.