Die Form
Der SC Freiburg präsentierte sich in den vergangenen Monaten in einer sehr guten Verfassung. Seit dem 2:6 beim FC Bayern am 11. Spieltag verloren die Breisgauer wettbewerbsübergreifend nur drei der vergangenen zwölf Spiele – die Bundesliga-Partien in Heidenheim (1:2) und in Leipzig (0:2) sowie das UEFA Europa League-Auswärtsspiel in Lille (0:1). Während es in der UEFA Europa League im Auswärtsspiel bei Viktoria Pilsen ein torloses Remis gab, teilte der SCF sonst nur in Dortmund (1:1) sowie in Augsburg (2:2) die Punkte. Ansonsten feierte das Team von Julian Schuster sieben Siege.
Der Trainer
Viel zu klagen hat Freiburgs Cheftrainer Julian Schuster dieser Tage nicht: Während dem SC Freiburg in der UEFA Europa League der direkte Sprung ins Achtelfinale gelang, steht das Team des langjährigen SCF-Profis in der Bundesliga auf einem soliden siebten Rang, wobei dieselbe Punkteausbeute wie vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt der Saison – nämlich 27 – zu Buche steht. Damals erreichte der SCF am Ende noch Platz fünf und scheiterte nur hauchzart an der erstmaligen Qualifikation für die Königsklasse.
Die Neuzugänge
Im Sommer leistete der SC Freiburg gute Arbeit auf dem Transfermarkt – zumindest, wenn man sich die erfolgreichsten Torschützen der Breisgauer anschaut. Denn nach dem Freiburger Routinier Vincenzo Grifo, der bereits sechsmal traf, reihen sich auf den Plätzen zwei bis vier der internen Bestenliste Igor Matanovic (fünf Tore), Derry Scherhant (vier) und Yuito Suzuki (drei) ein, die allesamt im vergangenen Sommer zum UEFA Europa League-Teilnehmer stießen. Besonders Igor Matanovic ist in bestechender Form: In den vier Bundesliga-Partien seit dem Jahreswechsel gelangen ihm drei Treffer.
Der Wirbelwind
Eine der Entdeckungen der aktuellen Saison ist der 20-jährige Johan Manzambi, der seit der vergangenen Spielzeit zum Profikader des SCF gehört und in dieser seine ersten elf Bundesliga-Einsätze sammeln konnte. Mit drei Toren und drei Vorlagen in 16 Einsätzen gehört der offensive Mittelfeldspieler in der laufenden Saison zu den erfolgreichsten Akteuren des SC Freiburg und führt die Bundesliga in einem Ranking sogar komplett an: Kein anderer Spieler wurde häufiger von seinen Gegenspielern gefoult als der achtmalige Schweizer Nationalspieler (47 Fouls).
Der Nimmermüde
Keine Sekunde ohne ihn: Maximilian Eggestein, der seit 2021 im Trikot des SCF aufläuft, verpasste in dieser Saison noch keine einzige der bisherigen 1.710 Spielminuten. Da verwundert es nicht, dass der aus Hannover stammende Mittelfeldspieler auch unter den Spielern mit der größten zurückgelegten Laufdistanzen einen Spitzenplatz belegt. An den bislang 19 Bundesliga-Spieltagen lief nur der Hoffenheimer Vladimir Coufal (255,6 km) noch weiter als der Freiburger (225,1 km).
Die Comebacker
Der SC Freiburg sammelte in dieser Bundesliga-Saison 15 Punkte nach Rückständen, das ist alleiniger Ligabestwert – darunter sind alle sieben Punkte im Kalenderjahr 2026. Der VfB kommt auf 13 Punkte nach Rückständen, das überbietet außer Freiburg nur der FC Bayern (14).
Die Standard-Experten
Der SCF erzielte in dieser Bundesliga-Saison bereits 15 Tore nach Standard-Situationen sowie acht nach Eckbällen – das überbietet jeweils nur der FC Bayern München (18, davon neun nach Ecken). Der VfB kassierte als einziger Verein ligaweit erst ein Gegentor nach einem Eckball und insgesamt nur sechs Standard-Gegentore, nur RB Leipzig noch weniger (vier).
Die Historie
Nach 13 Jahren könnte es in diesem Jahr zur Neuauflage des DFB-Pokal-Halbfinals der Saison 2012/2013 kommen. Wie dem VfB, der am kommenden Mittwoch, 4. Februar 2026, bei Zweitligist Holstein Kiel antritt, gelang auch den Freiburgern der Sprung unter die letzten Acht. Im Viertelfinale trifft die Schuster-Elf sechs Tage nach dem Spiel des VfB auswärts auf Hertha BSC und greift nach der ersten Halbfinalteilnahme seit drei Jahren. Im April 2013 setzte sich der VfB im Heimspiel gegen den SC Freiburg nach Treffern von Arthur Boka und Martin Harnik mit 2:1 durch – Julian Schuster stand als Kapitän der Gäste 90 Minuten auf dem Platz.
Freier Verkauf für das Baden-Württemberg-Duell
Für das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag, 1. Februar 2026, um 15.30 Uhr, gegen den SC Freiburg sind noch Tickets in verschiedenen Kategorien verfügbar.