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Profis 24. Januar 2026

Auferstanden dank Torjäger und Ex-Profi

Gladbach hat sich im Saisonverlauf stabilisiert, ist aber noch deutlich von früherer Stärke entfernt. Zwei Spieler sind im Winter neu hinzugekommen. Der Gegner im Check:

Die Form

Nachdem bereits das Heimspiel am ersten Bundesliga-Spieltag torlos zu Ende gegangen war, trennten sich Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV auch zum Rückrunden-Start am vergangenen Wochenende erneut mit 0:0. In der Vorwoche durchlebten die „Fohlen“ übrigens ein Wechselbad der Gefühle: Auf den berauschenden 4:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg kam es unter der Woche zu einem heftigen 1:5 bei der TSG Hoffenheim, ehe das genannte 0:0 in Hamburg folgte. Fazit: Mönchengladbach ist in dieser Saison unberechenbar.

Der Trainer

Als der VfB Ende August 2025 im Bundesliga-Heimspiel gegen die Borussia dank des Treffers von Chema mit 1:0 gewann, hieß der Cheftrainer der Gäste noch Gerardo Seoane. Der Schweizer Übungsleiter musste nach dem misslungenen Start mit einem Punkt sowie einem Torverhältnis von 0:5 aus den ersten drei Spielen jedoch gehen. Auf ihn folgte – zunächst interimsweise – der frühere Bundesliga-Profi Eugen Polanski (254 Spiele für Gladbach, Mainz 05 und die TSG Hoffenheim), der bis dato die zweite Mannschaft der Borussia gecoacht hatte. Unter der Führung des 39-Jährigen gelang eine Verbesserung: Mit 20 Punkten belegt die Borussia derzeit Platz elf.

Die Wintertransfers

Zwei Spieler hat die Borussia im Winter neu hinzugeholt – beide auf Leihbasis. Vom englischen Premier-League-Club Tottenham Hotspur kam der japanische Verteidiger Kota Takai. Am Mittwoch folgte der zweite Zugang: Alejo Sarco von Bayer Leverkusen, ein argentinischer Stürmer, absolvierte seine ersten Einheiten mit seinen neuen Teamkollegen. „Man konnte bereits erkennen, welche Qualitäten er mitbringt“, sagt Chefcoach Eugen Polanski: „Natürlich muss er sich zunächst zurechtfinden, aber er macht einen guten Eindruck. Wir werden die kommenden Tage nutzen, um ihn möglichst schnell zu integrieren.“

Der Torjäger

Für den Schweizer Angreifer Haris Tabakovic hätte seine Leihe von der TSG Hoffenheim zu Borussia Mönchengladbach kaum besser verlaufen können. Nachdem er von der Borussia als Ersatz für den langzeitverletzten Tim Kleindienst verpflichtet wurde, entwickelte sich der 31-jährige Stürmer mit bosnischen Wurzeln zur Lebensversicherung für die „Fohlenelf“. Mit bereits neun Saisontoren belegt er in der Bundesliga-Torjägerliste den geteilten vierten Platz (mit Luis Diaz) hinter Harry Kane (21 Tore), Michael Olise und Deniz Undav (beide zehn Tore).

Der Rückhalt

Nach Jahren der verletzungs- sowie hin und wieder auch leistungsbedingten Rotation im Gladbacher Tor hat sich in Moritz Nicolas ein stabiler Rückhalt für die Borussia gefunden. Nachdem es in der Vorsaison nur zu 19 Einsätzen reichte, stand der 28-Jährige in dieser Spielzeit in jeder Partie zwischen den Pfosten und gehört dabei zu den Besten seines Fachs: Er weist gegenwärtig eine Abwehrquote von 72,6 Prozent auf – nur Gregor Kobel (BVB; 75,4 Prozent) und Mark Flekken (Bayer 04; 73,2 Prozent) haben einen noch besseren Wert.

Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt

Vor dem Anpfiff ihres Bundesliga-Spiels am Sonntag setzen Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart ein gesellschaftspolitisches Zeichen. Die Spieler beider Clubs und das Schiedsrichter-Team versammeln sich hinter einem Banner, auf dem sich für Erinnerung und Vielfalt ausgesprochen wird. Die Aktion ist Teil der ligaweiten „Nie wieder!“-Aktion. Mit ihr gedenkt der deutsche Fußball seit mehr als 20 Jahren an den Spieltagen rund um den 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, der von den Nationalsozialisten verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.