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Profis 8. Januar 2026

In die Spur gefunden

Viele Abgänge, viele Zugänge und dazu noch ein früher Trainerwechsel: Nach einem turbulenten Sommer hat Bayer Leverkusen seinen Umbruch erfolgreich vollzogen und mischt in der Bundesliga wieder ganz oben mit.

Nachdem Bayer Leverkusen im Spätsommer 2025 aufgrund der frühen Entlassung vom gerade erst installierten Chefcoach Erik ten Haag für großes Aufsehen sorgte, mauserte sich der Vizemeister der vergangenen Saison nach dem großen qualitativen Aderlass im Sommer im Stillen wieder zu einem Topteam und belegte zur Winterpause Platz drei hinter Bayern München und RB Leipzig. Das ist vor allem dem langjährigen dänischen Nationaltrainer Kasper Hjulmand zu verdanken, der nach seiner Einstellung neun Siege in seinen ersten 13 Bundesliga-Spielen einfuhr und die mit jungen Spielern gespickte Mannschaft schnell auf Kurs brachte. So gehören die Offensivakteure Christian Kofane (19 Jahre, fünf Tore und fünf Vorlagen), Ernest Poku (21, vier/vier), Ibrahim Maza (20, vier/drei) und Malik Tillman (23, drei Tore) zu den Entdeckungen der bisherigen Bundesliga-Saison.

Zittern in der Königsklasse

Während die Werkself als Drittplatzierter der Bundesliga auf Kurs ist, auch in der nächsten Spielzeit an der UEFA Champions League teilzunehmen, kämpft die Elf von Kasper Hjulmand in Europas Königsklasse noch ums Weiterkommen. Nach sechs von acht Spielen belegt Leverkusen mit neun Punkten Platz 20, der für die Playoff-Runde reichen würde. Entsprechend wichtig werden das Auswärtsspiel bei Olympiakos Piräus (Platz 29, fünf Punkte) und das Heimspiel gegen den FC Villareal (Platz 35, ein Punkt). In der vergangenen Saison waren elf Punkte für das Weiterkommen nötig.

Zahlreiche Abstellungen für den Afrika-Cup

Die guten Leistungen der Leverkusener im Ligabetrieb und das Aufspielen in der UEFA Champions League brachten im Winter auch einen personellen Nachteil für die Werkself mit sich: Vier Spieler der Leverkusener, mehr als von jedem anderen Bundesliga-Team, weilen oder weilten beim Afrika-Cup in Marokko, an dem auch VfB-Akteur Bilal El Khannouss als Spieler der Gastgeber-Nation teilnimmt. Edmond Tapsoba (Burkina Faso), Ibrahim Maza (Algerien), Eliesse Ben Seghir (Marokko) und Christian Kofane (Kamerun) fehlten dem ungeschlagenen Meister der Saison 2023/2024 zuletzt. Zumindest Edmond Tapsoba könnte Bayer in naher Zukunft wieder helfen, nachdem Burkina Faso im Achtelfinale von der Elfenbeinküste aus dem Turnier geworfen wurde. Die drei anderen Akteure mischen weiterhin mit – und treffen im Fall von Christian Kofane sowie Eliesse Ben Seghir und Bilal El Khannouss im Viertelfinale am Freitagabend sogar aufeinander.