Das Los hat entschieden. In den Playoffs der UEFA Europa League tritt der VfB am Donnerstag, 19. Februar 2026, in Glasgow an und spielt gegen den Celtic FC. Eine Woche später findet das Rückspiel statt – am Donnerstag, 26. Februar 2026, gastieren die Schotten in Cannstatt. Was macht den Gegner aus?
Die Ligaphase
Die Schotten beendeten die Ligaphase der UEFA Europa League mit elf Punkten auf Rang 21. Dabei gewann der Celtic FC bei Feyenoord Rotterdam (3:1) sowie zu Hause gegen Sturm Graz (2:1) und Utrecht (4:2). Bei Roter Stern Belgrad (1:1) und vor eigenem Publikum gegen Bologna (2:2) kam das Team jeweils zu einem Remis. Beim FC Midtjylland (1:3) und zu Hause gegen Braga (0:2) sowie gegen die Roma (0:3) unterlag Celtic. Interessant: Gegen Rotterdam (2:0) und die Roma (0:2) trat auch der VfB an.
Die (nationale) Dominanz
In der nationalen Meisterschaft liegt Celtic aktuell mit 54 Punkten aus 26 Partien „nur“ auf Rang drei und hat drei Punkte Rückstand auf Überraschungsspitzenreiter Heart of Midlothian. Allerdings haben die Grün-Weißen aktuell ein Spiel weniger absolviert als ihre Konkurrenz. Schwerwiegender dürfte aber der Umstand sein, dass auch Dauerrivale Rangers momentan mit einem Punkt mehr auf dem Konto noch vor Celtic liegt. Mit den Rangers teilt man sich auch den Titel des schottischen Rekordmeisters. Beide Vereine konnten bislang je 55-mal die nationale Meisterschaft gewinnen. In den zurückliegenden 14 Jahren wurde die Siegesserie von Celtic allerdings nur in der Spielzeit 2020/2021 von den Rangers unterbrochen. Zu den 55 Meistertiteln kommen 42 Pokalsiege und 22 Ligapokalsiege. Der mit Abstand größte Triumph der Vereinsgeschichte ist der Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1966/1967, dem Vorgänger-Wettbewerb der UEFA Champions League.
Der Trainer
Gecoacht wird Celtic seit Jahresbeginn 2026 und bereits zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte von Martin O’Neill. Der Nordire absolvierte einst 69 Länderspiele für sein Heimatland und lief unter anderem 223-mal für Nottingham Forest auf. In der UEFA Europa League steht der 73-Jährige in dieser Saison zum ersten Mal an der Seitenlinie. Ein Trainer, der sowohl bei Glasgow als auch in Stuttgart tätig war, gibt es bis zum heutigen Tag nicht.
Der Torjäger
Für reichlich Torgefahr sorgt Benjamin Nygren. Der schwedische Rechtsaußen traf in 26 Premiership-Partien bereits 13-mal. In der UEFA Europa League steuerte er in acht Begegnungen drei Treffer bei. Der 24-Jährige steht seit Sommer 2025 beim Celtic FC unter Vertrag und lief zuvor für den FC Nordsjaelland in Dänemark auf.
Die VfB-Verbindung
Aktuell steht auch kein deutscher Spieler bei Celtic unter Vertrag. Dies war in der Vergangenheit jedoch anders. Mit Andreas Thom (Leverkusen, Hertha), dem aktuellen Wolfsburger Moritz Jenz sowie dem derzeit für Como in Italien spielenden Nico Kühn (Leipzig, Bayern, Aue) und den drei ehemaligen Stuttgartern Andreas Hinkel, Marvin Compper und Jeremy Toljan trugen einst schon insgesamt sechs Deutsche das Trikot der Grün-Weißen. Im aktuellen Celtic-Kader sind mit Arne Engels (Augsburg) und dem von Gladbach ausgeliehenen Tschechen Tomas Cvancara zudem zwei ehemalige Bundesliga-Profis zu finden.
Die Stadt
Gegründet wurde Celtic Glasgow bereits im Jahr 1887 und kann somit auf eine lange Tradition zurückblicken. Seine Heimspiele trägt der Club im legendären Celtic Park aus, der mehr als 60.000 Fans Platz bietet und definitiv zu einem der außergewöhnlichsten „Fußballtempel“ in Großbritannien zählt. Glasgow ist mit über 630.000 Einwohnern die größte Stadt Schottlands, liegt am Fluss Clyde im Westen des Landes und ist größer als die Hauptstadt Edinburgh. Die Metropole ist ein bedeutendes Kultur- und Wirtschaftszentrum mit einer lebendigen Musikszene, viktorianischer Architektur und zahlreichen Museen.