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Profis 30. Januar 2026

Tradition, Charme und Rekordmeister

In den Playoffs der UEFA Europa League trifft der VfB auf den Celtic FC. Zwei Gegner teilten sich beide Clubs in der Ligaphase. Ein Kurzportrait:

Das Los hat entschieden. In den Playoffs der UEFA Europa League reist der VfB am Donnerstag, 19. Februar 2026, nach Glasgow und spielt gegen den Celtic FC, ehe die Schotten am Donnerstag, 26. Februar 2026, in Cannstatt gastieren.

Siege gegen Graz, Feyenoord und Utrecht

Die Schotten beendeten die Ligaphase der UEFA Europa League mit elf Punkten auf Rang 21. Dabei gewann der Celtic FC bei Feyenoord Rotterdam (3:1) sowie zu Hause gegen Sturm Graz (2:1) und Utrecht (4:2). Bei Roter Stern Belgrad (1:1) und vor eigenem Publikum gegen Bologna (2:2) kam das Team jeweils zu einem Remis. Beim FC Midtjylland (1:3) und zu Hause gegen Braga (0:2) sowie gegen die Roma (0:3) unterlag Celtic. Interessant: Gegen Rotterdam (2:0) und die Roma (0:2) trat auch der VfB an.

Nationale und internationale Erfolge

In der nationalen Meisterschaft liegt Celtic aktuell mit 45 Punkten aus 23 Partien lediglich auf Rang drei und hat sechs Punkte Rückstand auf Überraschungsspitzenreiter Heart of Midlothian. Schwerwiegender dürfte aber der Umstand sein, dass auch Dauerrivale Rangers mit zwei Punkten mehr auf dem Konto noch vor den Grün-Weißen liegt. Mit den Rangers teilt man sich auch den Titel des schottischen Rekordmeisters. Beide Vereine konnten bislang je 55-mal die nationale Meisterschaft gewinnen. In den zurückliegenden 14 Jahren wurde die Siegesserie von Celtic allerdings nur in der Spielzeit 2020/2021 von den Rangers unterbrochen. Zu den 55 Meistertiteln kommen 42 Pokalsiege und 22 Ligapokalsiege.

Der mit Abstand größte Triumph der Vereinsgeschichte ist der Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1966/1967, dem Vorgänger-Wettbewerb der UEFA Champions League.

Bilanz gegen den VfB

Bislang gab es erst zwei Pflichtspiele zwischen Celtic Glasgow und dem VfB. Im Achtelfinale des UEFA-Cups 2002/2003 verlor der VfB sein Hinspiel im Celtic-Park mit 1:3. Zwar konnte das Team mit dem roten Brustring eine Woche später in heimischen Gefilden mit 3:2 gegen die Schotten gewinnen, schied aber trotzdem aus.

Trainer und Spieler

Gecoacht wird Celtic seit Jahresbeginn und bereits zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte von dem Nordiren Martin O’Neill. Ein Trainer, der sowohl bei Glasgow als auch in Stuttgart tätig war, gibt es bis zum heutigen Tag nicht. Aktuell steht auch kein deutscher Spieler bei Celtic unter Vertrag. Dies war in der Vergangenheit jedoch anders. Mit Andreas Thom (Leverkusen, Hertha), dem aktuellen Wolfsburger Moritz Jenz sowie dem derzeit für Como in Italien spielenden Nico Kühn (Leipzig, Bayern, Aue) und den drei ehemaligen Stuttgartern Andreas Hinkel, Marvin Compper und Jeremy Toljan trugen einst schon insgesamt sechs Deutsche das Trikot der Grün-Weißen. Im aktuellen Celtic-Kader sind mit Arne Engels (Augsburg) und dem von Gladbach ausgeliehenen Tschechen Tomas Cvancara zudem zwei ehemalige Bundesliga-Profis zu finden.

Verein, Stadion und Stadt

Gegründet wurde Celtic Glasgow bereits im Jahr 1887 und kann somit auf eine lange Tradition zurückblicken. Seine Heimspiele trägt der Club im legendären Celtic-Park aus, der mehr als 60.000 Fans Platz bietet und definitiv zu einem der außergewöhnlichsten „Fußballtempel“ in Großbritannien zählt. Glasgow ist mit über 630.000 Einwohnern die größte Stadt Schottlands, liegt am Fluss Clyde im Westen des Landes und ist größer als die Hauptstadt Edinburgh. Die Metropole ist ein bedeutendes Kultur- und Wirtschaftszentrum mit einer lebendigen Musikszene, viktorianischer Architektur und zahlreichen Museen.