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Profis 24. Februar 2026

Gelebte Leidenschaft, große Namen

Mit dem Celtic FC gastiert am Donnerstag ein traditionsreicher Gegner in Stuttgart. Zahlreiche bekannte Namen trugen das grün-weiße Trikot und formten die Clubgeschichte maßgeblich mit.

Der Celtic FC, Tradition seit 1887. 55 Meistertitel und damit genauso viele wie der große Stadtrivale Rangers. Doch die Grün-Weißen haben in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten eine Vormachtstellung aufgebaut. 13 der vergangenen 14 nationale Meistertitel gingen an die „Bhoys“.

Wie die „Lisbon Lions“ europäische Fußballgeschichte schrieben

Einmal, im Jahr 1967, setzte sich der Club sogar die Krone Europas auf und gewann den Europapokal der Landesmeister, den Vorgänger-Wettbewerb der heutigen UEFA Champions League. Weil Celtic in jener Spielzeit zusätzlich die nationale Meisterschaft sowie den schottischen Pokal gewann, wurde der Club zum ersten Triple-Sieger Europas. In Lissabon wurde Inter Mailand durch Treffer von Tommy Gemmell und Stevie Chalmers nach einem 0:1-Rückstand mit 2:1 besiegt und die Torschützen zu Legenden. Zu den „Lisbon Lions“ gehören unter anderem auch Kapitän Billy McNeil, Jimmy Johnston, Bobby Lennox, und Bertie Auld.

Heldenstatus genießen zudem Paul McStay, in den 1980er und 1990er Jahren der Kopf der Mannschaft, oder Scott Brown, von 2007 bis 2021 Mittelfeldmotor, Antreiber und langjähriger Kapitän von Celtic und mit stolzen 508 Partien deren Rekordspieler. Sowie der bulgarische Nationalspieler Stilian Petrov, der 309-mal für die Schotten auflief.

Legionäre aus allen Teilen der Welt

Und natürlich Henrik Larsson. Der ehemalige schwedische A-Nationalspieler erzielte 242 Tore in 315 Spielen für die Grün-Weißen und ist eine absolute Vereinsikone. Auch Arthur Boruc, einstiger Nationalkeeper Polens, wird bis heute verehrt und gefeiert. Auch insgesamt sechs Deutsche hinterließen in Glasgow ihre Spuren. Andreas Thom war Mitte der 1990er Jahre der erste Deutsche, der sich das grün-weiße Celtic-Jersey überzog. Es folgten in Andreas Hinkel, Marvin Compper und Jeremy Toljan gleich drei ehemalige VfB-Spieler. In der jüngeren Vergangenheit spielten außerdem der heutige Wolfsburger Moritz Jenz sowie Nicolas Kühn (aktuell Como 1907) für die „Bhoys“. Das größte Kontingent an ausländischen Spielern in der Geschichte von Celtic stellt wenig überraschend Irland mit insgesamt 55 Akteuren, gefolgt von 49 Engländern und 15 Nordiren.

Auf Platz sechs dieses Rankings steht derweil ein Land, das man dort nicht zwingend erwartet hätte. Denn bereits zehn Japaner trugen bzw. tragen noch immer das Celtic-Trikot. Den Anfang machte Mitte der 2000er Shunsuke Nakamura, ein technisch versierter „Zehner“, der noch zusammen mit Andy Hinkel bei den Grün-Weißen spielte. 2008 folgte dann Koki Mizuno, ehe über zehn Jahre lang kein einziger Spieler aus Fernost nach Glasgow wechselte – bis im Juni 2021 Ange Postecoglou als Coach bei den Grün-Weißen anheuerte. Dieser hatte zuvor dreieinhalb Jahre in Japan bei Yokohama F. Marinos gearbeitet und lotste gleich sechs Japaner nach Glasgow. Darunter waren auch Daizen Maeda und Reo Hatate, die bis heute für die „Bhoys“ spielen und von den Anhängern wie viele andere ehemalige Legionäre geliebt und verehrt werden.

Vereinsikone bereits zum dritten Mal auf der Trainerbank

Dazu gehören Größen wie der heutige Liverpool-Kapitän Virgil van Dijk, der ehemalige schwedische Nationalspieler Freddie Ljungberg oder die ivorische Abwehr-Kante Kolo Touré.

Gecoacht wird Celtic bereits zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte von dem Nordiren Martin O’Neill. Nach seinem ersten Engagement in den Jahren 2000 bis 2005, in die auch die bislang einzigen beiden Europapokal-Begegnungen zwischen Celtic und dem VfB im Februar 2003 fallen, betreute der 73 Jahre alte Nordire den Club zwischen Oktober und Dezember 2025 interimsweise. Weil die Verpflichtung des Franzosen Wilfried Nancy jedoch nicht den erhofften Umschwung brachte, holte die Clubführung Martin O’Neill Anfang Januar 2026 wieder zurück. Das Hinspiel gegen den VfB war das 1000. in der langen Profitrainer-Laufbahn Martin O’Neills.