Mit dem Brustring durch Europa. Das Auswärtsspiel am Donnerstagabend bei der AS Rom (0:2) stellte ein Novum dar: Zum ersten Mal trafen der Club aus Cannstatt und der italienische Hauptstadtclub aufeinander. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe – mit dem besseren Ausgang für die Roma. Eine Betrachtung auf verschiedenen Ebenen:
Was waren die Gründe für die Niederlage?
Sebastian Hoeneß erklärte es treffend. „Wir haben es aufgrund fehlender Effizienz versäumt, in Rom etwas mitzunehmen“, sagte der Cheftrainer: „Das ist bitter, weil es uns in vielen Phasen gelang, die Roma vor Probleme zu stellen.“ Gegen die Manndeckung, wie sie der AS Rom unter ihrem Coach Gian Piero Gasperini praktiziert, fand der VfB immer wieder Antworten und erspielte sich mit 15 zu 11 Abschlüssen ein Chancenplus gegenüber der Roma. Die besten Möglichkeiten hatten Jamie Leweling in Halbzeit eins sowie Deniz Undav und Ermedin Demirovic in Halbzeit zwei.
Dass gegen die beste Defensive der italienischen Serie A – nur zwölf Gegentore in 21 Spielen – kein Treffer gelang, lag unter anderem an Abgezocktheit und Kaltschnäuzigkeit, die der Gastgeber wiederum eindrucksvoll abrief. „Wir sind enttäuscht über das Ergebnis, aber ganz sicher nicht über die Leistung“, fasste Sebastian Hoeneß das Geschehen zusammen.
Wie verlief der Auswärtssupport im „Stadio Olimpico“?
Großartig. Circa 5.000 Fans des VfB reisten in die italienische Hauptstadt und sorgten für einen beeindruckenden Support für ihre Mannschaft. Immer wieder hallten ihre Lieder durch das „Stadio Olimpico“. Dieser Abend zeigte einmal mehr, wie besonders Europacup-Nächte für den „wilden Süden“ sind. Nach Abpfiff ging das Team von Cheftrainer Sebastian Hoeneß geschlossen vor die Gästekurve, um sich für die Unterstützung zu bedanken – zu gerne hätte der VfB seinen Fans zumindest einen Punkt geschenkt. Dieser blieb verwehrt. Doch weitere Europacup-Nächte werden in dieser Saison noch folgen.
Werden es die Playoffs oder das Achtelfinale?
Vor dem letzten Spieltag der UEFA Europa League-Ligaphase am Donnerstag, 29. Januar 2026, gegen Young Boys Bern aus der Schweiz rangiert der VfB mit zwölf Punkten auf Tabellenplatz 13. Der Club aus Cannstatt ist damit sicher für die Playoffs, die am 19. und 26. Februar 2026 gespielt werden, qualifiziert. Um bereits direkt den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen, muss das Team mit dem roten Brustring die „Top 8“ der Tabelle erreichen. Das funktioniert nur noch, wenn einerseits der VfB gegen Bern gewinnt sowie andererseits Rom, Ferencvaros, Betis Sevilla, Porto, Genk, Roter Stern Belgrad und PAOK Saloniki jeweils so Punkte liegen lassen, dass Stuttgart fünf dieser sieben Clubs am letzten Spieltag noch überholen kann.
Die nächsten Termine:
Der VfB hat noch eine letzte Partie in der Ligaphase der UEFA Europa League vor sich. Sie findet am Donnerstag, 29. Januar 2026, statt – ab 21 Uhr empfangen die Jungs aus Cannstatt in der heimischen MHP Arena die Young Boys Bern aus der Schweiz. Davor geht’s in der Bundesliga um Punkte: Am Sonntag, 25. Januar 2026, tritt Stuttgart bei Borussia Mönchengladbach an – ab 15.30 Uhr rollt im Borussia-Park der Ball.