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Profis 17. Januar 2026

Als ‚Ata‘ die MHP Arena explodieren ließ

Das bislang letzte Heimspiel gegen Union Berlin im Dezember 2024 schrieb einige besondere Geschichten: der erste Doppelpack von Nick Woltemade, das spektakuläre Comeback des VfB – und der Bundesliga-Premierentreffer von Atakan Karazor. Der Kapitän erinnert sich.

Als zum Auftakt des 13. Spieltags der vergangenen Bundesliga-Saison im Dezember 2024 der 1. FC Union Berlin in der MHP Arena gastierte, deutete kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit noch wenig auf ein Spektakel hin. Nachdem die „Eisernen“ kurz vor der Pause aus dem Nichts in Führung gegangen waren, sorgte spätestens das 0:2 in der 48. Minute für Sorgenfalten bei den VfB-Fans. Diese hatten im ersten Durchgang zwar einen ordentlichen Auftritt gesehen, dem jedoch die letzte Durchschlagskraft gefehlt hatte.

In Windeseile das Spiel gedreht

Die Jungs aus Cannstatt steckten den Rückstand schnell weg, kontrollierten weiter das Spiel und meldeten sich postwendend zurück. In der 51. und 58. Minute erzielte Nick Woltemade sein zweites und drittes Tor im Trikot mit dem Brustring und brachte den VfB – zunächst nach einer Kombination mit Enzo Millot und Ermedin Demirovic, kurz darauf nach Zuspiel von Atakan Karazor – zurück in die Partie. Der VfB nutzte das Momentum, setzte die Gäste weiter unter Druck und wurde belohnt. Nach einem Abspielfehler von Unions Keeper Frederik Rönnow schaltete Atakan Karazor schnell, fing den Ball ab und überwand den Torhüter zum 3:2. Sein erstes Bundesligator ließ die MHP Arena explodieren.

„Lasse meinen Gefühlen freien Lauf“

„Schon die Tatsache, dass es der Siegtreffer war, ist krass. Umso schöner ist es, dass es mein erstes Tor in der Bundesliga war“, sagt ‚Ata‘ im Rückblick. Alle hätten sich für ihn gefreut, so der Mittelfeldspieler, der seit Beginn der Saison 2024/2025 die Kapitänsbinde trägt. Dass er nach dem Treffer direkt zur Bank lief, wo ihn unter anderem Jamie Leweling und Deniz Undav erwarteten, sei nicht geplant gewesen. „Mein Blick ging zufällig zu den beiden, deswegen bin ich in die Richtung gelaufen. Einen richtigen Torjubel hatte ich aber ohnehin nicht im Kopf“, so der 29-Jährige. Wenn man 118 Bundesliga-Spiele auf sein erstes Tor warte, sei es schwierig, einen Jubel vorzubereiten. „Ich werde mich auch in Zukunft nicht vorbereiten, sondern lasse in den Momenten lieber meinen Gefühlen freien Lauf.“

Revanche im Blick

Seit dem emotionalen Comeback im Dezember 2024 traf der VfB noch zweimal auswärts auf Union Berlin. Besonders das wilde 4:4 im April, das vor allem vor der Pause viele Höhepunkte bot, blieb in Erinnerung. Zum Start in die aktuelle Saison setzte es beim 1:2 aus VfB-Sicht jedoch einen ärgerlichen Dämpfer, den Atakan Karazor und seine Teamkollegen nun vergessen machen wollen. „Es geht darum, uns für das Hinspiel zu revanchieren und die drei Punkte mit den guten Ergebnissen im Rücken hierzubehalten. Wir wissen, dass wir in der Hinrunde unsere Probleme mit ihnen hatten. Sie spielen defensiv und machen es einem nicht einfach, hinzu kommt ihre Stärke bei Standards und Kontern.“ Der Erfolg der vergangenen Wochen sei laut Kapitän auf ein klares Rezept zurückzuführen, das auch am Sonntagnachmittag gefragt ist: „Intensität, Laufstärke und Kommunikation. Wenn wir das auf den Platz bringen, ist es schwer, uns zu schlagen.“

Den ganzen Clip zu Atakan Karazors Rückblick auf sein Bundesliga-Debüttor seht ihr ab sofort hier sowie auf unseren Social Media-Kanälen.