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Profis, 27. März 2024

Die stadion aktuell gehört zu seinem Ritual

Der VfB ist für Pascal Stenzel seine bislang längste Station im Profifußball. In der Jubiläumsausgabe erzählt der 28-Jährige von seiner stadion aktuell-Routine an Heimspieltagen, seiner persönlichen Erinnerungskiste, seinem VfB-Moment und von Fritzle-Beweisfotos für seine Tochter.

Hallo Calle, unser VfB-Stadionmagazin ist Teil deiner Spieltags-Routine. Inwiefern?
Calle: „Gemeinsam mit Leo und Maxi gehe ich vor jedem Heimspiel zusammen zum Platzcheck in die Arena. Das ist unser Ritual. Ich habe immer die stadion aktuell dabei, blättere einmal durch und verschaffe mir einen Überblick. Wenn wir uns verquatschen, schaue ich erst in der Kabine rein.“

Und wo wandert die Zeitschrift danach hin?
Calle: „Zu Hause habe ich eine Kiste, in der ich ein paar Andenken aus meiner Karriere sammle. Es klingt jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber von den Ausgaben, bei denen ich auf dem Titel abgebildet war, habe ich immer eine behalten. Aktuell schaue ich nicht allzu häufig in die Kiste rein, das kommt dann sicherlich nach meiner aktiven Karriere.“

Wir haben dir deine Cover-Stories seit deinem Wechsel nach Stuttgart im Jahr 2019 mitgebracht. Welche Erinnerungen weckt das an deine bisherige VfB-Zeit?
Calle: „Neben dem sportlichen Aspekt zeigt es mir auch persönlich und charakterlich bildende Momente, durch die ich viel gelernt habe. Darunter auch schwierige und turbulente Zeiten, in denen es für mich auch mal nicht so gut lief, aus denen ich jedoch persönlich viel gelernt habe. Unvergesslich ist unser Bundesliga-Aufstieg in meinem ersten VfB-Jahr, die Relegation gegen Hamburg und unsere aktuelle, so erfolgreiche Saison. Ich habe in jeglicher Gefühlswelt alles durchlaufen und die Zeit hat mich als Person geprägt.“

Du gehörst mittlerweile zu den Dienstältesten beim VfB. Im Januar hast du deine Vertragsverlängerung bis 2026 bekanntgegeben. Was bedeutet dir der Verein?
Calle: „Es ist schwierig, Worte dafür zu finden. Die Zeit beim VfB hat mich sehr geprägt. Bei meinem Wechsel zum VfB habe ich mir damals nicht ausgemalt, dass so vieles beim VfB passieren wird. Mit fünf Jahren ist es zudem meine längste Station im Profifußball. Ich verspüre Freude und Dankbarkeit, der VfB ist einfach ein sehr besonderer Verein für mich. Ich bin wirklich so richtig stolz, hier zu sein.“

Und sportlich läuft‘s. In der aktuellen Saison standest du von 17 Bundesliga-Einsätzen 14-Mal in der Startelf. Hinzu kommen fünf Assists – so viele wie in keiner Saison zuvor. Was läuft aktuell so viel besser und welche Rolle hat euer Coach dabei?
Calle: „Es ist schon sehr beeindruckend, wie unser Trainerteam von Tag eins an die Herausforderung angenommen und gelöst hat. Die Qualität in der Mannschaft war immer da und es war nicht so richtig erklärbar, warum es nicht funktioniert hat. Dann kam Sebastian Hoeneß und hat es mit seiner ruhigen und empathischen Art  in die richtige Richtung gelenkt. Es ist von allem etwas dabei: Struktur, Freiraum, taktische Ausrichtung, Selbstvertrauen. Das passt einfach und habe ich bislang auch noch nicht so häufig erlebt. Wir alle machen aktuell im Team vieles richtig und stehen zurecht da, wo wir sind.“

Was macht euch trotz verletzungsbedingter Ausfälle in der Defensive weiterhin so stabil und zugleich variabel?
Calle: „Der Plan ist immer auf uns Spieler zugeschnitten. Jeder, der am Ende zum Einsatz kommt, hat in dem System seine Stärken und weiß, was zu tun ist. Wir wissen, welchen Fußball wir spielen wollen. Jeder von uns hat ein Grundvertrauen in sich selbst, egal, ob er in der Startelf steht, auf der Bank sitzt oder auch mal nicht im Kader ist. Und dieses Selbstverständnis und Vertrauen kann dir am Ende nur der Trainer geben. Wir stehen als Einheit da, jeder hat eine wichtige Rolle und wir wollen alle gemeinsam in dieselbe Richtung. So kann es gerne weitergehen.“

Wo findet man dich nach dem Training am Clubzentrum im Kreise der Mannschaft?
Calle: „Bei Tischtennis bin ich raus, bei Mario Kart bin ich dabei. Mal bin ich Letzter, mal Erster – ich bin eine Wundertüte. Ich fahre mit dem Charakter Waluigi. Aber wenn du die anderen fragst, haben wir wahrscheinlich sieben beste Fahrer. (lacht) Jamie und ich können uns ganz gut einschätzen und ordnen uns auch mal auf Platz sieben und acht ein. Wir fahren in Teams, da kann man das gut ausgleichen. Mit Chris, Fabi, Waldi und Alex spiele ich ansonsten gerne Karten.“

Welchen Ausgleich gibt dir deine Familie im Anschluss?
Calle: „Meine Familie ist mir sehr wichtig und tut mir unglaublich gut. Wenn ich nach Hause komme, ist es für meine kleine Tochter egal, wie ein Training oder Spieltag verlaufen ist. Das interessiert meine Tochter nicht, sie verlangt in dem Moment einfach mich als Papa. Und ein Beweisfoto. (lacht)“

Inwiefern?
Calle: „Aktuell sind Maskottchen hoch im Kurs. Deswegen muss ich mich auch entschuldigen, falls man mich mal Maskottchen anderer Teams fotografieren sieht. Das sind Beweisfotos, die mir meine Tochter aufgetragen hat. (lacht) Fritzle ist natürlich schon immer ihre Nummer eins, das ist klar.“

Welches Titelbild würdest du unserer 1.000. stadion aktuell-Ausgabe geben?
Calle: „Ich liebe die Bilder, wenn wir Arm in Arm vor der Cannstatter Kurve stehen. Das zeigt unseren Zusammenhalt und jedes einzelne Motiv hat seine eigene Geschichte. Da darf gerne ein weiteres gegen Heidenheim dazukommen.“