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Club 19. Mai 2026

Als der Traum wahr wurde

Was mit dem Erstrundenspiel in Münster begann, fand mit dem Finale in Berlin sein umjubeltes Ende: Erstmals seit 1997 holte der VfB im vergangenen Mai wieder den DFB-Pokal nach Stuttgart. Ein Rückblick:

Als der VfB am 24. Mai vergangenen Jahres zum DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion gegen Arminia Bielefeld antrat, hatten die Jungs aus Cannstatt bereits 48 kräftezehrende Pflichtspiele in den Knochen. Eine lange Saison in drei Wettbewerben, die über Monate viele Geschichten geschrieben hatte. Was mit dem verlorenen Supercup-Spiel in Leverkusen im August begonnen hatte, sollte in Berlin auf dem absoluten Höhepunkt sein Ende finden – und tat dies auch.

Nachdem der VfB in den beiden Vorsaisons bereits das Halb- bzw. Viertelfinale des Wettbewerbs erreicht hatte, nahmen sich die Jungs aus Cannstatt zum Start in die neue Pokalsaison einiges vor. Zum Auftakt bekam der VfB den SC Preußen Münster zugelost und löste die Aufgabe souverän. Am Ende stand ein 5:0-Sieg. Zielstrebig meisterte der VfB auch die folgenden Pokalrunden, in denen mit dem 1. FC Kaiserslautern (2:1) und Jahn Regensburg (3:0) zwei weitere Zweitligisten warteten. Das Ticket fürs Viertelfinale – und damit das Erreichen der letzten Acht – war wie in den beiden Spielzeiten zuvor gelöst.

Der VfB gewinnt den DFB-Pokal 2024/2025

Einige VfB-Akteure führten Ranglisten an

Eine Geschichte der vorangegangenen Pokalsaison war sicherlich die starke Ausbeute von Nick Woltemade, der in jedem der ersten drei Spiele traf und in Regensburg zusätzlich noch eine Vorlage beisteuerte. Nachdem er das Viertelfinale krankheitsbedingt verpasst hatte, traf der 23-Jährige auch im Halbfinale gegen Leipzig (3:1) und im Endspiel gegen Bielefeld (4:2). Der Angreifer, der zu Beginn der aktuellen Spielzeit zu Newcastle United in die englische Premier League wechselte, war am Ende mit fünf Treffern der erfolgreichste Torjäger des Wettbewerbs. Aber nicht nur auf den großgewachsenen Offensivakteur war Verlass.

Das eingespielte Mittelfeld-Tandem, bestehend aus Atakan Karazor und Angelo Stiller, spulte mit 474 bzw. 454 der insgesamt 540 Pokal-Minuten die meisten aller VfB-Akteure ab. Angelo Stiller, der gegen RB Leipzig per Fernschuss ein wegweisendes Tor der Pokal-Saison erzielte, hält mit 483 Ballbesitzphasen den Top-Wert der diesjährigen Pokalsaison. Und noch eine Geschichte bleibt in Erinnerung: Alexander Nübel wuchs im Halbfinale gegen Leipzig über sich hinaus und hielt die Offensive der Sachsen immer und immer wieder in Schach.

Mannschaftliche Geschlossenheit als Trumpf

Aber die schönste Geschichte hat das Team gemeinsam geschrieben – mit seiner mannschaftlichen Geschlossenheit, seinem Willen und seiner Haltung, auch Widerstände aus dem Weg räumen zu können. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, auf die Leistung und auf das, was wir gemeinsam erreicht haben“, sagte Cheftrainer Sebastian Hoeneß nach dem Triumph in Berlin und ergänzte: „Ein großes Kompliment auch an die Fans, wie sie uns getragen haben – eine unbeschreibliche Kulisse.“

Im Verlauf der Saison war diese mannschaftliche Geschlossenheit immer wieder gefragt und immer wieder half sie. Mit dem Pokalsieg wurde die Mannschaft für ihren Glauben an das gemeinsame Ziel belohnt – und holte den begehrten Pott erstmals seit 1997 wieder nach Stuttgart.