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Club 11. Mai 2026

Der DFB-Pokal ist zurück in Berlin

Beim traditionellen „Cup Handover“ kamen am Montag Vertreter beider DFB-Pokalfinalisten in Berlin zusammen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das Schiedsrichter-Gespann für das Endspiel in knapp zwei Wochen bekanntgegeben.

Der DFB-Pokal ist wieder in der Hand der Ausrichter: Am Montag übergab der VfB als Vorjahressieger im Rahmen des „Cup Handovers“ die goldene Trophäe an die Stadt Berlin und den DFB zurück – selbstverständlich mit dem Ziel, den Pokal am 23. Mai erneut in den Berliner Nachthimmel zu recken. Als fester Teil der Abläufe im Vorfeld des DFB-Pokals fand die Veranstaltung auch in diesem Jahr rund zwei Wochen vor dem Endspiel im Roten Rathaus in Berlin statt und läutete damit die „heiße Phase“ ein.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sowie Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegener nahmen den Pokal am Montagnachmittag symbolisch von DFB-Pokalbotschafter Joachim Löw entgegen. Als Final-Botschafter des FC Bayern nahm Giovane Elber am Event teil, der 1997 als Doppeltorschütze im Finale gegen Energie Cottbus für den bislang vorletzten DFB-Pokalsieg des VfB gesorgt hatte und den Titel später noch dreimal mit den Münchnern gewann.

„Haben uns immer an das vergangene Jahr erinnert“

Als Vertreter des VfB war neben Joachim Löw wie bereits im vergangenen Jahr Vorstand Sport Fabian Wohlgemuth mit dabei. Außerdem trat Kapitän Atakan Karazor in die Fußstapfen von Lokalmatador Maximilian Mittelstädt, der als Profi am letztjährigen „Cup Handover“ teilgenommen hatte.

Fabian Wohlgemuth, Vorstand Sport des VfB, ist bereits voller Vorfreude auf das Endspiel: „Wir haben während der Saison gegen die Bayern dreimal den Kürzeren gezogen, die Rollenverteilung ist auf dem Papier klar. Aber der Pokal hat bekanntermaßen seine eigenen Gesetze und wir haben uns während dieser Saison immer an das vergangene Jahr und vor allem an das Finale erinnert. Wir werden alles geben und hoffen natürlich, dass wir die Bayern schlagen können.“

Atakan Karazor, der im vergangenen Jahr als Kapitän den Pokal in die Höhe stemmte, gibt sich vor dem Finale ebenfalls kämpferisch: „Wir haben es uns in den vergangenen Jahren hart erarbeitet, in vielen Spielen die Favoritenrolle zugeschrieben zu bekommen. In diesem Finale ist es anders, aber wir wollen die Bayern ärgern. Zuerst einmal wollen wir aber kommende Woche die Champions League erreichen und anschließend den Fokus auf das Finale richten.“

Erfahrener Unparteiischer und ein weiß-goldener Ball

Im Rahmen des „Cup Handovers“ wurde auch die Schiedsrichter-Ansetzung für das Finale am 23. Mai bekanntgegeben. Sven Jablonski führt als Hauptschiedsrichter durch das Spiel, seine Assistenten sind Sascha Thielert und Eric Müller. 4. Offizieller ist Frank Willenborg, die Rolle des 5. Offiziellen bekleidet Eric Müller. Darüber hinaus agieren Sören Storks und Christian Fischer als Video-Schiedsrichter.

Der aus Bremen stammende Sven Jablonski leitete in seiner Karriere unter anderem 125 Bundesliga-Spiele. In Finals kam er bislang zweimal zum Einsatz: Bei der U-19-Europameisterschaft 2023 in Malta (Portugal – Italien 0:1) sowie beim U19-DFB-Pokalfinale 2019. Damaliger Sieger gegen RB Leipzig: der VfB (1:2). „Es wird ein besonderer Tag für uns. Wir haben uns sehr gefreut und stehen vor einem Highlight für unser Team, das aber auch eine große Verantwortung mit sich bringt“, so der 36-Jährige.

Ein besonderer Hingucker ist in diesem Jahr der offizielle Spielball für das DFB-Pokal-Endspiel: Die klassischen, sonst in schwarz gehaltenen Fünfecke kommen diesmal in Gold daher und enthalten als Details die Ergebnisse beider Teams in den vorangegangenen Pokal-Runden.