Gute Erinnerungen an Potsdam
Mit einem 1:1-Unentschieden gegen den SV Werder Bremen im Gepäck steht für die VfB-Frauen die nächste weite Auswärtsfahrt an. Zweimal trafen die Mädels aus Cannstatt in der vergangenen Zweitliga-Saison auf den 1. FFC Turbine Potsdam und entschieden beide Duelle mit 2:1 und 3:0 für sich. Der 3:0-Auswärtserfolg in Potsdam markierte zugleich den Einstand von Nico Schneck als Cheftrainer der VfB-Frauen am 29. März 2026. Für Mira Arouna ist die Reise nach Potsdam zudem eine Rückkehr an ihre frühere Wirkungsstätte. Von 2020 bis 2022 lief die 20-jährige Stürmerin für Turbine Potsdam auf und absolvierte in der B-Juniorinnen-Bundesliga 13 Partien, in denen ihr drei Treffer gelangen.
Nun wartet das dritte Aufeinandertreffen beider Teams – und für den VfB zugleich die dritte Teilnahme am DFB-Pokal. Ein Sieg in diesem Wettbewerb gelang den VfB-Frauen bislang noch nicht. Bei ihren bisherigen beiden Auftritten mussten sie sich jeweils in den Playoffs dem 1. FSV Mainz 05 geschlagen geben (1:2 und 0:2).
Der Gegner: 1. FFC Turbine Potsdam
In der vergangenen Zweitliga-Saison belegte der 1. FFC Turbine Potsdam mit 30 Punkten den elften Tabellenplatz und sicherte sich damit knapp den Klassenverbleib. Mit neun Treffern war Rana Okuma die erfolgreichste Torschützin der Potsdamerinnen, wechselte im Sommer jedoch zum VfL Bochum. Nach einer Sommervorbereitung mit einem Sieg und zwei Niederlagen aus drei Testspielen sicherte sich Turbine durch einen 4:0-Erfolg gegen den FSV Babelsberg in den Playoffs das Ticket für die erste Runde des DFB-Pokals.
In der Liga läuft es für die Mannschaft von Cheftrainer Steen Gravgaard Ladefoged, der seit Januar 2026 im Amt ist, bislang noch nicht nach Wunsch: Nach sieben Spieltagen stehen ein Sieg und sechs Niederlagen bei einem Torverhältnis von 5:16 zu Buche. Damit rangieren die Potsdamerinnen derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz der 2. Frauen-Bundesliga.
Trainerstimmen: „Wollen so weit wie möglich kommen“
„Im Vergleich zum Liga-Alltag ist die Ausgangslage diesmal eine andere, weil wir als Erstligist natürlich in der Favoritenrolle sind. Unser Anspruch ist trotzdem ganz klar: Wir fahren nach Potsdam, um das Spiel zu gewinnen. Gleichzeitig wissen wir, dass Turbine hochmotiviert sein wird und als Underdog nichts zu verlieren hat. Deshalb müssen wir die Partie mit derselben Ernsthaftigkeit und dem gleichen Fokus angehen wie jedes Bundesligaspiel“, sagt VfB-Frauen-Cheftrainer Nico Schneck. „Trotz der Belastung durch die zweite weite Auswärtsreise innerhalb einer Woche darf es keine Ausreden geben – wir wollen im DFB-Pokal so weit wie möglich kommen“, fügt er hinzu.
„Wir freuen uns sehr auf das DFB-Pokalspiel am Samstag im Karl-Liebknecht-Stadion und wissen, dass mit Stuttgart ein starker Gegner auf uns wartet. Stuttgart ist sehr gut in die Saison der 1. Frauen-Bundesliga gestartet und hat in den ersten Spielen seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Wir erwarten daher eine selbstbewusste und gut organisierte Mannschaft, die mit dem klaren Ziel nach Potsdam kommt, in die nächste Runde einzuziehen“, sagt Steen Gravgaard Ladefoged, Cheftrainer 1. FFC Turbine Potsdam. „Für uns geht es nach dem enttäuschenden Ergebnis in Hoffenheim darum, eine Reaktion zu zeigen. Vor der Länderspielpause stehen nun zwei Heimspiele vor uns, die uns die Möglichkeit geben, einen besseren Grundstein für die kommenden Wochen zu legen. Wir haben großen Respekt vor Stuttgart, gleichzeitig aber auch großes Vertrauen in unsere eigenen Möglichkeiten. Pokalspiele haben ihre ganz eigene Dynamik und wir wollen mit Energie, Mut und dem festen Glauben in die Partie gehen, dass wir die Leistung abrufen können, die es braucht, um für eine Überraschung zu sorgen. Wir freuen uns darauf, vor unseren eigenen Fans im Karl-Liebknecht-Stadion zu spielen, und werden alles dafür geben, ihnen einen Auftritt zu bieten, auf den sie stolz sein können.“
Das DFB-Pokalspiel im Livestream
Schaltet ein und seid live dabei, wenn unsere VfB-Frauen am Samstag beim 1. FFC Turbine Potsdam ins Achtelfinale einziehen wollen. Die Partie wird ab 15 Uhr auf DFB.TV übertragen. DFB.TV ist über die Streaming Plattformen von DAZN, HD+, Sky/WOW, Vodafone, Zattoo und Ocilion empfangbar. Zudem ist das Programm über die App DFB.TV+ abrufbar.
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