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Frauen-Bundesliga 21. September 2026

Verdienter Punktgewinn an der Weser

Beim Gastspiel in Bremen holten die VfB Frauen ein 1:1-Unentschieden. Nach einem Rückstand zur Pause sicherte der erste Bundesliga-Treffer von Mira Arouna am Ende ein durchaus leistungsgerechtes Remis.

Das Spiel:

Nico Schneck war beim Auswärtsspiel in Bremen zu einem personellen Wechsel in seiner Startformation im Vergleich zum letzten Spiel gegen den VfL Wolfsburg gezwungen. Für die verletzte Linette Hofmann kehrte die wieder genesene Janina Hechler ins Team zurück, die somit zu ihrem 30. Einsatz im VfB-Trikot kam. Damit startete exakt die Elf, die an den ersten beiden Spieltagen die Siege in Hoffenheim und gegen den HSV herausgeholt hatte.

Lattentreffer von Hagel, Führung für Werder

Beide Teams begannen engagiert. Auf VfB-Seite näherte sich die Ex-Bremerin Reena Wichmann zweimal dem gegnerischen Tor an, blieb aber genauso erfolglos wie die Japanerin Mei Shimada auf der anderen Seite. Die Gastgeberinnen leisten sich nach einer Viertelstunde dann gleich zwei Fehler im Aufbau, doch weder Nicole Billa noch Mira Arouna konnten letztlich davon profitieren. Doch das Schneck-Team blieb dran und hatte weitere gute Möglichkeiten. Dafina Redzepi scheiterte an Werder-Torfrau Mariella El Sherif und Chantal Hagel aus der Distanz am Querbalken. Mehr oder weniger aus dem Nichts gingen dann aber die Werder-Frauen in Führung, als Shimada kurz vor der Pause ein Missverständnis in der VfB-Defensive zum 1:0-Pausenstand nutzen konnte.

Arouna’s erster Bundesliga-Treffer zum 1:1

Der zweite Durchgang startete fulminant. Maxi Rall hatte Sekunden nach Wiederbeginn den möglichen Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an El Sherif im Werder-Tor und im Gegenzug setzte Michelle Weiß den Ball an die Latte des VfB-Kastens. Nachdem Dafina Redzepi aus der Distanz noch an El Sherif gescheitert war, machte Mira Arouna nach 52 Minuten das 1:1 und damit ihren ersten Bundesliga-Treffer. Doch auch Bremen blieb gefährlich. So musste sich Laura Giuliani bei einem Schuss von Luna Vanzeir richtig strecken, um Schlimmeres zu verhindern. Das Spiel war in der Folgezeit dann recht ausgeglichen. In Minute 71 brachte Nico Schneck mit Verena Wieder eine weitere Ex-Bremerin in die Partie, die somit zu ihrem 100. Spiel in der Google Pixel Frauen-Bundesliga kam. Letztlich blieb es vor 1.650 Zuschauern, darunter 70 lautstarken VfB-Anhängern, beim 1:1.

Die Tore:

41. Minute: Nach einem tiefen Ball von Isabella Jaron waren sich Luzie Zähringer und Laura Giuliani uneins. Davon profitierte die Japanerin Mei Shimada, die im Nachsetzen zum 1:0 für Bremen traf.

52. Minute: Chantal Hagel spielte einen klasse Pass in die Tiefe und fand die pfeilschnelle Mira Arouna, die in halbrechter Position aufs Werder-Tor stürmte und den Ball zum verdienten 1:1 versenkte.

Die Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer Nico Schenck: „In der ersten Hälfte haben wir wirklich viel zu viel liegen gelassen. Wir haben das Spiel gut kontrolliert in beide Richtungen und hatten drei, vier richtig gute Chancen. Und dann ist es natürlich ein komisches Gefühl, wenn du mit 0:1 in die Pause gehst. Das 1:1 war vom Abstoß weg ein überragender Spielzug. Erst Chantal Hagel mit einer guten Bewegung im Zentrum und dann dem Mut vorwärts aufzudrehen und den Ball da reinzuspielen. Und wir wissen um Mira’s Qualität und Geschwindigkeit und der Abschluss war dann auch wirklich überragend. Für sie freut es mich wirklich. Ich denke, dass das Ergebnis am Ende so in Ordnung geht.“

VfB-Torschützin Mira Arouna: „Ich hatte ziemlich viel Platz, bin einfach durchgelaufen und dann war der Ball auch schon drin. Ich glaube, dass ist eine meiner Stärken, meine Schnelligkeit auszuspielen. Wir haben uns als Team gut gefunden. Das 1:1 gibt uns weiter Zuversicht. Wir machen uns gar keinen großen Druck, sondern wollen mit Spaß und als Team auftreten.“

Reena Wichmann: „Es war am Ende dann doch emotionaler als ich gedacht hätte. Es war ein wildes Spiel und das 1:1 geht, glaube ich, in Ordnung. In der ersten Hälfte hatten wir mehr Chancen und im zweiten Durchgang dann Werder. Natürlich haben wir uns über den Rückstand geärgert, aber wir wussten auch, dass wir gut drin im Spiel waren. Wir können glücklich sein, wie es bislang gelaufen ist.“

Das nächste Spiel:

Weiter geht es für die VfB-Mädels am kommenden Samstag, 26. September, im DFB-Pokal. Dann steht ein Gastspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam an. Spielbeginn der Erstrunden-Partie im Karl-Liebknecht-Stadion ist um 15.00 Uhr.

Die Aufstellung:

Giuliani – Rall, Stegemann, Zähringer, Hechler, Wichmann (63. Mickenhagen) – Redzepi (83. Beuschlein), Achcinska (63. Hirano), Hagel (83. F. Dongus)– Arouna (71. Wieder), Billa

5. Spieltag: SV Werder Bremen - VfB Frauen