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Verein 9. September 2026

Erinnerung an einen Fußballpionier

Am Vereinsgründungstag würdigt der VfB Stuttgart den Fußballpionier Philipp Heineken mit der Einweihung einer Gedenkstele.

Am heutigen Mittwoch, 9. September, dem Gründungsdatum des VfB Stuttgart, sind Vertreter der VfB-Familie auf dem Steigfriedhof in Bad Cannstatt am Grab von Philipp Heineken zusammengekommen. Heineken zählte zu den wichtigen Impulsgebern des VfB-Vorgängervereins FV Stuttgart 1893 und des um die Jahrhundertwende noch jungen Fußballsports in Deutschland. Sein Engagement war so vielschichtig und stark, dass er 1900 zum Vize-Präsidenten des neugegründeten Deutschen Fußball-Bundes gewählt wurde. Auch in seiner Tätigkeit als Sportpublizist warb Heineken stets für den Fußball.

VfB-Präsident Dietmar Allgaier würdigte Philipp Heinken als große Persönlichkeit des VfB und hob dessen Bedeutung für die Entwicklung des Vereins hervor: „Ich will am heutigen 133. Jahrestag der Vereinsgründung zum Ausdruck bringen, dass Philipp Heineken am Anfang und gewissermaßen stellvertretend für eine Vielzahl von Menschen steht, die durch unermüdliche Arbeit zur Kontinuität, der guten Entwicklung und Stärke unseres Vereins beigetragen haben. Ohne Philipp Heineken wäre der VfB Stuttgart heute nicht das, was er ist, nämlich einer der großen deutschen Traditonsvereine, der nicht nur im Fußball, sondern auch in der Leichtathletik, im Hockey und in unseren weiteren Sportsparten viele Erfolge vorzuweisen hat.“  

Bei der Einweihung der Gedenkstele blickte Harald Jordan, Mitglied der Garde-Leitung, auf das Leben und Wirken Philipp Heinekens zurück und schilderte, wie der Ball dereinst in Bad Cannstatt ins Rollen kam. „Wenn ein VfBler diese Würdigung verdient hat, dann Philipp Heineken“, bekräftigte Harald Jordan.

Matthias Schöck, DFB-Vize-Präsident und Präsident des Württembergischen Fußballverbands betonte die wichtige Rolle von Menschen wie Philipp Heineken für den deutschen Fußball. „Ob bei der Gründung des VfB oder auch des DFB – die Impulse und der persönliche Einsatz von Enthusiasten – auch gegen so manche Widerstände des Establishments in der Kaiserzeit – haben das Fundament dafür gelegt, dass der Fußball Sportart Nummer eins in Deutschland und weltweit geworden ist“, so Matthias Schöck.

Der VfB-Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle unterstrich, dass Philipp Heineken ein frühes Beispiel für die Innovationskraft und den Fleiß gab, jene Eigenschaften, die seit jeher Teil der VfB-DNA sind. „Die Persönlichkeit Philipp Heineken steht dafür, dass der VfB Stuttgart seit 1893 die Menschen in unserer Heimatstadt und Region leidenschaftlich bewegt. So sind wir im Laufe der Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil der Alltagskultur von Stadt und Land geworden. Es ist mir deshalb ein persönliches Anliegen, dass unsere Vereinsgeschichte und die Orte, an denen alles begann und wo unsere Wurzeln liegen, auch dauerhaft im Stadtbild Stuttgarts und Cannstatts sichtbar werden, wie nun mit dieser Gedenkstele. Dies ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg zu einem vereinseigenen Museum.“

Im Namen des gesamten VfB Stuttgart bedankte er sich beim Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt Stuttgart für die Restaurierung des Grabmals von Philipp Heineken.

Die Einweihung in Bildern