Die Pflicht erfüllt und das Ziel erreicht: Dem VfB ist mit dem 4:0-Sieg bei Hansa Rostock in der ersten Runde des DFB-Pokals ein guter Start in die neue Saison geglückt. Sebastian Hoeneß hatte im Vorfeld des Spiels immer wieder betont, dass es „keine Schönheitspreise zu gewinnen“ gäbe, sondern einzig und allein das Weiterkommen zähle. Nach dem holprigen Pokal-Auftakt bei Eintracht Braunschweig vor einem Jahr hatte sich der Cheftrainer gewünscht, den Einzug in die zweite Runde innerhalb von 90 Minuten klarzumachen – und seine Mannschaft setzte das um.
Allen voran Neuzugang Dzenan Pejcinovic und Torhüter Fabian Bredlow sorgten im Rostocker Ostseestadion dafür, dass die Jungs aus Cannstatt zum achten Mal in Folge in die zweite Pokalrunde einzogen. Der 21-jährige Dzenan Pejcinovic verbuchte gleich im ersten Spiel für seinen neuen Club einen Dreierpack und ist damit der erste Stuttgarter seit dem Brasilianer Adhemar in der Bundesliga-Saison 2000/2001, dem das gelingt. Zugleich hatte er bereits in der vergangenen Saison, damals noch im Trikot des VfL Wolfsburg, beim 9:0-Erstrundensieg gegen den SV Hemelingen dreifach getroffen.
Von Beginn an auf der Höhe
In Rostock nahm der VfB das Spiel gegen den ambitionierten und mutigen Drittligisten von der ersten Minute an, ließ die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen und sich auch nicht von der Stimmung im Ostseestadion beeindrucken. Und wenn die Gastgeber einmal zu Chancen kamen, hielt Fabian Bredlow mit starken Reflexen, wie nach rund einer Stunde gegen den Ex-Stuttgarter Leon Dajaku, die Null fest. „Die Art und Weise unseres Auftritts hat geholfen, die Stimmung hier nicht kochen zu lassen“, befand der Torhüter nach dem Spiel.
Auch Dzenan Pejcinovic hob hervor, dass die Mannschaft „immer mehr gewollt“ habe. Der Stürmer freute sich über seinen Dreierpack zum Einstand, auch wenn er „selbst nicht damit gerechnet habe“, wie er nach Abpfiff festhielt. Allzu hoch hängen wollte der Stürmer seine Ausbeute aber auch nicht. „Die Tore sehe ich als Bonus, in erster Linie ging es aber darum, der Mannschaft zu helfen und weiterzukommen.“ Das ist in jedem Fall gelungen.