Sebastian Hoeneß bringt es auf den Punkt. „Es ist eine harte Niederlage aus unserer Sicht“, sagt der Cheftrainer nach der Bundesliga-Partie am Samstag, 17. Oktober 2026, beim Hamburger SV (0:1) und ergänzt: „Wir hatten genug Möglichkeiten, in Führung zu gehen und haben zugleich die Umschaltsituationen oftmals kontrolliert.“ Ein Blick auf die Daten bestätigt den 44-Jährigen: Mit 24 Torschüssen verzeichnete der VfB fast doppelt so viele Abschlüsse wie der Gastgeber. Zudem belegen 66 Prozent Ballbesitz und 92 Prozent angekommene Pässe, dass zumeist die Jungs aus Cannstatt das Spiel im Volksparkstadion machten.
Chancen kreiert, Effizienz verbessern
Selbst als der HSV nach Wiederanpfiff seine beste Phase hatte, riss der VfB mit Verlauf der zweiten Hälfte die Begegnung wieder an sich. Was fehlte, war das erlösende 1:0. Dieses gelang dagegen den Rothosen – mit einem traumhaften, wuchtigen Schuss aus circa 25 Metern in der 88. Minute. „Wir belohnen uns diesmal nicht mit einem Treffer“, sagt Sebastian Hoeneß: „Das späte Siegtor des HSV ist sehr bitter für uns.“ Fabian Wohlgemuth bewertet das ähnlich.
„Die Niederlage tut uns weh“, sagt der Vorstand Sport des VfB und ordnet ein: „Unser Anspruch war, das Spiel zu bestimmen, was uns über weite Strecken gelungen ist. Die Grundlagen, um Tore zu erzielen, waren vorhanden.“ In der Tat kamen gleich mehrere Spieler zu vielversprechenden Ansätzen: Ermedin Demirovic hatte per Kopfball die Gelegenheit, Deniz Undav scheiterte einmal am Pfosten und einmal am glänzend reagierenden HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes, den Abschlüssen von Dzenan Pejcinovic und Chris Führich fehlte es an letzter Präzision. Was folgt daraus?
Gegen die Defensivkünstler von Atletico Madrid
„Wir sind in der Lage, immer wieder Chancen zu kreieren, müssen jedoch wieder eine andere Effizienz an den Tag legen“, sagt Sebastian Hoeneß. In den beiden anderen Partien dieser „englischen Woche“ gelang das dem VfB: Beim SC Paderborn (2:0) und bei Slovan Bratislava (3:0) erzielten die Jungs aus Cannstatt zusammengerechnet fünf Treffer und agierten auswärts abgezockt. Nun wartet ein Team auf den VfB, das unter anderem für seine Defensivfähigkeiten bekannt ist.
Am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 21 Uhr, gastiert Atletico Madrid in der MHP Arena. In der UEFA Champions League kassierten die Spanier lediglich zwei Gegentore in zwei Begegnungen, in der heimischen „La Liga“ haben sie in neun Partien erst acht Gegentreffer zugelassen. „Es ist eine Mannschaft, die über viel Qualität verfügt und sehr erwachsen spielt“, blickt Fabian Wohlgemuth voraus: „Intensität, Athletik, Zweikampfverhalten, Körperlichkeit – da wird ein hohes Niveau auf uns zukommen.“ Der dritte Spieltag in der UEFA Champions League-Ligaphase stellt definitiv ein Highlight für den Club aus Cannstatt dar, der seinerseits die bisherige Maximalausbeute von sechs Punkten aus zwei Partien in der „Königsklasse“ erreicht hat.
Die nächsten Termine:
Die eine „englische Woche“ ist beendet, die nächste kündigt sich bereits an. Diesmal wird sie allerdings zwei Heimspiele beinhalten. Der VfB empfängt zunächst am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 21 Uhr, die spanischen Gäste von Atletico Madrid – es wird der dritte Spieltag in der UEFA Champions League-Ligaphase sein. Anschließend findet am Freitag, 23. Oktober 2026, um 20.30 Uhr, der Vergleich mit Borussia Mönchengladbach statt – jene Partie wird zum siebten Bundesliga-Spieltag gehören.