Access Keys:
Profis 1. November 2026

Effizienz und Intensität als Schlüssel

Mit energischer Zweikampfführung und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gelingt den Jungs aus Cannstatt der dritte Bundesliga-Sieg gegen Bayer Leverkusen in diesem Jahr. Der Rückblick auf den Sieg am Samstag:

Besonders aus der Sicht zweier Jubilare hätte der Samstagnachmittag in Leverkusen kaum besser laufen können: Während Ermedin Demirovic sein 100. Pflichtspiel im Brustring-Dress absolvierte, verzeichnete Jamie Leweling seinen 150. Einsatz in der Bundesliga. Mit ihren Treffern zum 0:1 und 0:2 brachten sie den VfB gegen Bayer 04 früh auf die Siegerstraße.

Für Ermedin Demirovic war die Partie in Leverkusen bereits die achte im VfB-Trikot, in der ihm mindestens zwei Tore gelangen, sowie nach dem 2:3 gegen Gladbach die zweite binnen einer Woche. Jamie Leweling selbst hatte beim vergangenen Gastspiel in Leverkusen Anfang Januar, dass der VfB mit 4:1 gewann, seinen 100. Pflichtspiel-Einsatz gefeiert und doppelt getroffen.

Dass auch der zweite Besuch in der BayArena in diesem Kalenderjahr von Erfolg gekrönt wurde, führten die Protagonisten vor allem auf die Herangehensweise zurück, die Sebastian Hoeneß bereits im Vorfeld des Spiels angedeutet hatte. „Besondere Leistungen entstehen aus Zusammenhalt, Geschlossenheit und Kampfgeist. Diese Eigenschaften wollen wir am Samstag gemeinsam zeigen. Es braucht eine Topleistung wie in den vergangenen Jahren.“

Gesagt, getan: Der VfB präsentierte sich vom Start weg giftig in den Zweikämpfen und lauerte auf Unsicherheiten in den Reihen der Gastgeber. „Wir haben uns über Körpereinsatz Zugang zum Spiel verschafft und es am Ende durch Mut und Überzeugung für uns entschieden“, bilanzierte der Cheftrainer nach dem Spiel und sprach seiner Elf ein Kompliment dafür aus, den Matchplan so konsequent umgesetzt zu haben. „Physisch zu spielen war der einzige Weg, um die Leverkusener von ihrem Spiel abzubringen.“

Bayer Leverkusen - VfB, 8. Bundesliga-Spieltag 2026/2027

„Es hat sich einiges angestaut“

Auch Deniz Undav verriet, dass das körperbetonte Spiel im Vorfeld als einer der Knackpunkte im Leverkusener Spiel ausgemacht wurde. „Wir wussten, dass ihnen das nicht liegt und haben es ausgenutzt“. Gleichzeitig verwies der Kapitän auf die eigene Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. „Wir haben insgesamt gut dagegengehalten, aber Leverkusen hat es auch einige Male gut gemacht. Daher war es wichtig, dass wir unsere Chancen nutzen.“

Während sich der VfB vor dem gegnerischen Tor überaus effizient präsentierte, sei es nach dem Leverkusener Anschluss zum 2:4 nur noch darum gegangen, mit vereinten Kräften das Tor sauber zu halten, so Sebastian Hoeneß.

Die Erleichterung über den wettbewerbsübergreifend fünften Auswärtssieg der Saison war nach dem Abpfiff sowohl der Mannschaft als auch den Fans anzumerken, die minutenlang zusammen feierten. Passende Worte fand dazu Jubilar und Man of the Match Ermedin Demirovic: „Es hat sich zuletzt einiges angestaut, weil wir wissen, wie hart wir Woche vor Woche arbeiten, aber es nicht immer gezeigt haben. Daher wollten wir dahin zurückkehren, wo wir hergekommen sind und viel Energie auf den Platz bringen. Wir hatten uns einiges vorgenommen und haben gezeigt, welcher Charakter in uns steckt.“