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Profis 13. September 2026

„Das Spiel in den beiden Strafräumen verloren“

Trotz eines in weiten Teilen ordentlichen Auswärtsspiels muss sich der VfB bei der TSG Hoffenheim geschlagen geben. Zu einfache Gegentore und fehlende Effizienz machen am Ende den Unterschied.

Bei der Frage, warum es für den VfB am Samstag nicht zu einem Punkterfolg in Hoffenheim reichte, waren sich nach dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstagnachmittag alle Beteiligten schnell einig: „Es hat uns an Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, analysierte etwa der erstmals mit der Kapitänsbinde am Arm auflaufende Grischa Prömel nach der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Fabian Bredlow fügte hinzu, dass die beiden Gegentore „vermeidbar und zu einfach“ gewesen seien, was auch Cheftrainer Sebastian Hoeneß so sah und zusammenfasste: „Wir haben das Spiel in den beiden Strafräumen verloren. Die Gegentore waren zu billig und wir vorne nicht effizient genug. Alles dazwischen war gut.“

Grundsätzlich zeigten sich der Cheftrainer und seine Elf zufrieden mit dem Auftritt im Kraichgau. „Wir haben intensiver gespielt und körperlich besser dagegengehalten als noch gegen Köln und auch Stavanger“, so Sebastian Hoeneß weiter. Mit dem Champions League-Heimspiel in den Knochen, einem starken Gegenüber und nach frühem Rückstand kam der VfB nach und nach besser ins Spiel und infolge einiger guten Gelegenheiten im ersten Abschnitt vor allem nach der Pause zu aussichtsreiche Offensivaktionen.

Nur eine Chance findet ihren Weg ins Tor

Die Jungs aus Cannstatt kamen stark aus der Kabine und durch Maximilian Mittelstädt schon bald nach Wiederanpfiff zum 1:1. Sebastian Hoeneß sah seine Mannschaft in dieser Phase als das bessere Team, doch ausgerechnet eine vergebene Halbchance des VfB führte zum Hoffenheimer Gegenstoß vor dem 2:1 – ein ähnliches Zustandekommen wie schon beim ersten Treffer. Die beste Chance auf das eigene 2:1 hatte kurz zuvor Dzenan Pejcinovic, der nach dem Ausgleich im Duell mit TSG-Torhüter Oliver Baumann scheiterte (53.). Deniz Undav bot sich in der 72. Minute die aussichtsreichste Möglichkeit auf den erneuten Ausgleich, ein zweites Tor war den Jungs aus Cannstatt allerdings nicht vergönnt.

„Es ist ärgerlich, dass wir aufgrund dieser wenigen Situationen ohne Punkte dastehen. Wir standen kompakter und sind besser angelaufen als noch zuletzt. Solche Fehler müssen wir abstellen“, konstatierte der Cheftrainer, der bereits nach 35 Minuten ein erstes Mal zum Wechseln gezwungen war. Angelo Stiller musste nach einem schweren Schlag gegen sein Knie im Hoffenheimer Strafraum länger behandelt und im zentralen Mittelfeld kurz darauf durch Yanik Spalt ersetzt werden. Dass Schiedsrichter Sven Jablonski dabei nicht auf Strafstoß entschied und auch keinen Hinweis vom Videoschiedsrichter erhielt, war für Sebastian Hoeneß „nicht nachvollziehbar. Er muss sich die Szene aus meiner Sicht zumindest anschauen, denn es ist ein sehr harter Zusammenstoß.“ Angelo Stiller selbst hatte am Samstag Glück im Unglück. Mehr als eine Prellung zog sich der Mittelfeldspieler glücklicherweise nicht zu.