Der Saisonstart
Nach drei ordentlichen Auftritten platzte in der letzten Partie vor der Länderspiel-Phase der Knoten – und zwar im doppelten Sinne: Beim 3:1-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim verbuchte der SCP seinen ersten Saisonsieg und erzielte dabei auch seine ersten drei Treffer. In der bislang letzten Bundesliga-Spielzeit der Blau-Schwarzen (2019/2020) hatte sich der Club noch bis zum neunten Spieltag gedulden müssen, ehe der erste Dreier gefeiert werden konnte. Zwei Siege am Stück gelangen den Pfauenstädtern hingegen noch nie. Abwehrspieler Tjark Scheller sagt vor dem Spiel gegen den VfB: „Stuttgart ist individuell gesehen, aber auch als Gruppe und im Hinblick auf die Physis, eine sehr gute Mannschaft. Es gilt für uns, dagegenzuhalten und einen guten Tag vor unseren Fans zu erwischen.“
Der Trainer
Seit Sommer 2025 arbeitet Ralf Kettemann als Cheftrainer des SC Paderborn und feierte am Ende seiner ersten Saison direkt den Aufstieg in die Bundesliga. Das allein ist schon beachtenswert, wird aber noch durch die Tatsache verstärkt, dass der SCP die erste Cheftrainer-Position Ralf Kettemanns im Profifußball ist. Zuvor hatte der in Crailsheim geborene 40-Jährige vier Jahre lang die U19 des Karlsruher SC betreut. Während seiner aktiven Zeit lief Ralf Kettemann als Mittelfeldspieler unter anderem für verschiedene Jugendteams des SSV Ulm sowie später für den TSV Crailsheim, die SpVgg Greuther Fürth II, die Stuttgarter Kickers und den VfR Aalen auf. Den VfB hält Ralf Kettemann für „sehr koordiniert“, wie er selbst sagt. „Die Stuttgarter haben eine hohe Qualität und physisch starke Spieler. Sie sind eine sehr komplette Fußballmannschaft.“
Der Leihspieler
Nachdem Dennis Seimen in der vergangenen Spielzeit leihweise für den SC Paderborn aufgelaufen war und mit den Ostwestfalen den Aufstieg in die Bundesliga feierte, schnürt auch in dieser Saison ein Eigengewächs des VfB seine Schuhe für die Blau-Schwarzen. Laurin Ulrich, der nach ersten Drittliga-Erfahrungen beim SSV Ulm sowie der VfB-U21 in der vergangenen Saison beim Zweitligisten FC Magdeburg gespielt hatte, absolvierte bislang alle fünf Pflichtspiele des SCP von Beginn an und verbuchte eine Vorlage.
Der alte Bekannte
Der in Ludwigsburg geborene Laurin Curda durchlief beim VfB zwischen 2012 und 2017 verschiedene Jugendmannschaften, ehe es ihn zur TSG Hoffenheim zog. Über den SV Sandhausen II sowie die TSG Balingen kam der 24-Jährige im Sommer 2023 nach Paderborn. Für den SCP steuerte Laurin Curda neun Tore und zwölf Vorlagen in 85 Pflichtspielen bei und führt das Team mittlerweile als Kapitän an.
Die Historie
Der VfB und der SC Paderborn begegneten sich in der Bundesliga bisher nur in der Saison 2014/2015, in der die Jungs aus Cannstatt durch einen 2:1-Auswärtssieg bei den Ostwestfalen am letzten Spieltag die Klasse hielten. Daniel Ginczek, der damals in der Schlussphase den Siegtreffer erzielte, bezeichnet den Treffer rückblickend als „einen meiner wichtigsten“. Im Interview erinnert sich der frühere Stürmer außerdem an die Zusammenarbeit mit Huub Stevens, wagt einen Ausblick auf das Spiel am Samstag und berichtet von seiner Arbeit als Co-Trainer von Borussia Mönchengladbach II.