Der Bundesliga-Start
Der 1. FC Köln startete am vergangenen Samstag mit einem 3:2-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim in die neue Spielzeit. Dabei kämpfte sich der FC doppelt zurück und konterte die beiden Führungstreffer der Gäste. Nach dem Sieg am ersten Spieltag in Mainz vor einem Jahr (1:0) gelang dem 1. FC Köln damit der zweite Auftaktsieg im zweiten Jahr nach dem Aufstieg. Aus dem siegreichen Auftakt wollen Cheftrainer René Wagner und sein Team ihre Lehren ziehen: „Wir haben gegen Hoffenheim gezeigt, dass wir auf unsere Chancen warten und dann gefährlich werden können. Auch für Freitag haben wir uns so eingestellt – mit dem Wissen, dass es eine Top-Leistung braucht, um etwas aus Stuttgart mitzunehmen.“
Der Trainer
Sieben Spiele haben gereicht: Nachdem der FC im März 2026 seinen Interimstrainer René Wagner vorstellte, galt der volle Fokus in Köln dem Klassenerhalt. Dieser gelang den Rheinländern mit Platz 14 am Saisonende. Weil ihm im Anschluss das Vertrauen der Clubführung ausgesprochen wurde, geht der 38-jährige gebürtige Dresdner nun in seine erste Saison als Cheftrainer in Deutschland. Ausgemachtes Ziel bleibt trotz des Auftaktsieges der Klassenerhalt. „Wir wollen unseren Weg gehen und den Flow des guten Starts mitnehmen“, sagt er: „Für mich ist es wichtig, dass uns diese Wellenausschläge, die die Bundesliga nun mal mitbringt, nicht aus der Bahn werfen.“
Die Neuzugänge
Erst am Dienstag verkündete der 1. FC Köln die Verpflichtung des englischen Offensivtalents Mikey Moore von Tottenham Hotspur. Zuvor hatten die Kölner unter anderem den niederländischen Angreifer Thijs Dallinga vom FC Bologna ausgeliehen, dem mit zwei Treffern gegen Hoffenheim direkt mal ein Traumeinstand gelang. Die Verpflichtung Mikey Moores blieb aber nicht die letzte des FC am sogenannten „Deadline-Day“, dem letzten Tag des Transferfensters: In Borna Sosa machte ein in Bad Cannstatt bestens bekannter Akteur seine Bundesliga-Rückkehr perfekt.
Die Rückkehr
Nach drei Jahren kehrt Borna Sosa in die Bundesliga zurück. Der 28-jährige Kroate schloss sich in dieser Woche dem 1. FC Köln an, nachdem er seit 2023 für Ajax Amsterdam, den FC Turin und Crystal Palace aufgelaufen war. Für den Premier League-Club, der in der abgelaufenen Saison die UEFA Conference League gewann, kam er in der vergangenen Spielzeit in 18 Partien zum Einsatz, darunter viermal im Europacup. In Köln wartet zunächst die Herausforderer-Rolle auf Borna Sosa. „Jeder Spieler muss wissen, dass ein anderer Spieler hinter ihm auf seine Chance wartet, wenn er seine Leistung nicht bringt“, sagt Cheftrainer René Wagner. „Das haben wir jetzt auch auf der Position des Linksverteidiger geschaffen. Borna ist dort jetzt der Herausforderer, der aber auch eine gute Option für uns sein kann.“ Für den VfB absolvierte der 27-fache kroatische Nationalspieler 115 Pflichtspiele mit einer Ausbeute von fünf Toren und 35 Vorlagen.
Der Einzige
Kölns Torhüter Marvin Schwäbe geht ziemlich sicher mit Rückenwind in den zweiten Spieltag. Gegen die TSG Hoffenheim parierte der Schlussmann des FC nach einer knappen Stunde beim Stand von 1:1 einen Elfmeter der Gäste. Es war der erste und einzige Strafstoß des ersten Spieltags.
Die Historie
Dass der 1. FC Köln am ersten Heimspieltag des VfB in Bad Cannstatt gastiert, kam in der Vergangenheit bereits fünfmal vor. Die Statistik spricht jedoch gegen die Jungs aus Cannstatt. Zwar gewann der VfB das erste dieser Duelle (3:1-Sieg am ersten Spieltag 1972/1973), kam seither aber nur zu einem Remis (0:0 am ersten Spieltag 2001/2002) und drei Niederlagen (2:3 am zweiten Spieltag 2005/2006, 0:2 am zweiten Spieltag 2014/2015, 1:3 am ersten Spieltag 2015/2026).