Hin und her, hoch und runter. Das Remis des VfB am Samstagnachmittag bei der TSG Hoffenheim (3:3) bleibt als rasantes Bundesliga-Spiel in Erinnerung. Und aus Sicht der Jungs aus Cannstatt sind auch am Tag danach einige Szenen besonders präsent: Die Aufholjagd, die der eingewechselte Tiago Tomás in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 3:3-Ausgleich belohnte. Die Paraden von Alexander Nübel, die den VfB im Spiel hielten. Der Support der mindestens 10.000 mitgereisten Fans, die den Club aus Cannstatt leidenschaftlich unterstützten. Der Unterhaltungswert im 1000. Bundesliga-Auswärtsspiel des VfB war hoch.
Sebastian Hoeneß: „Eine sehr schwierige Aufgabe“
Das wirkt sich zwangsläufig auf die Bewertung des Auftritts aus. „Es war ein unglaubliches Spiel, das wir gesehen haben“, sagt Sebastian Hoeneß. Der VfB kam gut in die Begegnung herein, glich nach dem Rückstand rasch aus, ließ die TSG anschließend jedoch zu oft gewähren. „Wir waren nicht zufrieden mit dem, das wir im Anschluss gezeigt haben“, sagt der Cheftrainer: „Nach dem 1:3 war es eine sehr schwierige Aufgabe – Hoffenheim hatte die eine oder andere Möglichkeit, für die Vorentscheidung zu sorgen.“ Doch die Jungs aus Cannstatt zeigten im Verlauf des zweiten Abschnitts eine andere Haltung, hatten das Quäntchen Glück auf ihrer Seite und wiesen ihre Comeback-Qualitäten erneut nach.
Bis zum Schluss glaubten sie an den Punktgewinn – und tatsächlich gelang der 17. Zähler nach Rückstand. Nur der FC Bayern (29 Punkte) und der SC Freiburg (19 Punkte) schaffen dies ligaweit noch häufiger. „Es tut gut, dass wir uns in der Nachspielzeit noch belohnt haben“, sagt Sebastian Hoeneß und lobt die Mentalität seiner Mannschaft. Das sah Fabian Wohlgemuth ähnlich.
Fabian Wohlgemuth: „Fantastische Energie- und Willensleistung“
„Eine fantastische Energie- und Willensleistung hat zu dem Punkt geführt, mit dem wir diesmal gut leben können“, sagt der Vorstand Sport des VfB: „Wir haben gegenüber Hoffenheim die Ausgangslage gehalten und darüber hinaus erfahren, wie intensiv die Spiele gegen direkte Konkurrenten in der finalen Phase der Saison sind und sein werden.“ Damit richtet sich der Blick bereits nach vorne. Die Bundesliga-Saison ist auf der Zielgeraden, noch zwei Spieltage sind zu absolvieren.
Um den vierten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der UEFA Champions League berechtigt, wetteifern insbesondere Bayer Leverkusen als derzeitiger Vierter, der VfB als Fünfter und die TSG Hoffenheim als Sechster. Alle drei Teams haben bislang 58 Punkte gesammelt, nur die Tordifferenz trennt sie voneinander. Und alle drei Teams haben mindestens das Ticket für die UEFA Europa League sicher – logisch, dass nun nach dem i-Tüpfelchen gestrebt wird. Mit seinem Willen und seinen Comeback-Qualitäten ist der VfB gut aufgestellt, auch in den verbleibenden zwei Bundesliga-Aufgaben bis zum Schluss durchzuziehen.
Die nächsten Termine:
Für den VfB sind in der Bundesliga-Saison 2025/2026 noch zwei Partien zu absolvieren. Am Samstag, 9. Mai 2026, findet das letzte Heimspiel der Serie statt – ab 15.30 Uhr gastiert Bayer Leverkusen in der heimischen MHP Arena. Am Samstag, 16. Mai 2026, ist der 34. Spieltag – und damit das große Bundesliga-Finale – terminiert: Die Jungs aus Cannstatt treten bei Eintracht Frankfurt an – der Ball rollt ab 15.30 Uhr im Deutsche Bank Park.