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Champions League 3. November 2026

Früher Doppelschlag entscheidet

Der VfB ist im Auswärtsspiel bei Galatasaray Istanbul über weite Strecken der Partie mindestens ebenbürtig – unterliegt am Ende jedoch mit 0:2.

Der Spielverlauf:

VfB-Cheftrainer Sebastien Hoeneß veränderte seine Startelf im Vergleich zu der beim vergangenen Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen (4:2-Sieg) auf zwei Positionen: Im Tor begann Fabian Bredlow anstatt Dennis Seimen, in der Defensive stand anstelle von Luca Jaquez Maximilian Mittelstädt in der Anfangsformation. Letzterer leitete in der achten Minute die erste Torchance des Spiels ein. Nach einer Flanke von Maximilian Mittelstädt kam Jamie Leweling am Fünfmeterraum zum Abschluss und schoss den Ball an den einen Pfosten, von wo aus er auf der Torlinie entlang an den anderen Pfosten rollte und dort zurück ins Spielfeld abprallte.

Danach kam es knüppeldick: Erst ging Galatasaray durch einen Doppelschlag von Aleksei Batrakov in der 12. und 15. Minute 2:0 in Führung (siehe „Die Tore“), kurz darauf musste Atakan Karazor vom Feld. Er hatte einige Minuten zuvor bei einer Abwehraktion einen sogenannten "Pferdekuss" erlitten und zunächst versucht, weiterzumachen – bevor er signalisierte, dass es nicht mehr ging. Für ihn kam in der 18. Minute Yanik Spalt ins Spiel. Im weiteren Spielverlauf kämpfte sich der VfB immer besser ins Spiel und hatte zwei gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. In der 20. Minute kam jedoch Jamie Leweling nach Flanke von Maximilian Mittelstädt am Fünfmeterraum unter Bedrängnis nicht richtig zum Abschluss, in der 42. Minute lenkte die Galatasaray-Defensive einen Schuss von Chris Führich aus gut zwölf Metern halblinker Position gerade noch ein paar Zentimeter am Pfosten vorbei zur Ecke.

VfB erspielt sich mehrere gute Chancen

Ganz ähnlich spielte sich die erste gefährliche Szene der zweiten Hälfte ab. Chris Führich setzte sich auf der linken Seite durch und zog aus nahezu derselben Position wie Ende der ersten Hälfte ab. Sein Schuss ging jedoch knapp am Tor vorbei. Der VfB drängte auf den Anschlusstreffer und ließ hinten nichts mehr zu. Deniz Undavs Schuss aus 18 Metern zentraler Position parierte Galatasaray-Keeper Ugurcan Cakir in der 63. Minute allerdings ebenso wie Chris Führichs Abschluss zwei Minuten später. In der 76. Minute zappelte der Ball zwar nach einem Schuss von Chris Führich von der Strafraumgrenze im Tor der Gastgeber, weil bei diesem Angriff zuvor jedoch Deniz Undav im Abseits gestanden hatte, blieb es beim 2:0. Doch auch danach erspielte sich der VfB noch weitere Torchancen: In der 86. Minute tauchte Dzenan Pejcinovic nach einem Pass von Deniz Undav frei vor Ugurcan Cakir auf, der Istanbuler Schlussmann parierte aber auch diesen Abschluss. Und in der Nachspielzeit verpasste Tiago Tomas nach einer Flanke von Lorenz Assignon wenige Meter vor dem Tor denkbar knapp den Kopfball. Der Torerfolg sollte an diesem Abend nicht gelingen.

UEFA Champions League, 4. Spieltag: Galatasaray Istanbul - VfB

Die Tore:

1:0 – 12. Minute: Am Ende des ersten guten Angriffs der Gastgeber kann die VfB-Defensive eine Flanke in den Strafraum nicht richtig klären, sodass der Ball direkt vor den Füßen von Aleksei Btarakov landet. Die Nummer 83 von Galatasaray zieht sofort ab und hämmert den Ball unter die Latte.

2:0 – 15. Minute: Galatasarays Davinson Sanchez spielt aus dem Mittelfeld heraus einen Ball in die Spitze genau in den Lauf von Aleksei Batrakov. Der Angreifer der Gastgeber zieht mit Tempo in den Strafraum und schließt aus sieben Metern erfolgreich ab.  

Die Stimmen:

Sebastian Hoeneß: „Wir kommen gut ins Spiel und haben es geschafft, trotz der Atmosphäre unser Spiel auf den Platz zu bringen. Wir hatten ein, zwei Situationen, bis die riesige Chance von Jamie kommt – da wäre es wichtig gewesen, zu treffen. Das hat dann Galatasaray mit den ersten beiden Torschüssen gemacht, was für uns sehr bitter war. Es sollte nicht passieren, dass du hier einem Rückstand hinterherläufst. Das Ergebnis passt jedoch nicht zu dem Spiel, das ich hier gesehen habe. Wir waren in der zweiten Hälfte drauf und dran, ein Tor zu erzielen, da hat uns jedoch die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Ich hätte gerne gesehen, was passiert wäre, wenn wir hier ein Tor gemacht hätten. Trotzdem mache ich meiner Mannschaft ein Kompliment – was leider nicht passt, ist das Ergebnis.“

Chris Führich: „Wir sind so ins Spiel gestartet, wie wir es uns vorgenommen hatten. Bei Jamies Abschluss haben wir Pech, danach agieren wir beim 0:1 zu passiv. Dass direkt das zweite Tor fällt, ist sehr bitter und ärgerlich. In der zweiten Hälfte haben wir uns einige gute Chancen herausgespielt, bei denen die Bälle teilweise nur knapp vorbeigegangen sind. Hinzu kam mein Abseitstor. Heute hat es nicht zu einem Tor gereicht, aber wir haben viel investiert, können einige positive Ansätze mitnehmen und nach vorne schauen. Wir lassen uns nicht vom Weg abbringen.“

Ermedin Demirovic: „Wir hatten heute nicht das Glück auf unserer Seite. Insgesamt haben wir uns gut präsentiert, aber du musst in solchen Spielen eiskalt vor dem Tor sein, um Punkte mitzunehmen. Das haben wir verpasst, obwohl wir einige gute Chancen hatten. Wir wollten das Spiel gewinnen und werden weitermachen, auch wenn es heute nicht geklappt hat.“

Grischa Prömel: „Das Ergebnis tut weh, weil wir ein gutes Spiel gemacht und uns Chancen erspielt haben. Mit unserem ersten richtig guten Angriff müssen wir eigentlich in Führung gehen, aber manchmal gibt es Tage wie heute. Die beiden Gegentore kommen zu einfach zustande, danach mussten wir anlaufen und ins Risiko gehen. Wir können uns allerdings wenig vorwerfen. Alle haben sich in die Zweikämpfe geworfen, wir sind trotz vieler Unterbrechungen klar im Kopf geblieben und haben mutig nach vorn gespielt. Am Ende hat die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

Die Besonderheiten:

Jubilar: Abwehrchef Jeff Chabot absolvierte gegen Galatasaray sein 100. Pflichtspiel für den VfB. Der 28-Jährige, der im Sommer 2024 nach Stuttgart wechselte, kam dabei in allen zwölf Champions-League-Spielen zum Einsatz, die der VfB in diesem Zeitraum bestritt.

Debütanten: Yanik Spalt und Nikolas Nartey standen erstmals in einem Champions-League-Spiel auf dem Platz. Glückwunsch zum Debüt, Yanik und Niko!

Gedenkminute: Unmittelbar vor dem Anpfiff kamen beide Mannschaften zu einer Schweigeminute für den verstorbenen Profifußballer Jesus de Miguel zusammen. Der Stürmer des spanischen Zweitligisten CD Teneriffa verstarb an den Folgen eines schweren Zusammenpralls mit dem gegnerischen Torwart.

Die nächsten Spiele:

Am Samstagabend, 7. November, empfängt der VfB den SV Werder Bremen im Rahmen des neunten Spieltags zum Bundesliga-Topspiel in der MHP Arena. Anstoß der Partie ist um 18.30 Uhr. Anschließend folgt eine Länderspielpause, nach deren Ende am Samstag, 21. November, ebenfalls um 18.30 Uhr, das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 ansteht.