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AUFSTELLUNGERSATZBANKTRAINER |
AUFSTELLUNGERSATZBANKTRAINER |
Der Spielverlauf:
Den ersten Gänsehaut-Moment gab’s bereits vor Anpfiff. Mit einer beeindruckenden Choreographie motivierten die VfB-Fans die Jungs aus Cannstatt zusätzlich. Und das wirkte: Der Ball rollte gerade mal 25 Sekunden, da kam Bilal El Khannouss zur ersten Chance, kurz darauf vergab Josha Vagnoman per Distanzschuss (1. Minute/3.). Der VfB begann sehr aktiv. Nächste Gelegenheit: Angelo Stiller scheiterte am stark reagierenden Atletico-Keeper Jan Oblak (12.). Stuttgart presste hoch, führte die Zweikämpfe entschlossen – und das Energielevel blieb auch oben, als die Madrilenen ihre Defensive besser sortiert hatten und weitere Abschlüsse verhinderten.
Für den nächsten Gänsehaut-Moment sorgte Jamie Leweling: Nach einer Balleroberung zog der Offensivakteur aus 16 Metern ab und traf zur verdienten 1:0-Führung (36., siehe „Die Tore“). Der VfB belohnte sich für einen starken und spielfreudigen Auftritt – und verstand es zudem, die Vorstöße Atleticos frühzeitig zu unterbinden. Das 1:0 zur Pause war verdient. Doch die zweite Hälfte begann mit einer „kalten Dusche“: Julian Alvarez glich für die spanischen Gäste zum 1:1 aus (47.). Chris Führich antwortete für den VfB (55.), Dennis Seimen hielt ein paar Minuten später bei seinem „Königsklassen“-Debüt per Fußabwehr gegen Madrids Pablo Barrios (61.). Es hatte sich inzwischen eine ausgeglichene Begegnung entwickelt.
VfB ab der 64. Minute in Überzahl
Und eine, in der Stuttgart fortan in Überzahl agierte, da Atleticos Morten Hjulmand nach einem Foul an Angelo Stiller die Rote Karte sah (64.). Wie verlief das Schlussviertel? Das Team mit dem roten Brustring fand eine gute Balance aus Vorwärtsdrang und Restverteidigung – Atletico lauerte auf Umschaltsituationen. Schüsse von Angelo Stiller und Bilal El Khannouss blockten die Spanier (80./81.). Nach einer vierminütigen Nachspielzeit blieb es beim 1:1. Der VfB holt seinen siebten Punkt in der UEFA Champions League und bleibt somit in der laufenden Ligaphase auch nach drei Partien unbesiegt.
Die Tore:
1:0 – 36. Minute: Der VfB setzt Atletico Madrid im Strafraum unter Druck und erobert den Ball. Angelo Stiller spitzelt ihn dann zu Jamie Leweling. Der Offensivakteur zieht aus 16 Metern mit links ab – und trifft ins linke Eck.
1:1 – 47. Minute: Atletico kombiniert sich links an den Strafraum, wo Ademola Lookman kurz Zeit hat. Seine flache Hereingabe verwertet Julian Alvarez aus etwa acht Metern. Der Ausgleich.
Cheftrainer Sebastian Hoeneß:
Letztlich hat gegen eine europäische Top-Mannschaft nur der Siegtreffer gefehlt.
Die Stimmen:
Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Wir können stolz auf die Leistung sein – und dennoch sind wir im Moment auch ein wenig enttäuscht, weil ein Tick mehr drin gewesen wäre. Die erste Hälfte war top: Wir laufen Atletico früh an, erobern Bälle, kreieren Chancen, lassen wenig zu. Es ging sehr viel auf von unserem Plan. Die Führung war vollkommen verdient, sie hätte sogar etwas höher ausfallen können. Nach Wiederanpfiff war das Spiel nach 90 Sekunden wieder ausgeglichen – in der Situation rund um das Gegentor sahen wir nicht gut aus. Das war ein harter Moment, aber die Mannschaft hat eine sehr gute Reaktion gezeigt und mit der richtigen Haltung weitergemacht. Letztlich hat gegen eine europäische Top-Mannschaft nur der Siegtreffer gefehlt – das zeigt, wie gut unsere Leistung war.“
Offensivakteur Jamie Leweling: „Es fühlt sich ein bisschen komisch an: Vor dem Spiel hätten wir ein Remis womöglich unterschrieben, in den Minuten nach Abpfiff bin ich der Meinung, dass mehr drin gewesen wäre. Wir spielen eine richtig gute erste Hälfte, haben viele Chancen und lassen nahezu nichts zu. Beim Tor funktioniert unser Gegenpressing hervorragend, das war eine klasse Balleroberung über Bilal (El Khannouss, Anm. d. Red.), Chris (Führich, Anm. d. Red.) und ‚Ange‘ (Angelo Stiller, Anm. d. Red.) – es ist ein Treffer, wie ihn sich der Trainer wahrscheinlich gewünscht hat. Die Unterstützung der Fans war enorm: Choreographie, Gesänge, die Lautstärke – wir haben alles mitbekommen, das war phänomenal.“
Mittelfeldspieler Grischa Prömel: „Wir sind super in die Partie hereingekommen, haben aggressiv gegen jeden Mann gespielt und von Beginn an Chancen kreiert. Nach dem Gegentor waren wir füreinander da und sind stabil geblieben. Es tut ein wenig weh, dass wir unsere starke Leistung nicht mit drei Punkten veredeln konnten, aber wir können viel Positives mitnehmen und haben viel von dem umgesetzt, was der Trainer sehen möchte.“
Torhüter Dennis Seimen: „Es war ein Tick mehr drin – vor allem aufgrund der ersten Hälfte, die ganz klar an uns ging. In der zweiten Hälfte hat es Atletico – auch in Unterzahl – mit all seiner Klasse abgezockt gemacht. Ich freue mich über mein Debüt in der Champions League. Atletico ist ein toller Gegner für solch eine Premiere, aber noch schöner finde ich, dass ich diesen Moment zu Hause in unserem Stadion vor dieser grandiosen Stimmung erleben durfte.“
Atletico Madrids Cheftrainer Diego Simeone: „Wir kamen nicht so gut ins Spiel herein, mussten zunächst viel reagieren. Meine Mannschaft hat über den Kampf in die Partie gefunden, hat den Ausgleich gegen eine starke Stuttgarter Mannschaft erzielt. In der zweiten Hälfte waren wir 30 Minuten in Unterzahl und haben wenig zugelassen – die letzten 30 Minuten waren ein Kraftakt. Respekt an meine Mannschaft für diese Willensleistung. “
Die Besonderheiten:
Choreographie. Vor Anpfiff sorgten die VfB-Fans für einen Gänsehaut-Moment. In der Cannstatter Kurve gestalteten sie über Ober- und Unterrang eine Choreographie, die zahlreiche Symbole und Motive aus „Stuttgart City“ enthielt. Insgesamt verfolgten 58.000 Fans das Match in der MHP Arena – der Heimbereich war somit ausverkauft.
Debüt. Dennis Seimen kam zu seinem Debüt in der UEFA Champions League. Er ist mit 20 Jahren und zehn Monaten der jüngste Keeper in der VfB-Geschichte in der „Königsklasse“.
Die nächsten Termine:
Für den VfB geht’s zunächst in der Bundesliga und im DFB-Pokal weiter. Am Freitagabend, 23. Oktober 2026, eröffnen die Jungs aus Cannstatt den siebten Bundesliga-Spieltag – ab 20.30 Uhr gastiert Borussia Mönchengladbach in der MHP Arena. Danach folgt die zweite Runde im DFB-Pokal – das Team mit dem roten Brustring gastiert am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 18 Uhr, beim SC Paderborn. Der nächste Spieltag in der Ligaphase der UEFA Champions League findet erst am Dienstag, 3. November 2026, um 18.45 Uhr, statt – der VfB reist in die Türkei und spielt bei Galatasaray Istanbul.