Elf Spielerinnen waren dieser Tage mit ihren Nationalteams unterwegs und kehren bis Freitag wieder nach und nach auf den Trainingsplatz in Bad Cannstatt zurück. Gearbeitet wurde in den vergangenen Tagen nicht weniger – nur anders und in kleineren Gruppen. „Wir haben die Zeit genutzt, um an individuelleren Themen zu arbeiten und hatten eine gute Intensität aber auch Spaß in den Einheiten. Jetzt freuen wir uns aber auch darauf, dass ab Freitag wieder ein paar mehr Spielerinnen auf dem Platz stehen werden“, sagt Nico Schneck. Luzie Zähringer (Deutschland) und Lenelotte Müller (U19 Deutschland) absolvierten die Einheiten bereits am Donnerstag mit der Mannschaft, Dafina Redzepi (U23 Deutschland) arbeitete regenerativ und Laura Giuliani (Italien) stieß zur Krafteinheit am Nachmittag dazu. Ab Freitagvormittag ist das Team dann wiederum nahezu komplett auf dem Trainingsplatz.
Verfolgt haben Nico Schneck und sein Trainerteam einige Nationalspiele – auch live im Stadion in Karlsruhe oder am Fernseher. Darunter auch zwei Debüts von Dafina Redzepi und Mira Arouna für Deutschlands U23, eine Erstnominierung für Luzie Zähringer sowie erfolgreiche WM-Qualifikationsspiele für Ada Achcinska, Nicole Billa oder Laura Giuliani. „Ich habe einige Spiele gesehen und stand mit den Mädels in Kontakt. Es ist schön zu sehen, dass sie auch mit einer großen Begeisterung zurückkommen. Das gibt einen extra Push.“
„Bayern kommt immer zum richtigen Zeitpunkt“
Am Montagabend sind die Mädels aus Cannstatt dann beim amtierenden Deutschen Meister gefordert (Anpiff 18 Uhr, live bei Sport1). Ob es der richtige Zeitpunkt ist? Dazu hat Nico Schneck eine klare Meinung. „Bayern kommt immer zum richtigen Zeitpunkt“, so der VfB-Frauen-Cheftrainer. „Am Ende können wir mit einer entspannten Erwartungshaltung in die Partie gehen. Die eigene Erwartungshaltung ist jedoch immer da. Wir wollen unsere Dinge umsetzen und zeigen, was wir uns unter der Woche erarbeitet haben. Wir haben es bislang immer geschafft, uns auch Chancen herauszuspielen. Das wollen wir auch am Montag sehen. Wir freuen uns sehr auf das Spiel.“ Mit Blick auf den gegnerischen Kader fügt Schneck an: „Über die Qualität des FC Bayern München gibt es keine zwei Meinungen. Sie haben ein hohes Grundlevel im Kader und dazu herausragende Einzelspielerinnen. Es macht Spaß, sich mit den Besten zu messen. Wir wollen es ihnen so schwer wie möglich machen.“
Zwar steht in Nico Schnecks Trainerlaufbahn noch kein Sieg gegen den FC Bayern München zu Buche, jedoch unter anderem ein Unentschieden (2:2, Gegentreffer in der 93. Minute) und eine knappe 1:2-Niederlage innerhalb weniger Tage mit dem SC Freiburg. „Es gibt selten ein Spiel, in dem du gar keine Möglichkeiten hast. In meiner Freiburger Zeit waren wir zweimal kurz davor, sie zu ärgern.“ Die Frage sei jedoch immer, was man brauche, um es möglich zu machen. Dies seien laut Nico Schneck drei Komponenten: „einen ‚Sahnetag‘ deiner Torhüterin, eine enorme Effizienz vor dem Tor und ein bisschen Glück, dass der Gegner nicht den besten Tag hat.“
Personalübersicht
Mit welchem Personal Nico Schneck die Herausforderung nach der Länderspielpause angehen wird, wird sich erst in den nächsten Einheiten zeigen. „Es gibt ein paar Spielerinnen, die in den vergangenen Tagen eine hohe Belastung hatten. Wir müssen schauen, wie dossiert wir sie ins Training reinbekommen. Wir haben einen großen Kader und können das auch vom Personal gut auffangen.“