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Frauen 26. September 2026

Dank Zusatzschicht eine Runde weiter

Die VfB-Frauen machten es sich in der ersten DFB-Pokal-Runde unnötig schwer. Nach einem 0:2-Rückstand sorgten Treffer von Verena Wieder und Mira Arouna in Überzahl für die Verlängerung, in der Chantal Hagel das 3:2 markierte.

Das Spiel:

In der ersten DFB-Pokal-Runde in Potsdam setzte Nico Schneck auf eine nahezu komplett veränderte Startelf im Vergleich zum Liga-Duell in Bremen eine Woche zuvor. Lediglich Greta Stegemann, Janina Hechler, Reena Wichmann und Chantal Hagel standen auch schon beim 1:1 an der Weser in der Anfangsformation. Kiara Beck und Tamar Dongus feierten dagegen ihr Saison-Debüt.

Optisch und spielerisch dominant

Die VfB-Frauen waren vom Start weg aktiv und hatten mehr Ballbesitz, während sich Turbine aufs Verteidigen konzentrierte und auf schnelle Gegenstöße lauerte. Die erste klare Chance hatte Greta Stegemann nach knapp 20 Minuten im Anschluss an einen Freistoß, allerdings blieb die Defensivspezialistin dabei glücklos. Auf der anderen Seite näherte sich Madelyn Smith wenig später dem VfB-Tor an, verzog aber letztlich recht weit.

Smith kurz vor der Pause mit der Führung

Verena Wieder’s Versuch aus der Distanz landete danach in den Armen von Potsdams Torhüterin Emelie Gavillet. Kurz vor der Pause kam Turbine dann besser ins Spiel. Zunächst verzog Smith noch aus der Distanz, aber eine Minute vor dem Halbzeitpfiff traf die US-Amerikanerin per Abstauber zur etwas überraschenden Pausenführung des Zweitligisten (siehe: „die Tore“).

Gute Chancen für Billa und Arouna

Durchgang zwei begannen die VfB-Frauen mit einem personellen Wechsel. Die Ex-Potsdamerin Mira Arouna ersetzte Greta Stegemann. Die erste dicke Chance bot sich derweil der kurz zuvor ebenfalls eingewechselten Nicole Billa in Minute 58, aber die Österreicherin verzog in aussichtreicher Position. Auch Mira Arouna hatte die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Potsdams Hintermannschaft klärte mit Glück und Geschick (64.).

Bitterer zweiter Gegentreffer

Statt 1:1 hieß es nach 70 Minuten quasi aus dem Nichts 2:0. Leonie Preußler stürmte nach einem individuellen Fehler in der VfB-Defensive frei auf das Tor zu und vollendete eiskalt. Auf VfB-Seite feierte Leonie Schetter unmittelbar danach ihr Saison-Debüt und Nicole Billa verpasste anschließend per Kopf einen möglichen Anschlusstreffer noch genauso wie Janina Hechler aus der Distanz.

Rot gegen Potsdam und VfB-Doppelschlag

Potsdam schwächte sich in der Schlussphase dann selbst, als sich Thalia Dias de Souza zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und dafür die rote Karte sah. Und nur zwei Minuten später stand es nur noch 2:1, weil Verena Wieder per Drehschuss verkürzen konnte. Das Schneck-Team drängte vor 452 Zuschauern, darunter 80 VfB-Fans, fortan auf den Ausgleich, der in der Nachspielzeit dann auch noch fallen sollte. Den zweiten Assist der starken Leonie Schetter verwertete Mira Arouna am langen Pfosten zum 2:2.

Hagel mit dem dritten VfB-Treffer, Smith an den Pfosten

In der ersten Hälfte der Verlängerung tat sich lange nicht viel. Doch die Schlussphase hatte es in sich. Erst vergab Mira Arouna per Heber leichtfertig. Sekunden später legte die 20-Jährige dann das 2:3 von Chantal Hagel auf, die aus der Distanz vollendete. Die Chance alles klar zu machen, hatte Arouna nach 108 Minuten, doch Emelie Gavilett war auf der Höhe. Weil Muriel Dürr angeschlagen runter musste, heiß es in den Schlussminuten dann plötzlich Zehn gegen Zehn. Und Potsdam blieb gefährlich, was ein Pfostentreffer von Madelyn Smith fünf Minuten vor Ende zeigte. Weil auch Verena Wieder nicht mehr traf (120.), blieb es beim 2:3.

Die Tore:

44. Minute: Einen weiten Schlag aus dem linken Halbfeld konnte Kiara Beck nicht weit genug wegfausten. Der Ball landete letztlich vor den Füßen von Madelyn Smith, die unter Bedrängnis zum 1:0 abstauben konnte.

70. Minute: Eine Unaufmerksamkeit in Ballbesitz führte 20 Minuten vor Schluss zum zweiten Gegentreffer. Leonie Preußler hatte freie Bahn und stürmte alleine in Richtung Kiara Beck, die gegen den Abschluss der Potsdamerin machtlos war.

84. Minute: Leonie Schetter spielte den Ball vom rechten Flügel ins Zentrum auf Verena Wieder, die ihre Gegenspielerin mit einer Körperdrehung versetzte und anschließend flach ins kurze Eck vollendete.

90.+4 Minute: In der Nachspielzeit traf Mira Arouna zum verdienten 2:2-Ausgleich, nachdem abermals Leonie Schetter von der rechten Seite geflankt hatte. Im Zentrum war die Stürmerin schneller als ihre Gegenspielerin und spitzelte den Ball ins Tor

105.Minute: Mira Arouna bediente mit einem Zuspiel zurück an die Strafraumgrenze die freistehende Chantal Hagel, die per Weitschuss ins rechte Eck zum 2:3 traf und die Partie damit endgültig drehte.

Die Trainer-Stimme:

Cheftrainer Nico Schneck: „Am Ende sind wir natürlich froh, dass wir eine Runde weiter sind, aber das war nicht das Spiel, das wir uns vorgestellt hatten. Potsdam hat super dagegengehalten und war griffig in den Zweikämpfen. Wenn ich mir die beiden Gegentore anschaue, dann waren das natürlich Geschenke. Die sind dann hervorragend ausgenutzt, aber das war sicherlich zu einfach aus unserer Sicht. Trotzdem sind wir dann in der Lage, solche Spiele auch zu drehen. Natürlich hat uns dabei auch die rote Karte reingespielt. Letztlich war es heute ein Kraftakt für uns.“

DFB-Pokal 1. Runde: 1. FFC Turbine Potsdam - VfB-Frauen

Die Aufstellung:

Beck – Wichmann (72. Schetter), Stegemann (46. Arouna), T. Dongus (80. Hirano), Hechler, Müller – Dürr, F. Dongus (55. Achcinska), Hagel – Beuschlein (55. Billa), Wieder

Das nächste Spiel:

In der Google Pixel Frauen-Bundesliga geht es für die Mädels aus Cannstatt am kommenden Sonntag, 4. Oktober, mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin weiter. Spielbeginn im GAZi-Stadion auf der Waldau ist um 16 Uhr.