Nach Abpfiff gab’s ein Sonderlob. „Großes Kompliment an ‚Medo‘“, sagte Sebastian Hoeneß über seinen Stürmer Ermedin Demirovic, der am Mittwochabend, 9. September 2026, alle VfB-Tore gegen Viking Stavanger (3:1) erzielt hatte: „Einen Dreierpack in der Champions League binnen zwölf Minuten hinzubekommen, ist außergewöhnlich. Das ist ein Abend, den er nie vergessen wird.“
Das 1:0 per Außenrist in Minute 20, das 2:1 per Rechtsschuss in Minute 26 und das 3:1 per Abschluss aus der Luft in Minute 32 – der 28-Jährige hatte wesentlichen Anteil daran, dass der Club aus Cannstatt mit drei Punkten in die UEFA Champions League-Ligaphase 2026/2027 gestartet ist. Und er sorgte mit diesem Dreierpack für Einträge in die Geschichtsbücher.
Neuer UEFA Champions League-Rekordtorschütze des VfB
Denn noch nie zuvor waren einem Spieler des VfB in der UEFA Champions League oder dem Landesmeisterpokal drei Tore in einer Partie gelungen. Außerdem: Insgesamt hat Ermedin Demirovic in seiner VfB-Karriere nun vier Treffer in der „Königsklasse“ erzielt. Damit ist er der Rekordtorschütze des Clubs aus Cannstatt in diesem Wettbewerb. Er brauchte dafür neun Spiele. Auf dem geteilten zweiten Platz folgen Mario Gomez und Kevin Kuranyi, die für ihre drei Treffer fünf bzw. acht Partien benötigten. Und es geht noch weiter mit den Marken und Statistiken.
Gemessen von Anpfiff an gelang Ermedin Demirovic der fünftfrüheste „Hattrick“ seit Gründung der UEFA Champions League. Nach 32 Minuten hatte er seine drei Treffer erzielt. Den Rekord hält Robert Lewandowski, der 2021/2022 bereits nach 23 Minuten drei Tore für den FC Bayern gegen Salzburg erzielt hatte.
„Aspekte, die wir noch besser umsetzen können“
„Wir können mit dem Abend zufrieden sein, ich freue mich über meine drei Tore“, sagte Stuttgarts Torschütze bescheiden und ergänzte: „Wir wissen aber auch, dass wir die eine oder andere Situation noch besser ausspielen können sowie im Umschaltverhalten noch weniger zulassen müssen.“ Damit stimmte er mit Sebastian Hoeneß überein, der trotz des Sieges noch Luft nach oben sah: „Wir haben die drei Punkte geholt, das ist das Wichtigste, können aber darüber hinaus ein paar Aspekte mitnehmen, die wir noch besser umsetzen können.“
Der VfB ist gegen einen sympathischen Gast aus Norwegen, dessen mitgereiste Fans nach Abpfiff im Gästeblock beim Aufräumen halfen und Müll entsorgten, seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Und er hat einen Start hingelegt, der Lust auf die nächsten Spiele in der „Königsklasse“ macht.
Die nächsten Termine:
Der VfB befindet sich mitten in der ersten „Englischen Woche“ der Saison 2026/2027. Abgeschlossen wird sie mit dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstag, 12. September 2026, um 15.30 Uhr, bei der TSG Hoffenheim. In der UEFA Champions League geht’s für die Jungs aus Cannstatt erst in einem Monat weiter – am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 21 Uhr, gastiert der Club aus Cannstatt bei Slovan Bratislava in der Slowakei.