Die Aufstellung:
41 Seimen (33 Funk 72.) – 3 Hendriks, 6 Stiller, 10 Führich, 16 Karazor, 18 Leweling, 20 Stergiou, 21 Prömel (34 van der Leij 46.), 24 Chabot (22 Assignon 46.), 26 Undav ©, 50 Schramm (61 Masanka Bungi 46., 4 Vagnoman 67.).
Der Spielverlauf:
Die Jungs aus Cannstatt begannen ihr zweites Testspiel in der laufenden Länderspielperiode mit viel Druck nach vorn und ersten Annäherungen an das Fürther Tor, in dem Silas Prüfrock die bei der deutschen U20-Nationalmannschaft weilende VfB-Leihgabe Florian Hellstern vertrat. Länderspiel-Rückkehrer Chris Führich testete den jungen Schlussmann nach zehn Minuten mit einem Schlenzer aufs lange Eck, fünf Minuten später war Prüfrock aber chancenlos, als Deniz Undav nach einem Zuspiel von Chris Führich aus kurzer Distanz und spitzem Winkel traf (15. Minute, siehe „die Tore“).
Der VfB blieb nach dem Führungstreffer energisch, setzte die Gäste tief in der eigenen Hälfte unter Druck – und belohnte sich nur zwei Minuten nach dem 1:0 mit dem zweiten Treffer durch Grischa Prömel (17., siehe „die Tore“). Auch im Anschluss ließ die Elf von Sebastian Hoeneß der Spielvereinigung keine Chance auf Entfaltung, behielt das Spiel weitestgehend unter Kontrolle – und traf vor dem Seitenwechsel noch ein drittes Mal. Deniz Undav fing wenige Minuten vor dem Pausenpfiff einen Fehlpass der Fürther ab und stellte mit seinem zweiten Treffer des Abends den Pausenstand her.
Zwei weitere Treffer nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel waren Chancen aufseiten des VfB zunächst rar gesät, die erste richtig gute Möglichkeit fand dann aber direkt den Weg ins Tor, als Tim van der Leij nach Zuspiel von Chris Führich auf 4:0 erhöhte (77., siehe „die Tore“). Die Gäste kamen bis dahin durch Omar Sillah zu drei guten Gelegenheiten (50., 71., 75.), der Angreifer verzog aber jeweils oder fand in Dennis Seimen seinen Meister.
Den Endstand markierte der VfB in Person vom früheren Fürther Jugendspieler Jamie Leweling, der wenige Minuten vor dem Ende entschieden nachsetzte und so einen schönen Angriff des VfB über die linke Seite vollendete (86., siehe „die Tore“).
Die Tore:
1:0 – 15. Minute: Chris Führich leitet einen Angriff über die linke Seite ein, zieht nach innen und spielt dabei einen No-Look-Pass in den Lauf von Deniz Undav. Der VfB-Kapitän trifft per Direktabnahme aus spitzem Winkel ins lange Eck.
2:0 – 17. Minute: Das hohe Pressing des VfB zahlt sich aus: Angelo Stiller fängt den Ball tief in der gegnerischen Hälfte ab und setzt sofort Grischa Prömel ein, der an der Strafraumkante lauert. Der Mittelfeldspieler zieht ab und hat Glück, dass der Ball unhaltbar abgefälscht wird.
3:0 – 37. Minute: Wie schon beim 2:0 wird den Fürthern ein Fehlpass im Spielaufbau zum Verhängnis. Torhüter Silas Prüfrock spielt den Ball direkt in die Füße von Deniz Undav, der aus rund 18 Metern das lange Eck anvisiert und auf 3:0 erhöht.
4:0 – 77. Minute: Deniz Undav treibt einen Angriff über die rechte Seite voran und setzt Chris Führich ein, der Fahrt aufnimmt. Vom Flügel bringt er eine flache Hereingabe in die Strafraummitte, wo Tim van der Leij Sieger im Duell mit seinem Gegenspieler bleibt und zum 4:0 einschiebt.
5:0 – 86. Minute: Der VfB kommt über einen schönen Doppelpass von Chris Führich und Josha Vagnoman in die gefährliche Zone. Angelo Stiller legt mit einem Hakenpass in die Strafraummitte ab, wo zunächst Tim van der Leij zum Abschluss kommt und Jamie Leweling im Nachsetzen auf 5:0 erhöht.
Die Stimmen:
Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Wir waren sehr aktiv und haben Spielfreude gezeigt. Die Jungs haben das Spiel, wie schon den Test gegen Heidenheim, ernst genommen. Das hat zu einem guten Spiel und dem richtigen Ergebnis geführt.“
Dennis Seimen: „Es hat sich sehr gut angefühlt, endlich wieder auf dem Rasen zu stehen. Es war wichtig für mich, mit dem Testspiel nochmal eine andere Belastung als im Training zu haben. Wir haben die Aufgabe gegen Fürth gut gelöst und können mit dem Spiel zufrieden sein.“
Die Besonderheiten:
Comeback. Nach etwas mehr als zwei Monaten Zwangspause infolge einer Oberschenkelverletzung stand VfB-Torhüter Dennis Seimen am Donnerstagabend erstmals wieder zwischen den Pfosten. Nach 71 Minuten war der Arbeitseinsatz des 20-Jährigen beendet, für ihn rückte Marius Funk ins Tor.
Tolle Kulisse. 3.876 Zuschauer sahen die Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth in der WIRmachenDRUCK ARENA in Großaspach und trotzten dem anhaltenden Regen.
Die nächsten Termine:
Nach den beiden Testspielsiegen gegen Heidenheim (3:0) und Greuther Fürth (5:0) geht es für die Jungs aus Cannstatt in den nächsten Spielen wieder um Punkte – erst einmal aber fernab der Heimat. Zunächst gastiert der VfB am nächsten Samstag, 10. Oktober 2026, ab 15.30 Uhr beim SC Paderborn. Wenige Tage später, am Mittwoch, 14. Oktober, steht am zweiten Spieltag der UEFA Champions League-Ligaphase die Auswärtspartie bei Slovan Bratislava an. Der Anstoß erfolgt um 21 Uhr. Am Samstag, 17. Oktober, ist die Elf von Sebastian Hoeneß von 15.30 Uhr an erneut auswärts gefordert. Am sechsten Spieltag tritt der VfB beim Hamburger SV an.
Nächster Gegner in der heimischen MHP Arena wird der Atletico Madrid sein. Der spanische Topclub gastiert am dritten Champions League-Spieltag am Dienstag, 20. Oktober, ab 21 Uhr in Stuttgart.